Walter C. Willett

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Walter C. Willett (* 20. Juni 1945 in Hart, Michigan) ist ein amerikanischer Arzt, Epidemiologe und Ernährungswissenschaftler, Frederick Stare Professor of Nutrition an der Harvard Medical School[1] und bis 2017 Vorstand am Harvard School of Public Health, Department of Nutrition.[2]

Arbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Willetts Spezialgebiet ist die Erforschung der Zusammenhänge zwischen menschlichen Ernährungsgewohnheiten und der Entstehung von Krankheiten und hat auf diesem Gebiet neben mehr als 1000 wissenschaftlichen Aufsätzen das Lehrbuch Nutritional Epidemiology (1998) publiziert. Seine Erkenntnisse und Empfehlungen sind auch in populärwissenschaftlicher Literatur veröffentlicht, u. a. in dem 2001 erschienenen Bestseller Eat, Drink and be Healthy: The Harvard Medical School Guide To Healthy Eating.

Willett ist Koautor der Nurses’ Health Study und der Health Professionals Follow-up Study, zweier Langzeituntersuchungen zu den gesundheitlichen Folgen der menschlichen Ernährungsgewohnheiten.[3]

Positionierung zur Supplementierung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinsam mit den Wissenschaftlern Bruce Ames, Joyce McCann und Meir Stampfer schrieb Willett 2007 einen offenen Brief an das American Journal of Clinical Nutrition, in dem die NIH-Entscheidung[4] kritisiert wird, bei Nahrungsergänzungsmitteln zur gesundheitlichen Prävention nur noch Wirksamkeitsnachweise anzuerkennen, die auf randomisierten, kontrollierten Studien (RCTs) basieren. Die Autoren befürworten eine generelle Empfehlung der NIH zur Supplementierung, auch ohne solche Wirksamkeitsnachweise. Nahrungsergänzungsmittel seien billig, verfügbar und ungiftig, somit mindestens „eine gute Versicherung“.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für seine Arbeit wurde Willett mehrfach ausgezeichnet, u. a. mit dem „American Cancer Society Cancer Prevention Award (1994)“, dem „Distinguished Achievement Award“ der American Society for Preventive Oncology (1996), dem „International Award for Modern Nutrition“ (1997).[6] und dem „Charles S. Mott Prize“ (2001).

Akademischer Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970 Abschluss des Medizinstudiums (M.D.) an der University of Michigan Medical School
  • 1973 Abschluss des Masterstudiums (M.P.H) an der Harvard School of Public Health (HSPH)
  • 1980 Promotion (Dr.P.H) in Epidemiologie an der HSPH
  • 1991 Vorstand des Department of Nutrition an der HSPH
  • 1992 Professor an der Harvard Medical School [1]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kurzbiografie auf der Seite der Harvard medical School (Memento des Originals vom 26. Oktober 2012 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/nutrition.med.harvard.edu
  2. Biografie auf der Website der Harvard School of Public Health
  3. Biografische Angaben auf der Seite der Breast Cancer Research Foundation
  4. National Institutes of Health State-of-the-Science Panel: National Institutes of Health State-of-the-Science Conference Statement: multivitamin/mineral supplements and chronic disease prevention. In: Am J Clin Nutr. 2007 Jan;85(1):257S-264S. PMID 17209206 Volltext
  5. Ames BN, McCann JC, Stampfer MJ, Willett WC: Evidence-based decision making on micronutrients and chronic disease: long-term randomized controlled trials are not enough. In: Am J Clin Nutr. 2007 Aug;86(2):522-3 PMID 17684228 Volltext
  6. Biografie auf der Webseite der Honda-Foundation (Memento des Originals vom 4. Juni 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/world.honda.com
  7. Dokumentation des National Center for Biology Information

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]