Warza

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Warza
Warza
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Warza hervorgehoben
50.99694444444410.688888888889275Koordinaten: 51° 0′ N, 10° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Gotha
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Mittleres Nessetal
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 6,49 km²
Einwohner: 707 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 109 Einwohner je km²
Postleitzahl: 99869
Vorwahl: 036255
Kfz-Kennzeichen: GTH
Gemeindeschlüssel: 16 0 67 075
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstr. 15
99869 Goldbach
Webpräsenz: www.warza.de
Bürgermeisterin: Martina Kaspar (FWG)
Lage der Gemeinde Warza im Landkreis Gotha
Ballstädt Bienstädt Brüheim Bufleben Crawinkel Dachwig Döllstädt Drei Gleichen Emleben Waltershausen Eschenbergen Friedrichroda Friedrichswerth Friemar Georgenthal Gierstädt Goldbach Gotha Gräfenhain Großfahner Günthersleben-Wechmar Haina Herrenhof Hochheim Hohenkirchen Hörsel (Gemeinde) Leinatal Luisenthal Molschleben Nesse-Apfelstädt Nottleben Ohrdruf Petriroda Pferdingsleben Remstädt Schwabhausen Sonneborn Tabarz Tambach-Dietharz Tonna Tröchtelborn Tüttleben Waltershausen Wangenheim Warza Westhausen Wölfis Zimmernsupra Thüringen Erfurt Ilm-Kreis Landkreis Schmalkalden-Meiningen Wartburgkreis Eisenach Unstrut-Hainich-Kreis Landkreis SömmerdaKarte
Über dieses Bild

Warza ist eine Gemeinde im thüringischen Landkreis Gotha und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Mittleres Nessetal.

Geografie[Bearbeiten]

Der Ort liegt etwa 6 km nördlich von Gotha, etwa 14 km südlich von Bad Langensalza und etwa 30 km westlich von Erfurt. Die nächstliegenden Ortschaften sind Westhausen im Norden, Pfullendorf und Bufleben im Osten, Remstädt im Süden und Goldbach im Westen. Im Südosten etwas außerhalb der Ortslage entspringt der Warzabach, der sich durch den Ort schlängelt und schon nach 2640 m Länge (ab Quelle) bei Goldbach in den Flutgraben der Leina mündet. Das Dorf liegt in flachem Gelände, das leicht auf 1660 m um 9 m nach Norden abfällt, wo in etwa 284 m ü. NN die Nesse dahinfließt. Die einzig nennenswerte Erhebung ist der Grenzberg 840 m südlich der Ortslage, über den die Grenze der Gemeinden Warza und Remstädt verläuft.

Geschichte[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung (als villa urze) entstammt dem Jahre 822. Im Jahre 1597 brach eine verheerende Pestepidemie aus. Damals sind ca. 160 der etwas über 200 Einwohner gestorben. Weitere Pestepidemien folgten in den Jahren 1625 und 1635–1637. Der Ort gehörte bereits im Jahr 1421 zum Amt Gotha, welches ab 1640 zum Herzogtum Sachsen-Gotha, ab 1672 zum Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg und ab 1826 zum Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha gehörte. Seit 1920 lag Warza im Land Thüringen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (31. Dezember):[1]

  • 1994 – 684
  • 1995 – 693
  • 1996 – 724
  • 1997 – 745
  • 1998 – 774
  • 1999 – 777
  • 2000 – 792
  • 2001 – 771
  • 2002 – 772
  • 2003 – 764
  • 2004 – 753
  • 2005 – 753
  • 2006 – 754
  • 2007 – 745
  • 2008 – 744
  • 2009 – 732
  • 2010 – 714
  • 2011 – 712

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dorfkirche St. Johannes[Bearbeiten]

Hauptartikel: St. Johannes (Warza)

Die markanteste Sehenswürdigkeit von Warza ist die St.-Johannes-Kirche am südlichen Dorfende.

Gasthof Vier Jahreszeiten[Bearbeiten]

Gasthof Vier Jahreszeiten

1349 wurde an der Stelle des heutigen Gasthofs Vier Jahrszeiten in unmittelbarer Nachbarschaft zur Dorfkirche ein Zollhaus mit einer Pferdewechselstation erbaut. Nach dem Übergang des Anwesens an die Gemeinde wurde es im Jahr 1792 abgerissen, um für einen Neubau Platz zu schaffen, der heute noch steht. Es bot sowohl preußischen als auch französischen Offizieren Unterkunft und Verpflegung und gewährte auch den preußisch-polnischen Arbeitern, die am Eisenbahnbau beteiligt waren, Unterkunft. Am 3. Mai 1869 feierte hier Herzog Ernst II. sein 25-jähriges Regierungsjubiläum. Im Jahre 1925 wurden der Saal und die Bühne angebaut. Während des Krieges und durch die Nutzung durch die ZBO kam es nur noch selten zu Veranstaltungen, beispielsweise Geflügelausstellungen oder Tanzveranstaltungen. 1986 wurde der Saal nach 20-jähriger Pause wieder für die Kirmesfeier genutzt. Ein Obelisk vor dem Gasthaus erinnert seit 2009 an die Umgestaltung des Gasthofplatzes im Rahmen der Dorferneuerung.[2]

Verkehr[Bearbeiten]

Durch den Ort führt die vielbefahrene historisch bedeutende Straße von Gotha nach Bad Langensalza, heute die B 247. Von ihr zweigt am südlichen Ortsende die L 2123 ins westlich liegende Goldbach ab, die am nördlichen Ortsende die Verbindung zum östlich liegenden Bufleben schafft.

Am Südrand von Warza verkehrte von 1869 bis zum 28. September 1995 die Nessetalbahn von Bufleben nach Großenbehringen über Friedrichswerth als eine eingleisige Nebenbahn, die von der Bahnstrecke Gotha-Leinefelde abzweigte und für die eine Bahnstation gebaut wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Website der Gemeinde

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Warza – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien