Waschbrett

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Waschbretter

Das Waschbrett (auch Wäscheruffel oder Wäscherumpel, englisch washboard) ist ein Hilfsmittel zum Waschen von Kleidungsstücken bei der Handwäsche. Besonders vor der Erfindung der Waschmaschine war es sehr verbreitet und es wird noch immer in Regionen benutzt, in denen die Waschmaschine nicht weit verbreitet ist, wie zum Beispiel in Indien oder in Afrika.

Das Waschbrett ist normalerweise etwa 30 bis 40 Zentimeter groß. Die Oberfläche ist so gestaltet, dass sich ein regelmäßiges Muster von Erhebungen und Vertiefungen bildet, auf denen das feuchte, zu waschende Kleidungsstück gerieben wird, um die Verschmutzungen zu lösen.

Musikinstrument[Bearbeiten]

Waschbrett als Rhythmusinstrument
Waschbrettspieler

In der Musik wird das Waschbrett als Rhythmusinstrument eingesetzt. Man unterscheidet reine Metallwashboards, die speziell für diesen Zweck gebaut werden, oder Zinkwaschbretter mit Holzrahmen (die ursprünglich zum Wäschewaschen benutzt wurden). Dabei hängt sich der Spieler entweder das Brett vor die Brust (bei Zydeco-Bands in Louisiana üblich, die das Metall-Washboard benutzen), oder montiert es auf einem kleinen Tisch (in der Classic-Jazz- und Swing-Zeit der 20er bis 40er üblich) oder legt es auf die Knie (bei Skiffle-Bands in den 50er- und 60er-Jahren des 20. Jahrhunderts üblich). Mit Sticks, Jazz-Besen oder mit der Hand wird über das Brett gerieben oder geschlagen, ähnlich wie bei einer Snare-Drum. Beim Spielen mit der Hand müssen Fingerhüte über die einzelnen Finger gezogen werden. oder es wird mit den Fingern getrommelt (gewirbelt). Anwendung findet dieses Perkussionsinstrument in Musikstilen wie z. B. im Skiffle, im klassischen Jazz und frühen Swing, im Dixieland und Zydeco, aber auch im Rock'n'Roll bzw. Rockabilly. John Lennons erste Band, The Quarrymen, war eine Skiffleband und spielte mit Washboard. In den 20ern bis 40ern des 20. Jahrhunderts war das Washboard ein im klassischen Jazz und frühen Swing gerne benutztes Instrument (berühmte Interpreten: Baby Dodds, Floyd Casey, Jimmy Bertrand, Washboard Sam, Bruce Johnson). Neue Popularität erhielt es mit der Skiffle-Mode im England der späten 50er, die auch in Deutschland zur Gründung von zahlreichen Skiffle-Bands führte. Die englische Jazz-Sängerin Beryl Bryden begleitete sich selbst auf einem Washboard. In deutschen Jazzbands machten sich in den 70ern die Washboardspieler Gunter Andernach und Dieter „Zech“ Nentwig einen Namen („Zechs Washboard Company“). In Frankfurt am Main spielen heute noch regelmäßig die „Jazz Classics“ mit Washboard (Horst Schwarz, 2 CDs).

Waschbrettmuster[Bearbeiten]

Muster, die der Querrillenstruktur eines Waschbretts ähneln, nennt man Waschbrettmuster. Beispiele sind der Waschbrettbauch, die Waschbrettpiste oder auch Rippelmarken am Strand.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Waschbrett – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Waschbrett – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen