Wat Pa Luangta Maha Bua

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Mönch mit Tiger im Freigehege des Wat Pa Luangta Maha Bua

Der Wat Pa Luangta Maha Bua (vollständiger Name: Wat Pa Luangta Maha Bua Yannasampanno, thailändisch: วัดป่าหลวงตามหาบัว ญาณสัมปันโน), ist ein buddhistischer „Wald-Tempel“ (thailändisch Wat Pa) im westlichen Teil von Zentralthailand. Der Tempel ist kulturhistorisch nicht sehr interessant. Seine Attraktionen für zahlreiche Touristen sind die Freigehege des Tempels, in denen mehrere große Tiere, vor allem Tiger, beherbergt werden. Durch mehrere Fernsehproduktionen ist dieser Tempel international bekannt geworden. Touristen ist er als der „Tigertempel“ bekannt.

Wat Pa Luangta Maha Bua befindet sich im Landkreis Mueang der Provinz Kanchanaburi nahe der Grenze zu Myanmar, etwa 37 km nordwestlich der Stadt Kanchanaburi an der Schnellstraße 323.

Der Tempel wurde im Jahr 1994 vom derzeitigen Abt Phra Ajahn Phusit Khantitharo auf Anregung seines Lehrers, des Phra Ajahn Maha Bua Nyanasampanno, welcher auch den Namen festlegte, als Wald-Tempel und Reservation für wilde Tiere gegründet. König Bhumibol stiftete aus Anlass seines 50-jährigen Thronjubiläums 1996 eine Buddha-Statue (Golden Jubilee Buddha Image), die aus 80 kg Gold besteht. Bei der Zeremonie des Gold-Gießens war auch Ajahn Maha Bua anwesend.

Auf dem Tempelgelände werden hauptsächlich Indochinesische Tiger in großen Käfigen gehalten. Ein abgetrennter Canyon auf dem Tempelgelände dient als weitläufiges Gelände für Übungen, die an jedem Nachmittag auch von Touristen beobachtet werden können. Der Tempel bietet ebenfalls ein Animal Rescue Center, welches 1995 eingerichtet wurde und vollständig von Spenden finanziert wird. Verletzte Bären wurden hier geheilt, unwillkommene Haustiere werden hier abgegeben. Weiterhin befinden sich zahlreiche Wildtiere (z. B. Gibbons) in Gehegen auf dem Tempelgelände.

In einem Bericht der Tier- und Artenschutzorganisation Care for the Wild wird dem Tempel Tierquälerei vorgeworfen, da die Tiger nicht artgerecht gehalten und ernährt und sie durch fragwürdige Methoden gefügig gemacht würden. Care for the Wild wirft dem Tempel außerdem illegalen Tierhandel vor, und dass die Begegnungen von Touristen mit den Tieren lebensgefährlich seien.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Tiger Temple, Thailand – the Truth Behind the Mask und EXPLOITING THE TIGER Illegal Trade, Animal Cruelty and Tourists at Risk at the Tiger Temple (PDF; 2,3 MB)

Weblinks[Bearbeiten]

14.11583333333399.231666666667Koordinaten: 14° 6′ 57″ N, 99° 13′ 54″ O