Weißstreifen-Ameisenschlüpfer

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Weißstreifen-Ameisenschlüpfer

Weißstreifen-Ameisenschlüpfer, Männchen

Systematik
Unterordnung: Schreivögel (Tyranni)
Familie: Ameisenvögel (Thamnophilidae)
Unterfamilie: Thamnophilinae
Tribus: Formicivorini
Gattung: Myrmotherula
Art: Weißstreifen-Ameisenschlüpfer
Wissenschaftlicher Name
Myrmotherula cherriei
Berlepsch & E. J. O. Hartert, 1902

Der Weißstreifen-Ameisenschlüpfer (Myrmotherula cherriei) zählt innerhalb der Familie der Ameisenvögel (Thamnophilidae) zur Gattung Myrmotherula.[1]

Die Art kommt im Nordwesten Brasiliens, im Süden Kolumbiens, im Nordosten Perus und in Venezuela vor.

Das Verbreitungsgebiet umfasst tropischen oder subtropischen feuchten Tieflandwald, tropisches trockenes Buschland, Savanne an Flussufern und Waldrändern nicht unbedingt in Wassernähe bis 500 m Höhe.[2][3]

Der lateinische Artzusatz bezieht sich auf George Cherrie.[4]

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vogel ist 9 bis 10 cm groß und wiegt zwischen 7 und 9 g. Das Männchen ist schwarz-weiß, auf der Oberseite überwiegend schwarz und breit weiß gestreift, die Flügeldecken haben weiße Spitzen, die Flugfedern weiße Ränder. Der Interskapularfleck ist weiß, die Schwanzfedern schwarz mit weißen Rändern und Spitzenflecken. Es hat einen schwarzen Kinnstreifen, die Ohrdecken sind ungestreift weiß, die Unterseite und Kehle sind weiß mit schwarzer Strichelung, die Flanken sind grau. Vom sehr ähnlichen Guayana-Strichelameisenschlüpfer (Myrmotherula surinamensis) unterscheidet sich die Art durch den schmaleren Interskapularfleck. Das Weibchen hat keinen Interskapularfleck und ist zimtfarben auf Flügeldecken, Kopf und Brust. Jungvögel sehen wie eine Mischung zwischen Männchen und Weibchen aus.[3][2]

Die Art ist monotypisch.

Stimme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gesang wird als langsamer, wenige Sekunden dauernder Triller beschrieben ähnlich dem des Guayana-Strichelameisenschlüpfers (Myrmotherula surinamensis) und des Amazonien-Strichelameisenschlüpfers (Myrmotherula multostriata), aber mit deutlicher ansteigender Tonhöhe und gleichmäßiger Geschwindigkeit.[3][2]

Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nahrung besteht hauptsächlich aus Insekten, die als Paar, manchmal auch in gemischten Jagdgemeinschaften, meist in niedriger bis mittlerer Höhe gejagt werden.

Die Brutzeit ist nicht genau bekannt.[3]

Gefährdungssituation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bestand gilt als nicht gefährdet (Least Concern).[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Hermann Carl Ludwig von Berlepsch, Ernst Hartert: Myrmotherula cherriei. In: On the Birds of the Orinoco region. In: Novitates zoologicae: a journal of zoology in connection with the Tring Museum. Band 9, Nr. 1, 1902, S. 72, Biodiversity Library.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Weißstreifen-Ameisenschlüpfer – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Weißstreifen-Ameisenschlüpfer, in Avibase – Die Weltvogel-Datenbank. Abgerufen am 29. Juli 2020.
  2. a b c M. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0.
  3. a b c d K. Zimmer, M. L. Isler, E. De Juana: Cherrie's Antwren (Myrmotherula cherriei). version 1.0. In: J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, E. de Juana (Hrsg.): Birds of the World. Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, 2020. DOI:10.2173/bow.cheant1.01 Cherrie's Antwren
  4. Bo Beolens, Michael Watkins: Whose Bird? Men and Women Commemorated in the Common Names of Birds. 2003, ISBN 0-7136-6647-1. (englisch).
  5. Redlist Abgerufen am 26. Juli 2020.