Wenzel I. (Sachsen-Wittenberg)

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Bildnis Wenzel I.
nach Johann Agricola 1562

Wenzel I., Herzog von Sachsen-Wittenberg (* um 1337; † 15. Mai 1388 in Celle) aus dem Geschlecht der Askanier regierte 1370–1388 und war Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches sowie Fürst von Lüneburg. Er war der Sohn von Rudolf I. und dessen 3. Gemahlin Agnes von Lindow.

Leben[Bearbeiten]

Mit dem Herzog von Brabant lag Wenzel im Streit wegen des Rechts, dem Kaiser das Reichsschwert vorantragen zu dürfen. Mit Anhalt, Magdeburg und Meißen schloss er Landfriedensbünde. 1370 war er Nachfolger seines Bruders Rudolf II.. Er nahm 1376 als Kurfürst an der Wahl Wenzel des Faulen zum deutschen König teil und stand 1377 in der Altmark Kaiser Karl IV. nahe. In Reichsangelegenheiten war er wiederholt auf Seiten des Kaisers aktiv.

Karl IV. sagte Albrecht von Sachsen-Wittenberg und dessen Onkel Wenzel I. - für ihr Haus - die Anwartschaft auf Braunschweig und Lüneburg-Lüneburg zu, die beide im Lüneburger Erbfolgekrieg jedoch nicht durchsetzen konnten. Bei der Belagerung von Celle 1388 starb Wenzel plötzlich an einer schweren Krankheit. Bereits seine Zeitgenossen vermuteten die Verabreichung von Gift als Todesursache. Anderer Überlieferung zufolge starb er am 18. August 1402, was jedoch auf einer Gräberverwechslung beruht.

Nachkommen[Bearbeiten]

Am 23. Januar 1376 heiratete Wenzel Cäcilia von Carrara, Tochter von Franz von Carrara (* 29. September 1325 in Padua; † 6. Oktober 1393 in Monza) Graf von Padua. Sie hatten folgende Kinder:

Literatur[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Rudolf II. Kurfürst von Sachsen
1370–1388
Rudolf III.
Albrecht von Sachsen-Wittenberg Fürst von Lüneburg
1370–1388
Bernhard I.
und Heinrich I.