Celle

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Celle
Celle
Deutschlandkarte, Position der Stadt Celle hervorgehoben
52.62611111111110.08055555555640Koordinaten: 52° 38′ N, 10° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Celle
Höhe: 40 m ü. NHN
Fläche: 176,01 km²
Einwohner: 68.508 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 389 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 29221–29229
Vorwahl: 05141
Kfz-Kennzeichen: CE
Gemeindeschlüssel: 03 3 51 006
Stadtgliederung: 17 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Am Französischen Garten 1
29221 Celle
Webpräsenz: www.celle.de
Oberbürgermeister: Dirk-Ulrich Mende (SPD)
Lage der Stadt Celle im Landkreis Celle
Landkreis Celle Niedersachsen Landkreis Heidekreis Landkreis Uelzen Landkreis Gifhorn Region Hannover Faßberg Hermannsburg gemeindefreies Gebiet Lohheide Bergen Winsen Wietze Hambühren Celle Adelheidsdorf Hagen Wathlingen Bröckel Eicklingen Wienhausen Langlingen Unterlüß Eschede Eschede Hohne Langlingen Eldingen Eschede Ahnsbeck Eschede Beedenbostel LachendorfKarte
Über dieses Bild

Celle [ˈtsɛlə] ist eine große selbständige Stadt und Kreisstadt des Landkreises Celle in Niedersachsen, Deutschland mit rund 70.000 Einwohnern.

Celle gilt als südliches Tor zur Lüneburger Heide und ist eine Stadt mit einer pittoresken Altstadt mit über 400 Fachwerkhäusern und einem Schloss im Stil der Renaissance und des Barocks.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt Celle liegt im Urstromtal der Aller, eines Nebenflusses der Weser. Die Stadt befindet sich etwa 35 km nordöstlich von Hannover, 50 km nordwestlich von Braunschweig und 105 km südlich von Hamburg. Mit 70.000 Einwohnern ist sie neben Lüneburg die größte niedersächsische Stadt zwischen Hannover und Hamburg.

Die Fläche des Stadtgebiets beträgt 176,05 km². Innerhalb des Stadtgebiets münden im Osten der Fluss Lachte und im Westen der Stadt der Fluss Fuhse in die Aller.

Klima[Bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 692 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 39 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im August. Im August fallen 1,5-mal mehr Niederschläge als im Februar. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 1 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt gliedert sich in folgende Stadtteile (Zahlen vom 1. Januar 2011[2]) auf:

Stadtteil
Einwohner
Fläche
in km²
Einwohner
pro km²
Altencelle 4.945 24,280 203
Altenhagen 892 7,102 125
Blumlage/Altstadt 8.394 4,011 2.173
Bostel 584 5,359 109
Boye 819 8,449 97
Garßen 2.819 32,891 88
Groß Hehlen 2.929 14,950 196
Hehlentor 7.721 3,530 2.187
Hustedt 716 14,198 50
Klein Hehlen 5.526 4,997 1.105
Lachtehausen 613 7,461 82
Neuenhäusen 7.868 2,970 2.648
Neustadt/Heese 10.597 10,216 1.037
Scheuen 1.051 13,093 80
Vorwerk 2.644 3,894 679
Westercelle 6.987 7,967 877
Wietzenbruch 4.875 10,671 456
Gesamt 69.980 176,045 397

Geschichte[Bearbeiten]

Mittelalter[Bearbeiten]

Rest der alten Stadtmauer von 1530

Als Kellu (Siedlung am Fluss)[3][4] wurde Celle 985 erstmals urkundlich erwähnt. Im 11. Jahrhundert verfügte die Stadt über das Münzrecht. Einige Münzen sind im Münzfund von Sandur auf den Färöern enthalten. 1292 gab Herzog Otto II. der Strenge Altencelle auf, wo sich bereits im 10. Jahrhundert eine Wehranlage in Form des Ringwalls von Burg befand. Er gründete 4 km nordwestlich eine rechteckige Siedlung an der bereits bestehenden Burg. 1301 wurde das Stadtrecht gewährt.[5] Zur gleichen Zeit begann der Bau der Stadtkirche.

Im Jahre 1378 wurde Celle Residenz der Herzöge von Sachsen-Wittenberg. Ab 1433 residierten die Fürsten von Lüneburg im Schloss. 1453 gründete Herzog Friedrich der Fromme vor den Toren der Stadt ein Franziskaner-Kloster. Am 3. Oktober 1453 genehmigte Papst Nikolaus V. die Verlegung des Konvents in die Stadt.[6] Im Jahr 1464 ermöglichte das Kornschifffahrtsmonopol einen wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt.

Frühe Neuzeit[Bearbeiten]

Karte der Altstadt (um 1740)
Altes Rathaus in Weserrenaissance (1579)
Historisches Oberlandesgerichtsgebäude

1524 wurde die Reformation in Celle eingeführt. Im Jahre 1570 erbaute Herzog Wilhelm die Schlosskapelle, die 1585 eingeweiht wurde. 1660 errichtete Herzog Christian Ludwig von Celle in Altenhagen einen Reiherpfahl mit Inschrift, der an die Reiherbeize mit Edelfalken erinnert. Von 1665 bis 1705 erlebte Celle eine kulturelle Blüte als Residenz unter Herzog Georg Wilhelm. Dies ist besonders auf seine französische Gattin, Eleonore d’Olbreuse, zurückzuführen, die hugenottische Glaubensgenossen und italienische Baumeister nach Celle holte. In dieser Zeit wurden der Französische und der Italienische Garten angelegt und das barocke Schlosstheater errichtet.

Im Jahre 1705 verstarb der letzte Celler Herzog und vererbte das Fürstentum Lüneburg an die hannoverschen Welfen. Celle gehörte nun zum Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg. Als Ersatz für den Verlust des Status als Residenzstadt erhielt Celle zahlreiche Verwaltungseinrichtungen wie das Oberappellationsgericht, das Zuchthaus und das Landgestüt. Damit begann die Entwicklung zur Beamten- und Juristenstadt. Noch heute sind u. a. das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen und das für den größten Teil Niedersachsens zuständige Oberlandesgericht in Celle ansässig. Zugleich findet sich in Celle eine Justizvollzugsanstalt (kurz JVA Celle) mit ihrer Außenstelle Salinenmoor 11 km nördlich der Innenstadt. Dass die Celler Bürger einst − vor die Wahl gestellt − lieber das Zuchthaus nach Celle holten als eine angebotene Universität, um die Unschuld ihrer Töchter zu schützen, ist nicht belegbar, hält sich aber hartnäckig als Anekdote im Volksmund.

1786 gründete Albrecht Thaer die erste deutsche Landwirtschaftliche Versuchsanstalt in den Dammasch-Wiesen (heute Thaers Garten). Die Albrecht-Thaer-Schule ist heute Teil eines Berufsbildungszentrums im Celler Stadtteil Altenhagen.

Moderne[Bearbeiten]

Otto Haesler: Siedlung „Italienischer Garten“ in Celle, 1924/25

Im Jahre 1842 wurde die Cambridge-Dragoner-Kaserne für das gleichnamige nach Adolphus Frederick, 1. Duke of Cambridge benannte hannoversche Regiment errichtet. Nach Erweiterung 1913 und Wiederaufbau nach partiellem Brandschaden 1936 wurde die Kaserne 1945 in Goodwood Baracks umbenannt und war von 1976 bis 1996 Sitz der Panzerbrigade 33 der Bundeswehr; die abermalige Umbenennung in Cambridge-Dragoner-Kaserne erfolgte 1980. Seit 1996 ist das Gelände insbesondere Sitz eines der größten Jugendzentren Niedersachsens (CD-Kaserne).

Von 1869 bis 1872 erfolgte der Bau einer Infanteriekaserne für das Infanterieregiment Nr. 77. 1938 wurde die Kaserne in Heidekaserne umbenannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Kaserne durch britische Truppen genutzt, welche 1993 das Gelände verließen. Heute befindet sich im restaurierten Backsteingebäude das Neue Rathaus mit der Celler Stadtverwaltung, auf den umliegenden Freiflächen wurden Wohngebäude errichtet und der Stadtpark angelegt.

1892 wurde − mit zahlreichen Bürgerspenden − das heutige Bomann-Museum mit wichtigen volkskundlichen und stadtgeschichtlichen Sammlungen gegründet. 1913 wurde der 74 m hohe Glockenturm der Stadtkirche errichtet, dessen Glockenwerk 2008 umfassend erneuert wurde. Ende der 1920er-Jahre entstand eine Seidenspinnerei, die mit der von Peine 1932 zur Seidenwerk Spinnhütte AG fusionierten. Die Aktionäre dieser privaten Aktiengesellschaft wurde nach 1936 durch Umwandlung ausstehender Kredite der Bank der deutschen Luftfahrt, die zum Einflussbereich des Reichsluftfahrtministeriums gehörte, sowie einer Bilanzmanipulation enteignet, und das Vermögen der AG in die „Mitteldeutsche Spinnhütte GmbH“ überführt. Hintergrund dieser Aktion war der, dass die Zahlen und Daten der GmbH nicht veröffentlicht werden mussten und damit auch die Produktionszahlen geheim gehalten werden konnten. Hauptprodukt der Spinnhütte war Fallschirmseide, die für die Ausrüstung der seit 1936 aufgestellten Fallschirmjägertruppe benötigt wurde, daneben wurden in geringem Umfange noch zivile Produkte hergestellt. Im Rahmen des Ausbaus der Mitteldeutschen Spinnhütte GmbH wurden Zweigwerke in Peine, Plauen, Wanfried, Apolda, Osterode und Pirna errichtet. Dazu kamen noch Betriebe in Telgte sowie während des Krieges in Serbien. In unmittelbarer Nähe der Spinnhütte Celle wurde in den 1930er Jahren die Reichsforschungsanstalt für Seidenbau errichtet, die nach dem Zweiten Weltkrieg in Bundesforschungsanstalt für Kleintierzucht umbenannt wurde. In der 1940 fertiggestellten Hauptverwaltung der Mitteldeutschen Spinnhütte GmbH befindet sich heute das Landessozialgericht Niedersachsen.[7] Gegen Ende des Krieges fanden in einem Nebengebäude der Spinnhütte im Rahmen des „Uranvereins“ Versuche zur Urananreicherung mit Hilfe der Ultrazentrifuge statt. Diese Arbeiten standen unter der Leitung des Hamburger Physikochemikers Paul Harteck.[8]

Im September 1929 eröffnete Rudolph Karstadt ein Karstadt-Warenhaus in der Celler Innenstadt, welches in seiner Fassadengestaltung baugleich war mit dem Karstadt-Warenhaus am Berliner Hermannplatz. Die Celler Filiale wurde Mitte der 1960er Jahre abgerissen und durch einen umstrittenen Neubau ersetzt, der mit seinen Alu-Verstrebungen das Celler Fachwerk andeuten soll.

Zeit des Nationalsozialismus[Bearbeiten]

Während der Reichspogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938 sah man nur deswegen von einer kompletten Zerstörung der Synagoge ab, weil Gefahr für eine angrenzende Lederfabrik sowie weitere Teile der historischen Altstadt bestanden hätte.

Am 8. April 1945 kam es zum einzigen alliierten Luftangriff auf Celle während des Zweiten Weltkriegs, bei dem die Bahnhofsanlagen das Ziel waren. Mehrere wartende Züge, in denen sich auch etwa 4000 KZ-Häftlinge befanden, wurden schwer getroffen, hunderte Menschen kamen dabei ums Leben. Einem Teil der KZ-Insassen aus den Zügen gelang die Flucht ins nahe Neustädter Holz, jedoch erschossen SS-Wachmannschaften und Celler Bürger in den darauf folgenden zwei Tagen einen Großteil der Flüchtlinge. Die Opferzahl wird mit mindestens 170 Personen angenommen. Von den Tätern zynisch „Celler Hasenjagd“ genannt, stellt das Massaker das dunkelste Kapitel der Celler Stadtgeschichte dar.[9]

Eine größere Zerstörung der Stadt wurde dadurch verhindert, dass die Stadt am 12. April 1945 ohne Widerstand den alliierten Truppen übergeben wurde.

Militär[Bearbeiten]

Verabschiedung des Royal Regiment of Fusiliers durch Oberbürgermeister Dirk-Ulrich Mende und General Sir Peter Wall

Die lange Tradition Celles als Standort militärischer Einrichtungen begann bereits Mitte des 19. Jahrhunderts mit Errichtung der Cambridge-Dragoner-Kaserne sowie der Infanteriekaserne.

In der Zeit des Nationalsozialismus hatten Teile der Infanterie-Regimenter 17 und 73 sowie des Artillerie-Regiments 19 in Celle ihre Garnison. Celle war Sitz eines Wehrbezirkskommandos und eines Wehrmeldeamtes. Darüber hinaus war Celle einer der wichtigsten Standorte der Nebelwerfer- und Entgiftungstruppe der Wehrmacht.

Der Status als Garnisonsstadt blieb Celle auch nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten. In einige Kasernen zogen britische Truppen ein. Andere Kasernen (darunter die Freiherr-von-Fritsch-Kaserne in Scheuen und die Cambridge-Dragoner-Kaserne in der Innenstadt) dienten später als Standorte für die Panzerbrigade 33 „Celle“ der Bundeswehr. Der Heeresflugplatz Celle (Immelmann-Kaserne) im Stadtteil Wietzenbruch ist heute Standort des Ausbildungszentrums der Heeresfliegerwaffenschule. Ab den 1990er Jahren wurden mehrere Kasernen im Zuge der Konversion in zivile Nutzungen überführt. So beherbergt die ehemalige Heidekaserne das Neue Rathaus, die ehemalige Cambridge-Dragoner-Kaserne das Jugend- und Kulturzentrum CD-Kaserne. Insgesamt hat Celle seit dem Ende des Kalten Krieges einen Großteil seiner Funktion als Garnisonsstadt eingebüßt. Die verbleibenden militärischen Einrichtungen stellen aber nach wie vor einen nicht unbedeutenden Wirtschaftsfaktor für Celle dar.

Nach 67 Jahren britischer Militärpräsenz in Celle zog im August 2012 die letzte britische Einheit mit rund 600 Soldaten ab, das zweite Bataillon des Royal Regiment of Fusiliers. Es war in der ehemaligen von-Seeckt-Kaserne, danach Trenchard Barracks, untergebracht. Die Einheit wurde nach Zypern auf die Militärbasen Akrotiri und Dekelia verlegt. [10] [11]

Nachkriegszeit[Bearbeiten]

Celle bewarb sich nach dem Zweiten Weltkrieg neben Bonn und Frankfurt am Main sowie einigen anderen Städten als Sitz für den Parlamentarischen Rat. Allerdings fiel die Wahl am Ende auf Bonn und nicht auf Celle.

Am 1. Januar 1973 verlor die Stadt den Status einer kreisfreien Stadt und wurde damit die größte Gemeinde im Landkreis Celle. Ebenso bildete es die größte Stadt des neu geschaffenen Regierungsbezirks Lüneburg. Die Ortschaften Ummern, Pollhöfen und Hahnenhorn wurden an den Landkreis Gifhorn angegliedert. Seitdem betreut das Kirchspiel Hohne sechs Dörfer (Hohne, Helmerkamp, Spechtshorn, Ummern, Pollhöfen und Hahnenhorn) in zwei Landkreisen. In die Stadt Celle wurde zugleich eine Reihe von Dörfern der näheren Umgebung eingemeindet.

Am 25. Juli 1978 wurde vom niedersächsischen Verfassungsschutz ein fingierter Sprengstoffanschlag an der Außenmauer der Justizvollzugsanstalt verübt. Dieses Ereignis wurde als Celler Loch bekannt.

2001 wurde die Stadt Celle beim ersten Bundeswettbewerb Unsere Stadt blüht auf als Sieger mit der Goldmedaille geehrt.[12]

2004 wurde der Regierungsbezirk Lüneburg mit allen weiteren niedersächsischen Regierungsbezirken wieder aufgelöst. Celle ist momentan die zwölftgrößte Stadt Niedersachsens.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Celle hatte im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur wenige tausend Einwohner. Die Einwohnerzahl wuchs nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Erst mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. Lebten 1818 erst 8.800 Personen in der Stadt, so waren es 1900 bereits 20.000. Durch Eingemeindungen am 1. April 1939 kam es zu einem weiteren Anstieg auf 38.000 Einwohner.

Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg führten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten innerhalb weniger Monate zu einem Anstieg der Einwohnerzahl um 17.000 Personen auf 55.000 im Dezember 1945. Eingemeindungen am 1. Januar 1973 brachten einen Zuwachs von 18.691 auf 75.178 Einwohner, den historischen Höchststand.

Am 30. Juni 2005 betrug die Amtliche Einwohnerzahl nach Fortschreibung des Niedersächsischen Landesamtes für Statistik 71.402 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Für 1818 handelt es sich um eine Schätzung, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die ortsanwesende Bevölkerung, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Jahr Einwohner
1818 8.800
3. Dezember 1855 ¹ 13.117
3. Dezember 1861 ¹ 14.100
3. Dezember 1864 ¹ 14.900
3. Dezember 1867 ¹ 16.200
1. Dezember 1871 ¹ 16.147
1. Dezember 1875 ¹ 18.200
1. Dezember 1880 ¹ 18.800
1. Dezember 1885 ¹ 18.800
1. Dezember 1890 ¹ 18.901
2. Dezember 1895 ¹ 19.438
Jahr Einwohner
1. Dezember 1900 ¹ 19.883
1. Dezember 1905 ¹ 21.390
1. Dezember 1910 ¹ 23.263
1. Dezember 1916 ¹ 20.521
5. Dezember 1917 ¹ 19.997
8. Oktober 1919 ¹ 23.589
16. Juni 1925 ¹ 25.456
16. Juni 1933 ¹ 27.734
17. Mai 1939 ¹ 37.799
31. Dezember 1945 55.059
29. Oktober 1946 ¹ 52.281
Jahr Einwohner
13. September 1950 ¹ 59.667
25. September 1956 ¹ 57.239
6. Juni 1961 ¹ 58.506
31. Dezember 1965 58.766
27. Mai 1970 ¹ 57.155
31. Dezember 1975 74.347
31. Dezember 1980 72.820
31. Dezember 1985 70.482
25. Mai 1987 ¹ 71.222
31. Dezember 1990 72.260
31. Dezember 1995 73.936
Jahr Einwohner
31. Dezember 2000 72.127
30. Juni 2005 71.402
1. Januar 2006 71.371
1. Januar 2008 70.850
1. Januar 2009 70.596
1. Januar 2010 70.154
31. Dezember 2011 69.972
31. Dezember 2012 69.573
31. Dezember 2013 69.459

¹ Volkszählungsergebnis

Politik[Bearbeiten]

Bei Bundestagswahlen gehört die Stadt Celle zum Wahlkreis Celle–Uelzen. 1983, 1987, 1990 und 1994 konnte Klaus-Jürgen Hedrich (CDU) die Direktwahl für sich bestreiten. 1998, 2002 und 2005 konnte Peter Struck (SPD) die Mehrheit erzielen. 2009 und 2013 erhielt Henning Otte (CDU) das Direktmandat.

Bei Landtagswahlen bildet Celle mit einzelnen Umlandgemeinden den Wahlkreis Celle. 2003 sowie 2008 lag hier die Stimmenmehrheit bei der CDU.

Stadtrat[Bearbeiten]

Der Stadtrat besteht aus 42 gewählten Mitgliedern sowie dem direkt gewählten Oberbürgermeister. Ihm gehören folgende Parteien bzw. Wählergemeinschaften an:

CDU SPD FDP Grüne WG BSG-CE REP Linke Unabhängige Gesamt
2006 17 (41,3 %) 13 (30,6 %) 5 (12,4 %) 4 (8,9 %) 1 (3,4 %) 1 (1,4 %) 1 (1,2 %) 0 0 42 Sitze [14]
2011 14 (32,9 %) 13 (32,4 %) 2 (4,2 %) 5 (11,1 %) 2 (4,1 %) 1 (2,5 %) 0 1 (2,5 %) 4 (10,2 %) 42 Sitze

letzte Kommunalwahl am 11. September 2011[15]

Oberbürgermeister[Bearbeiten]

  • 1877–1895: Otto Hattendorf (1822–1905)
  • 1895−1924: Wilhelm Denicke (1852–1924)
  • 1924–1945: Ernst Meyer (1887–1948)
  • 194500000: Max Vogel
  • 1945–1946: Walther Hörstmann (1898–1977)
  • 1946–1948: Richard Schäfer
  • 1948–1952: Franz-Georg Guizetti (1901–1983)
  • 1952–1964: Wilhelm Heinichen (1883–1967)
  • 1964–1973: Kurt Blanke (1900–1997)
  • 1973–1986: Helmuth Hörstmann (1909–1993)
  • 1986–2001: Herbert Severin
  • 2002–2008: Martin Biermann (CDU)
  • 2009–0000: Dirk-Ulrich Mende (SPD)

Wappen[Bearbeiten]

Großes Wappen Celle

Blasonierung: „In Blau eine mit Zinnen versehene silberne Mauer, auf der drei Türme mit roten Dächern stehen. In der schwarzen Toröffnung ist ein schräggelehntes goldenes Schildchen angeordnet, darin ein aufrechter, von sieben roten Herzen umgebener blauer Löwe.“[16]

Der Helm auf dem großen Stadtwappen wird wie folgt beschrieben: „Auf dem Schild befindet sich ein blau-weiß bewulsteter Helm mit außen blauer und innen silberner Helmdecke. Auf ihm stehen zwei mit der Spitze aufgerichtete, mit der Schneide einwärts gekehrte und am Rücken mit grünen Pfauenspiegeln besteckte, auswärts geneigte silberne Sicheln mit roten Griffen.“

Flagge[Bearbeiten]

Die Stadtflagge ist geteilt in zwei gleich großen Bahnen in den Stadtfarben Blau und Weiß. Sie kann zusätzlich das Stadtwappen enthalten.[17]

Dienstsiegel[Bearbeiten]

Die Stadt Celle führt ein Dienstsiegel, welches das Siegelbild des ältesten Stadtsiegels von 1288 mit der Umschrift „Stadt Celle“ zeigt. Es stellt ein zwischen zwei Mauertürmen liegendes Torgebäude dar, in dessen offenem Torbogen unter einer Helmzier auf einem nach links schräg gelehnten Schild der herzoglich-lüneburgische Löwe angebracht ist.[18]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Die Stadt Celle gehört dem Lüneburgischen Landschaftsverband an.

Museen[Bearbeiten]

Das Bomann-Museum, vorne der Schlossgraben, im Hintergrund die Stadtkirche

Das Bomann-Museum gegenüber dem Schloss zeigt Sammlungen zur Volkskunde Niedersachsens, zur Stadtgeschichte und zur hannoverschen Landesgeschichte. Es beherbergt ein vollständiges niedersächsisches Bauernhaus. Eine Ausstellung umfasst Funde zur Ur- und Frühgeschichte. Das Museum besitzt Werke des Künstlers Eberhard Schlotter. Gezeigt wird auch die Sammlung Tansey, eine der größeren bekannten deutschen Sammlungen von Miniaturen. An das Bomann-Museum ist zudem das Kunstmuseum Celle mit der Sammlung Robert Simon angegliedert; hier ist auch das erste 24-Stunden-Kunstmuseum der Welt zu finden.

Das Residenzmuseum im Celler Schloss zeigt in den barocken Räumen unter anderem Stuckdecken italienischer Meister, sowie eine Ausstellung, die das Fürstenhaus der Welfen dokumentiert. Daneben ist eine Sammlung von „Celler Silber“ (eine Schenkung der Familie Tansey) zu sehen.



Mit der Geschichte der Garnison Celle von 1866 bis heute befasst sich das Celler Garnison-Museum, während das Schützenmuseum im „Haus der Stadtmauer“ dem Celler Schützenwesen gewidmet ist. Das bis Ende Februar 2013 bestehende Deutsche Stickmuster-Museum im Rokoko-Palais im Prinzengarten dokumentierte vier Jahrhunderte Frauengeschichte am Beispiel der Stickmusterkultur. Das Wirken des Celler „Neues Bauen“-Architekten Otto Haesler zeigt das Haesler-Museum. Im 1607 erbauten Treppenspeicher sowie in der 1677 erbauten Orangerie des Instituts für Bienenkunde ist eine Ausstellung zum Imkereiwesen zu sehen.

Theater[Bearbeiten]

Altstadthäuser
Celle Altstadt, Schuhstraße
Hoppener Haus, das bekannteste und schönste Fachwerkhaus der Altstadt von Celle
Stechinellihaus
Abbild von Ernst dem Bekenner am Hoppener Haus in Celle
Die Synagoge von Celle
Kath. Kirche St. Ludwig in Celle
Blick auf das Zentrum der Celler Altstadt

Das Schlosstheater Celle wurde 1674 gegründet und gilt damit als das älteste noch bespielte Theater Deutschlands sowie als das älteste Barocktheater Europas. Es verfügt über eine Hauptbühne und einen Malersaal. Seit 1950 ganzjährig mit einem festen Ensemble bespielt und von 1956/57 bis 1972 von Hannes Razum geleitet, ist es zu bundesweiter Bedeutung gelangt.

Am Rande der Altstadt befindet sich das städtisch geförderte Kleinkunsttheater Kunst & Bühne, dessen Programm von Comedy über Chanson, Jazz und Kabarett bis hin zu Filmvorführungen reicht.

Veranstaltungen[Bearbeiten]

Die Congress Union Celle ist ein Veranstaltungszentrum für Tagungen und Messen sowie für Bühnen-, Musik und Festveranstaltungen.

Das Bunte Haus ist ein gemeinnütziges Kulturzentrum. Schwerpunkt sind Projekte und Veranstaltungen zu gesellschaftlichen Fragen mit den Aspekten Kultur, soziale Arbeit und politische Bildung. Die Mitarbeiter leisten ihre Arbeit ehrenamtlich.

Die CD-Kaserne als städtisches Jugend-Kulturzentrum bietet Raum für Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Film, Kunst und Gesellschaft.

Bauwerke[Bearbeiten]

Die Fachwerk-Altstadt ist die Hauptattraktion der Stadt Celle. Im Zweiten Weltkrieg unbeschadet geblieben, sind dort zahlreiche Fachwerkhäuser aus den letzten Jahrhunderten zu finden, die − vor allem an der Zöllnerstraße und der Neuen Straße − teils aufwändig originalgetreu restauriert wurden. Hierzu zählen auch die Celler Synagoge und das wohl bekannteste Fachwerkhaus, das Hoppener Haus. An seiner Seite befinden sich die Sprechenden Laternen.

Das Celler Schloss geht auf eine Wasserburg des frühen 14. Jahrhunderts zurück, die sich oberhalb einer Furt durch die Aller befand. In der darauffolgenden Zeit als Regierungssitz hat das Schloss zahlreiche Erweiterungs- und Umbauten erfahren, der überwiegende Teil der Bausubstanz stammt aus der Renaissance. Im Schloss befinden sich das seit 1671 bestehende Schlosstheater sowie das Residenzmuseum.

Die Stadtkirche St. Marien ist zwar ebenfalls mittelalterlichen Ursprungs und besitzt eine sehenswerte Gruft sowie Fürstengrabmäler, der Kirchturm jedoch wurde erst 1913 errichtet. Als bedeutendes Bauwerk des Klassizismus gilt die katholische Ludwigskirche von 1838.

1884 wurde das St.-Josef-Stift fertiggestellt. Im Celler Adressbuch für 1890 steht: Joseph’s Stift, Kanonenstraße 9. Clemens Cassel schreibt (Geschichte der Stadt Celle, zweiter Band, S. 447): „Das Gebäude (Bohlenberg 8 und 9), am 3. Januar 1884 in großer Feier eingeweiht, wurde 1930 bedeutend erweitert.“ Die Erweiterung von 1891 findet keine Erwähnung, der Chronist war auch bereits 1925 verstorben.[19]

Stechinellihaus[Bearbeiten]

Das Gebäude bestand ursprünglich aus zwei Häusern, erbaut 1531 und 1541. Unter der morganatischen Ehefrau des Herzogs Christian von Braunschweig wurde dieses 1634 zu einem Gebäude zusammengefügt. 1668 vernichtete ein Brand das Haus. 1675 wurde unter dem Celler Hofrat J. Breyger ein Neubau errichtet. Dieser überließ das Haus seinem Schwiegersohn Francesco Maria Capellini, genannt Stechinelli. Daher hat das Gebäude noch heute seinen Namen Stechinellihaus. 1795–1798 wurde von dem Wachsfabrikanten Jacob Chr. Lampe das Haus im heutigen klassizistischen Stil errichtet. In der folgenden Zeit wechselte mehrmals der Eigentümer. Heute sind im Untergeschoss Geschäfte eingerichtet.

Parks[Bearbeiten]

Der historische Französische Garten liegt unmittelbar südlich der Altstadt, hier befindet sich auch das Niedersächsische Landesinstitut für Bienenkunde.[20] Am ehemaligen Standort der Befestigungsanlagen des Herzogschlosses befindet sich heute der Schlosspark mit seinem Schlossgraben, der von dem Stadtgraben gespeist wird. Entlang der Bahnhofstraße verlaufen als öffentlicher Park mit Spielplatz die Triftanlagen.

Rechts der Aller liegen die gern als Ausflugsziel genutzten Dammaschwiesen, unmittelbar schließen sich der Heilpflanzengarten sowie Thaers Garten mit einem Schlösschen an. Am Neuen Rathaus befindet sich der neu angelegte Stadtpark. Bedeutende Grünflächen stellen auch die verschiedenen Friedhöfe der Stadt dar, z. B. der malerische Waldfriedhof mit Naturgarten.

Sport[Bearbeiten]

Von 1968 bis 1973 spielte der Fußballverein TuS Celle in der zweithöchsten deutschen Liga (damals Regionalliga). Nach zwei Insolvenzen und Abstieg gelang für die Spielzeit 2004/2005 der Aufstieg in die Niedersachsenliga, seit 2005 in die Oberliga Niedersachsen Nordost, die fünfthöchste Spielklasse.

Der SV Garßen-Celle spielte seit Mitte der 1990er Jahre Handball in der Zweiten Frauen-Bundesliga Nord. 2009 schaffte der SV Garßen-Celle den Aufstieg in die Erste Bundesliga der Frauen, stieg in der darauffolgenden Saison allerdings wieder ab.

1977 spielte die Herrenmannschaft MTV Celle eine Saison in der 1. Bundesliga im Rollhockey. Erfolgreicher waren einige Jahre später die Damen. Von 1987 bis 1990 wurden sie viermal in Folge Deutscher Meister. 2009 gelang den Herren, nun als MTV Eintracht Celle, die Rückkehr in die Erstklassigkeit. Nach einem Sieg und dem sportlichen Abstieg wurde die Sparte Rollhockey beim MTV Eintracht Celle komplett aufgelöst. Einen Neuanfang gab es beim SV Altencelle.

Für den Landesruderverband Niedersachsen ist Celle einer von fünf Stützpunkten für den Leistungssport (siehe → Regelmäßige Veranstaltungen).

Celle war Gastgeber der Nationalmannschaft von Angola während der Fußball-Weltmeisterschaft 2006.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Celler Wasa-Lauf: Seit 1983 findet in der Celler Innenstadt jährlich am zweiten Sonntag im März der Celler Wasa-Lauf statt. Dieser ist inzwischen eine der größten Laufveranstaltungen Deutschlands unterhalb der Marathondistanz und ist in mehrere Distanzen (Kinderlauf von 2,5 km, Läufe von 5, 10, 15 und 20 km) aufgeteilt. Seit einigen Jahren existieren auch die Disziplinen „Wandern“ mit einer Streckenlänge von 11 km u. a. entlang der Aller und „Walking“ bzw. „Nordic Walking“. 2004 wurde mit 11.232 Sportlerinnen und Sportlern ein Teilnehmerrekord aufgestellt.
  • Sprint-Regatta: Die Celler Sprint-Regatta findet jährlich im Oktober auf der Oberaller an der Ziegeninsel statt und wird von den Vereinen Hermann Billung Celle, Celler Ruderverein und Ruderclub Ernestinum-Hölty Celle ausgerichtet.
  • Celler Triathlon: Jährlich am letzten Wochenende im August findet der Celler Triathlon statt. Dieser wurde anfänglich von der Sektion Celle des Deutschen Alpenvereins und seit mehreren Jahren nun vom SV Altencelle organisiert.
  • Inliner- und Handbiker-Marathon: Seit 2001 richtet die Stadt Celle den Inliner- und Handbiker-Marathon von Hannover nach Celle aus. Dabei handelt es sich um eines der größten Rennen seiner Art in Deutschland. Im Jahr 2007 wurde im Rahmen dieser Veranstaltung die „Speedskating-Europameisterschaft der Masters“ ausgetragen.
  • Schützenfest Celle: Das Schützenfest Celle ist eines der größten Schützenfeste in Niedersachsen. Das Fest findet immer im Juli statt und kann auf eine Jahrhunderte alte Tradition zurückblicken. Seit 1928 richtet der Große Schafferrat der „Fünf vereinigten Celler Schützengesellschaften“ das gemeinsame Fest aus.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

In Celle sind industrielle Betriebe des Maschinenbaus, der Bohr- und Erdöltechnik (Baker Hughes, Halliburton, Bohrmeisterschule), der Elektronik, der Nahrungsmittelherstellung und der Metall-, Holz- und Kunststoffverarbeitung beheimatet. Hinzu kommen Druckfarbenherstellung (Hostmann-Steinberg GmbH), Papierverarbeitung (Werner Achilles Glanzfolien-Kaschieranstalt GmbH) sowie der Musikinstrumentenbau (u. a. Moeck). Bedeutender Wirtschaftszweig ist auch der Fremdenverkehr. Das Niedersächsische Landgestüt, das die Zucht des Hannoveraner Pferdes betreibt, ist in Celle beheimatet.

Im Dienstleistungssektor sind vor allem Verwaltungs- und Justizeinrichtungen von Bedeutung, darunter z.B. das Oberlandesgericht Celle und das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen. Darüber hinaus spielen auch Land- und Forstwirtschaft noch eine Rolle.

Nahrungsmittel[Bearbeiten]

Celle ist Standort der Knäckebrotfabrik der Barilla Wasa Deutschland GmbH in Deutschland. Der hochprozentige Kräuterlikör der Marke „Ratzeputz“ der Firma „C.W. Baland & Langebartels Peter Weidmann Erben GmbH“ wurde früher direkt in der Celler Altstadt und wird heute im Industriegebiet Westercelle hergestellt. Dort entsteht auch das von der Brauerei Carl Betz gebraute „Celler Bier“ in sechs verschiedenen Sorten. Der Kräuterlikör Alter Provisor aus Celle wird hingegen weiterhin im Celler Stadtzentrum in der Rats-Apotheke Celle von Dr. Jost Greve produziert.[21]

Eine weitere Celler Spezialität ist die Rohe Roulade. Sie wurde bereits in der Nachkriegszeit in dem als Schützentreff bekannt gewordenen Gasthaus Krohne, Im Kreise 12 in der Altenceller Vorstadt, gegessen und wird heute in mehreren Celler Gaststätten angeboten.

Transport und Logistik[Bearbeiten]

Ehemaliges Postgebäude von 1886/87

Die Osthannoversche Eisenbahnen AG (OHE) und deren Tochtergesellschaft Erixx als Güter- und Personenverkehrsunternehmen im norddeutschen Streckenraum haben ihren Firmensitz in Celle.

In Celle ansässig sind zudem das Postverteilzentrum der Deutsche Post AG für das Postleitzahlengebiet 29.

Medien[Bearbeiten]

Als Tageszeitung erscheint die „Cellesche Zeitung“ mit einer Auflage laut IVW von 27.455 Exemplaren (Stand II. Quartal 2014). Daneben erscheinen zweimal pro Woche der „Celler Kurier“ und zweiwöchentlich der „Celler Blitz“ sowie das täglich aktualisierte Online-Magazin „Celler Scene“ [22]. Ebenfalls monatlich erscheint der „Celler Blickpunkt“. Seit 2010 erscheint die täglich aktualisierte Netzzeitung CelleHeute, zusätzlich mit Podcasts und TV-Beiträgen über CelleHeute.TV.[23] Seit Oktober 1999 erscheint etwa zweimonatlich die Zeitschrift „revista“ als „linke zeitung für politik und kultur in celle“.[24] Zum regionalen Stadtfernsehen gehört TVcelle[25] mit Berichten über lokale Ereignisse. Das Celler Krankenhausradio „Radio Celle 1“ sendet seit 1990 täglich ehrenamtlich für die Patienten des Allgemeinen Krankenhauses. Seit 2008 ist das Programm rund um die Uhr zu hören.

Friedhöfe[Bearbeiten]

Grünanlage Hehlentorfriedhof

Der Hehlentorfriedhof, der seinen Namen von dem Celler Stadtteil Hehlentor erhielt, wurde 1536 angelegt, als der Friedhof an der Stadtkirche zu klein geworden war. Die Leichenkapelle auf dem Friedhof diente ab 1676, während des Umbaus der Stadtkirche, gleichzeitig als Ersatzkirche. 1826 wurde die Harburger Straße durch das Friedhofsgelände gebaut und teilte das Gelände. Westlich dieser Straße befinden sich verschiedene Kriegsgräber des Ersten Weltkriegs (1914–1918) und des Zweiten Weltkriegs (1939–1945). Außerdem, neben anderen, die Grabstätte des Kommandeurs des Königlich Hannoverschen Regiments Garde du Corps, August Christoph Friedrich von Reitzenstein (1772–1830). Der östliche Teil des Hehlentorfriedhofes wurde bis zur Öffnung des Stadtfriedhofes 1919 für Beisetzungen genutzt. Hier befindet sich unter anderem die Grabstätte des Celler Ehrenbürgers Gerhard Lucas Meyer (1830–1916). 1982/83 wurde der Friedhof von der Stadt in eine öffentliche Grünanlage umgestaltet. 296 von den ehemals 1.400 alten Grabstellen blieben erhalten und wurden mit einbezogen.

Weitere Celler Friedhöfe sind Stadtfriedhof, Waldfriedhof, Neuenhäuser Friedhof, War Cemetery, alter Neustädter Friedhof, jüdischer Friedhof und der Friedhof Westercelle. [26]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten]

Celle liegt an der Bahnstrecke Hannover–Hamburg. Der Bahnhof gehört zur Kategorie 3. An ihm halten stündlich InterCity-Züge nach Hannover und Hamburg sowie zur Tagesrandzeit vereinzelt ICE-Züge. Im Regionalverkehr verbinden die metronom-Züge Celle mit Uelzen sowie Hannover und Göttingen. Celle ist Endpunkt der Linien S 6 und S 7 der S-Bahn Hannover.

Der Streckenabschnitt zwischen Celle und Großburgwedel wurde in den 1920er Jahren am Ostrand des als Wietzenbruch bezeichneten Waldgebietes erbaut. Diese Strecke ersparte den Zügen der Nord-Süd-Verbindung das Kopfmachen in Hannover. Aufgrund der dünn besiedelten Gegend erhielt die Strecke den Spitznamen „Hasenbahn“. Durch den geraden Streckenverlauf eignete sie sich als Schnellfahrstrecke zum Testen und für Rekordfahrten, u.a. mit dem Schienenzeppelin. 1965 wurde die Strecke elektrifiziert, später wurde sie für den regelmäßigen Verkehr mit 200 km/h ertüchtigt.[27]

Früher existierende Bahnverbindungen von Celle über Schwarmstedt nach Bremen („Allertalbahn“) und über Plockhorst nach Braunschweig wurden in den 1970er Jahren aufgegeben und inzwischen weitgehend rückgebaut. 2004 wurde auch die letzte verbliebene Nebenstrecke von Gifhorn nach Celle über Wienhausen, die auf Teilstücken noch für Güterverkehr genutzt wurde, endgültig stillgelegt und mit dem Rückbau im Stadtgebiet begonnen.

Die Osthannoversche Eisenbahnen (OHE) betreibt im Güterverkehr mehrere Nebenstrecken im Raum Celle, u. a. nach Wittingen, Soltau und Munster. Hier fahren zudem vereinzelt Museums- und Sonderzüge.

Die Bahnstrecke Lehrte–Celle stellt eine wichtige Strecke für den Güterverkehr dar und wurde darüber hinaus ab 1998 zu einer modernen S-Bahn-Strecke umgebaut.

Ein seit 1907 durch die Celler Straßenbahn betriebenes Straßenbahnnetz aus zwei Linien wurde zwischen 1954 und 1956 aufgegeben und rückgebaut.

Straße[Bearbeiten]

Wichtige Anbindungen sind:

Luftbrückendenkmal beim Heeresflugplatz Celle
Celler Hafen

Luftverkehr und Luftsport[Bearbeiten]

In etwa 35 km Entfernung befindet sich der Flughafen Hannover-Langenhagen mit internationalen Verbindungen.

Der Heeresflugplatz Celle befindet sich 4,5 km südwestlich der Stadtmitte am Rand des Stadtteils Wietzenbruch. Von hier wurden 1948/49 im Rahmen der Berliner Luftbrücke Versorgungsflüge nach West-Berlin durchgeführt. Heute wird der Fliegerhorst überwiegend von der Heeresfliegerwaffenschule als Ausbildungsflugplatz für Hubschrauberpiloten genutzt.

Der Flugplatz Celle-Arloh nahe dem Stadtteil Scheuen (4 km nördlich) dient dem Sportflug. Zusätzlich werden Rundflüge über die Stadt Celle und in die Lüneburger Heide angeboten. Ebenfalls bei Scheuen befindet sich ein Segelfluggelände.

Allerwehr und Brücke mit Bundesstraße 3

Schifffahrt[Bearbeiten]

Der Celler Hafen wird heute nur noch touristisch genutzt. Die Aller ist ab Celle flussabwärts als Bundesschifffahrtsstraße klassifiziert, flussaufwärts verhindert ein Wehr eine durchgängige Befahrbarkeit der Aller. In früheren Jahrhunderten war Celle ein bedeutender Umschlagplatz für den Schiffsverkehr zwischen Braunschweig und den Häfen in Bremen über Oker, Aller und (Unter-) Weser. Bremer und Braunschweiger Kaufleute hatten mit den Celler Herzögen und später der Stadt Celle detaillierte Verträge, um den Transport sicherzustellen, da die Stromschnellen der Aller im Celler Stadtgebiet ein Umladen im Hafen erforderlich machten.

Ab 1900 ging das Transportaufkommen im Celler Hafen zunehmend zurück und verlagerte sich auf Straße und Schiene. Wesentlich blieben bis 1970 noch der Getreidetransport zur Celler Rathsmühle und der Transport von Kalisalzen.

Nahverkehr[Bearbeiten]

Die Firma CeBus betreibt 8 Buslinien im Stadtgebiet. Im Regional-Busverkehr gibt es etwa 15 Buslinien, mit denen die Gemeinden im Landkreis Celle erreicht werden können. Teilweise werden Stadt- und Regionalbuslinien miteinander kombiniert, einige Linienverkehre der Regionallinien werden mit sogenannte AnrufLinienFahrten (ÖPNV-Sonderformen) bedient. In den Abendstunden und am Wochenende verkehrt ein Ruftaxi (AST). Seit dem 12. November 2011 betreibt der Landkreis Celle in Zusammenarbeit mit der Firma CeBus zwei (ehem. vier) Nachtbus-Linien, den so genannten „Kulturbus“, für zunächst zwei Jahre.

Bildung[Bearbeiten]

Allgemeinbildende Schulen[Bearbeiten]

In Celle bestehen als Gymnasien das Hermann-Billung-Gymnasium mit den Schwerpunkten Mathematik-Naturwissenschaften, Spanisch und bilingualer Unterricht (Geschichte ab Stufe 7 auf Englisch), das Kaiserin-Auguste-Viktoria-Gymnasium mit den Schwerpunkten Musik und europäischer Austausch, das bereits 1328 als Lateinschule gegründete Ernestinum mit Latein und Altgriechisch sowie das Hölty-Gymnasium mit einem Angebot für Russisch und einem mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig.

Weitere allgemeinbildende Schulen sind drei Realschulen (Westercelle, Auf der Heese, Burgstraße), sechs Grund- und Hauptschulen (Altstadt, Blumlage, Groß Hehlen, Heese-Süd, Neustadt, Wietzenbruch) sowie neun reine Grundschulen. Hinzu kommen noch als Grundschule die „Katholische Schule“ sowie als Grund- und Realschule die „Freie Aktive Schule Celle“ des Montessori-Aktiv e.V.

Berufsbildende Schulen[Bearbeiten]

In Celle gibt es vier Berufsbildende Schulen (BBS): die BBS I – Wirtschaft und Verwaltung –, die BBS II (Axel-Bruns-Schule) – Technik, Gestaltung, Informatik –, die BBS III – Gesundheit und Soziales – sowie die BBS IV (Albrecht-Thaer-Schule) – Agrarwirtschaft, Hauswirtschaft, Ernährung. An allen vier Schulen existieren Einrichtungen der ein- und zweijährigen Fachoberschule, die zur Fachhochschulreife führen. Alle Schulen, mit Ausnahme der BBS III, bieten auch entsprechende Fachgymnasien an, die mit der allgemeinen Hochschulreife abschließen. Ergänzend zur BBS III besteht in Celle eine anerkannte Ersatzschule für Soziales, die „Schule der Lobetalarbeit“ in Trägerschaft der evangelischen Kirche. An dieser Schule besteht die Möglichkeit, soziale Berufe zu erlernen sowie das Fachabitur zu absolvieren.

Damit gibt es in Celle neben den allgemeinbildenden Gymnasien auch Fachgymnasien für Wirtschaft, Technik, Ernährung und Soziales.

Pädagogische Akademie Celle (1946−1953)[Bearbeiten]

Von 1946 bis 1953 war Celle Sitz der „Pädagogischen Akademie Celle – Adolf-Reichwein-Hochschule“, die mit dem Pädagogen Hans Bohnenkamp als Direktor gegründet wurde. Die Hochschule hatte zeitweise ihr Domizil in der „Altstädter Schule“. Insgesamt waren 26 Dozenten in der Zeit in Celle an der Hochschule tätig, 493 Studenten absolvierten die viersemestrige Ausbildung zum Volksschullehrer. Die Hochschule verfügte über eine eigene Zeitschrift, die „Glashausblätter“. Im Jahr 1953 zog die Hochschule vor allem wegen der problematischen Raumsituation um nach Osnabrück, in das Osnabrücker Schloss. Die PH Osnabrück wurde dort zu einem Vorläufer der heutigen Universität Osnabrück. Ein bekannter Absolvent der damaligen Hochschule war Johannes Poeppel, der später Generalleutnant und Generalinspekteur des Heeres wurde.[28]

Weitere Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

Seit 2003 ist Celle Standort der privaten Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW), die hier die Studiengänge Mechatronik und Bachelor of Business Administration anbietet.

Eine weitere wichtige Bildungseinrichtung in Celle ist die Bohrmeisterschule als Fachschule für Bohr-, Förder- und Rohrleitungstechnik.

In Celle befinden sich auch eine der beiden niedersächsischen Landesfeuerwehrschulen sowie die Celler Schule, ein von der Gema-Stiftung getragenes Förderseminar für Nachwuchs-Liedtexter (1996−2008, ab 2009 in Springe).

Celle ist ferner Sitz des Auditoriums Celle, einer Fortbildungseinrichtung der Notarkammer für den Oberlandesgerichtsbezirk Celle. Das Auditorium Celle bietet außer Fortbildungsveranstaltungen für amtierende Notare und Notarinnen sowie für Notariatsmitarbeiter Repetitorien für Bewerber auf das Amt als Notar zur Vorbereitung auf die notarielle Fachprüfung an, weshalb es einer großen Anzahl von Rechtsanwälten und Rechtsanwältinnen weit über den Oberlandesgerichtsbezirk Celle bekannt ist.

Darüber hinaus gibt es in Celle eine Volkshochschule, zu der mehrere Außenstellen in umliegenden Gemeinden gehören.

Das Auditorium Celle ist eine Fortbildungseinrichtung der Notarkammer für den Oberlandesgerichtsbezirk Celle.[29]

Seit 1983 führt die TAS-Technische Ausbildungsstätten GmbH die Aus- und Weiterbildung für die Unternehmen der Region, mit dem Schwerpunkt Metallverarbeitung, durch.

Kirche St. Johannes der Täufer

Religionen[Bearbeiten]

In Celle befinden sich die evangelisch-lutherischen Kirchen Bonifatiuskirche (Klein Hehlen), Christuskirche (Westercelle), St. Cyriacus (Groß Hehlen), St. Georg (Blumlage), Gertrudenkirche (Altencelle), Johanneskirche (Wietzenbruch), Kreuzkirche (Neuenhäusen), Stadtkirche St. Marien, Markuskirche (Garßen), das Matthäusgemeindezentrum (Vorwerk), die Neuenhäuser Kirche (Neuenhäusen), Neustädter Kirche (Neustadt) und Pauluskirche (Heese).

Katholische Kirchen sind St. Hedwig (Heese), St. Johannes der Täufer (Vorwerk) und St. Ludwig.

Freikirchen im Rahmen der Deutschen evangelischen Allianz: Baptisten (EFG), Freie evangelische Gemeinde (FEG), Ecclesia, Christuszentrum, Adventisten, Gemeinde in der Nachfolge.

Die Synagoge der jüdischen Gemeinde liegt in der Altstadt und ist die älteste erhaltene Synagoge in Niedersachsen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Albrecht-Thaer-Denkmal

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Personen, die in Celle gewirkt haben oder wirken[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

  • Simon Hoppener († 1566), herzoglicher Amtsschreiber und späterer Rentmeister, seit 1547 (ältester „registrierter“ Ehrenbürger Deutschlands)
  • Medizinalrat Ludwig Andreas Koeler (* 1773; † 1836), Hofmedikus, Lehrer am Chirurgischen Institut Celle, Direktor des Kollegs der Vereinigten Armenanstalten, seit 1832 (Hingabe zum Mitmenschen, 1. „offizieller“ Ehrenbürger der Stadt)
  • Ferdinand Hartzer (* 1838; † 1906), Bildhauer, seit 1891 (hohe und dauerhafte Verdienste im künstlerischen Bereich, z. B. Thaer- und ehem. Germania-Denkmal)
  • Gerhard Lucas Meyer (* 1830; † 1916), Industrieller, Geheimer Kommerzienrat seit 1905 (Stifter des Neubaus des Celler Kinderhospitals), Ehrenbürger der Stadt Celle und Peine
  • Wilhelm Bomann (* 1848; † 1926), Fabrikant, Gründer des „Vaterländischen Museums“ – 1923 umbenannt in „Bomann-Museum“, seit 1907 (für grundlegende Arbeiten über bäuerliche Sitten und Brauchtum)
  • Wilhelm Denicke (* 1852; † 1924), Jurist, Oberbürgermeister, seit 1924 (besonderes Engagement für die Jugend und die industrielle Stadtentwicklung)
  • Harry Trüller (Keks- und Zwiebackfabrikant, Bürgervorsteher, Senator, * 1868; † 1934), seit 1930 (u. a. Initiator der Celler Straßenbahn)
  • Otto Telschow (* 1876; † 1945), seit 1936 (Aberkennung 12. Juli 2007)
  • Wilhelm Heinichen (* 1883; † 1967), Mitglied der Landessynode der ev.-luth. Landeskirche, Landrat, Ratsherr, Oberbürgermeister, postmortem 1969
  • Generalkonsul Hermann von Rautenkranz (* 1883; † 1973), seit 1973 (vom Bohrarbeiter zum Pionier der heimischen Erdölwirtschaft)
  • Carla Meyer-Rasch (* 1885; † 1977), Heimatforscherin, Schriftstellerin und Journalistin, seit 1973
  • Dr. Herbert Severin (* 1931), Jurist, Ratsherr, Bürgermeister und 1986−2001 Oberbürgermeister, seit 25. Januar 2002 (für hervorragende und beispiellose Verdienste)
  • Lieselotte Tansey (Trägerin der Ehrenmedaille der Stadt und des Niedersächsischen Verdienstordens), seit 19. August 2009 (für soziales und kulturelles Engagement und hervorragende Verdienste)

Besonderheit: Hermann von Rautenkranz (1973) und Lieselotte Tansey-von-Rautenkranz (2009) gehören derselben Familie an. Sie sind Vater und Tochter.

Literatur[Bearbeiten]

  • Werner Holtfort, Norbert Kandel, Wilfried Köppen und Ulrich Vultejus (Hrsg.): Hinter den Fassaden. Geschichten aus einer deutschen Stadt. 2. Auflage. Steidl Verlag, Göttingen 1982, ISBN 3-88243-014-1.
  • Stadt Celle (Hrsg.): Celle. Celle 1991, ISBN 3-925902-12-0.
  • Bellersen Quirini, Cosima: 100 besondere Orte in Celle. Epubli GmbH, Berlin 2014, ISBN 978-3-8442-9061-5. (Elektronische Ressource).
  • Mijndert Bertram: Celle − Eine deutsche Stadt vom Kaiserreich zur Bundesrepublik. 1. Band: Das Zeitalter der Weltkriege. Stadt Celle 1992, ISBN 3-925902-15-5.
  • Michael Ende, Peter Müller: Celle – Mittelalterliche Herzogstadt am Heiderand. Hamburg 2000.
  • Sabine Maehnert, Kathrin Panne: Ein Rundgang durch das alte Celle. Wartberg-Verlag, Gudensberg-Gleichen 2003, ISBN 3-8313-1139-0.
  • Rolf-Dieter Diehl: Um fünf an der Pfennigbrücke. Geschichten und Anekdoten aus dem alten Celle. Wartberg-Verlag, Gudensberg 2006, ISBN 3-8313-1648-1.
  • Florian Friedrich: Celler Kulturlandschaft. Rundgänge durch die Geschichte. Erfurt 2006, ISBN 3-86680-054-1.
  • Eva Lietzmann u. a.: Geschichten und Ereignisse um die Celler Neustadt − Stadtteilchronik von 1566−2005. Celle 2006, ISBN 978-3-00-019698-0.
  • Mathias Marsh, Matthias Blazek: Celle − neu entdeckt. Schadinsky, Celle 2007, ISBN 978-3-9812133-0-0.
  • Michael Ende, Peter Müller, Urs Müller: Celle – Stadt und Landkreis. Medien-Verlag Schubert, Hamburg 2007, ISBN 978-3-937843-11-7.
  • Reinhard Rohde, Tim Wegener: Celle im Nationalsozialismus. Ein topographischer Überblick. Celle 2007.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Celle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Celle – Reiseführer
 Wiktionary: Celle – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikisource: Celle – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. www.celle.de.
  3. Adolf Bach: Deutsche Namenkunde. Bd. II, 1: Die deutschen Ortsnamen. Heidelberg 1953, S. 36.
  4. Heinrich Wesche: Unsere niedersächsischen Ortsnamen. o. O. 1957, S. 38.
  5. Heinrich Gottfried Gengler: Regesten und Urkunden zur Verfassungs- und Rechtsgeschichte der deutschen Städte im Mittelalter. Erlangen 1863, S. 479–482; siehe auch S. 982–983.
  6. Sabine Machnert: Celle – Franziskaner. In: Josef Dolle unter Mitarbeit von Dennis Knochenhauer (Hrsg.): Niedersächsisches Klosterbuch. Verzeichnis der Klöster, Stifte, Kommenden und Beginenhäuser in Niedersachsen und Bremen von den Anfängen bis 1810. Teil 1–4. Bielefeld 2012, ISBN 3895349569, S. 301f.
  7. Hubertus Feußner: Die Spinnhütte. In: Apoldaer Heimat. Beiträge zur Natur und Heimatgeschichte der Stadt Apolda und ihrer Umgebung 2008, hrsg. v. Apoldaer Kulturverein e. V., S. 29 ff.
  8. Michael Schaaf: Atomforschung in Celle. In: Celle. Das Stadtbuch, hrsg. von Bernd Polster, Bonn 2003.
  9. Celle im Nationalsozialismus Print: Wilfried Köppen, „Amtshilfe“. Bis Celle ohne Juden war. In: Werner Holtfort, Norbert Kandel, Wilfried Köppen, Ulrich Vultejus: Hinter den Fassaden. Geschichten aus einer deutschen Stadt. Göttingen 1982, S. 97–102.
    Daniel Blatman: Die Todesmärsche 1944/45. Das letzte Kapitel des nationalsozialistischen Massenmords. Aus dem Hebräischen v. Markus Lemke. Rowohlt, Reinbek 2011, ISBN 3-498-02127-3, Celle: passim.
  10. Britische Soldaten verlassen Celle. In: Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 5. Juli 2012.
  11. Truppenabzug: Ein Abschied für immer bei: NDR vom 6. Juli 2012.
  12. Vergleiche die Dokumentation bei Commons (siehe unter dem Abschnitt Weblinks)
  13.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 221.
  14. Stadtrat Celle Wahlergebnis 2006.
  15. Endergebnis der Kommunalwahl am 11. September 2011.
  16. Hauptsatzung der Stadt Celle in der Fassung der 16. Änderungssatzung vom 12. Juli 2007, § 1 Abs. 2.
  17. Hauptsatzung der Stadt Celle in der Fassung der 16. Änderungssatzung vom 12. Juli 2007, § 1 Abs. 3.
  18. Hauptsatzung der Stadt Celle in der Fassung der 16. Änderungssatzung vom 12. Juli 2007, § 1 Abs. 4.
  19. Matthias Blazek: 125 Jahre Grund- und Hauptschule Neustadt 1885−2010 − Celler Stadt- und Vorstadtgeschichte in einem. Celle 2010, ISBN 978-3-00-030778-2, S. 15 ff.
  20. Institut für Bienenkunde.
  21. [1]
  22. Stadt-Magazin Celler Scene.
  23. CELLEHEUTE.
  24. [2].
  25. TVcelle.
  26. Friedhöfe in Celle.
  27. Über die Geschichte der früheren Reichsbahnlinie lies ausführlich: Matthias Blazek, Wolfgang Evers: Bau der Reichsbahnlinie Celle–Langenhagen. „Hasenbahn“ wurde vor 35 Jahren zweigleisig / Der größte Teil der Strecke verläuft schnurgerade – Erster Weltkrieg setzte den Bauarbeiten ein vorläufiges Ende. Sachsenspiegel 21 und 22, Cellesche Zeitung vom 29. Mai und 5. Juni 1999.
  28. Konrad Klütz: Die Pädagogische Hochschule Celle: Adolf-Reichwein-Hochschule 1946–1953. In: Celler Chronik 7 – Beiträge zur Geschichte und Geographie des Stadt und des Landkreises Celle, Museumsverein Celle e.V., Celle 1996.
  29. Auditorium Celle.
  30. Harald Müller (Text), Ulrich Loeper (Bilder): Biographisch-bibliographisches Lexikon Celler Musiker. Komponisten, Sänger, Instrumentalmusiker, Musikpädagogen, Musikwissenschaftler, Instrumentenbauer, Glockengießer, Musikverleger, Musikalienhändler und Musiktherapeuten ( = Celler Beiträge zur Landes- und Kulturgeschichte. Schriftenreihe des Stadtarchivs und des Bomann-Museums Celle, Bd. 31), hrsg. von der Stadt Celle, Celle: Stadt Celle, 2003, ISBN 3-925902-50-3