Werkstoffprüfer

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Werkstoffprüfer/in ist ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf gemäß Berufsbildungsgesetz (BBiG) und Verordnung über die Berufsausbildung zum Werkstoffprüfer/zur Werkstoffprüferin (WerkstoffAusbV). Das Berufsfeld des Werkstoffprüfers ist im Bereich der Laboratoriumstechnik mit den Schwerpunkten Physik und Chemie angesiedelt. Die Ausbildung zum Werkstoffprüfer dauert in Deutschland regulär 3 1/2 Jahre. Die Zwischen- und Abschlussprüfungen werden jeweils von der Industrie- und Handelskammer (IHK) vorgenommen.

Werkstoffprüferin bei einer Druckprüfung in der DDR 1973

Der Beruf verfügt über die drei Schwerpunkte

Werkstoffprüfer sind auf dem Gebiet Werkstofftechnik und insbesondere Werkstoffprüfung tätig, die sich in zerstörende und zerstörungsfreie Werkstoffprüfung (zfP) unterteilt, wobei letztere eine ganze Reihe von Zusatzqualifikationen bietet.

Werkstoffprüfer sind häufig in der Qualitätssicherung von Industrieunternehmen oder den Forschungsabteilungen von Instituten eingesetzt. Sie entnehmen Proben zur Qualitätskontrolle, teilweise bereits während des Produktionsprozesses, und bereiten sie für die Analyse vor. Sie untersuchen nicht nur den eigentlichen Werkstoff, sondern auch ganze Werkstücke und fertige Bauteile auf ihre spezifischen Eigenschaften, wie beispielsweise im Hinblick auf Beanspruchung durch Kräfte und Momente oder Korrosion. Ihnen obliegt ferner die Dokumentation der durch die Prüfungen erzielten Ergebnisse sowie die Pflege und Wartung der unterschiedlichsten Prüfeinrichtungen. Auch die Analyse von Schadensfällen fällt in ihr Aufgabenspektrum.

In der Materialprüfung existiert neben dem Beruf des Werkstoffprüfers der des Baustoffprüfers. Während zu den Werkstoffen beispielsweise die Metalle, Polymere und Keramiken zählen, ordnet man zum Beispiel Gestein, Beton und Bitumen den Baustoffen zu. In der Praxis überschneiden sich die Aufgaben von Werkstoff- und Baustoffprüfern gelegentlich.

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