Wolfram(VI)-oxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur Wolfram(VI)-oxid
__ W6+     __ O2−
Allgemeines
Name Wolfram(VI)-oxid
Andere Namen

Wolframtrioxid

Verhältnisformel WO3
CAS-Nummer 1314-35-8
PubChem 14811
Kurzbeschreibung

zitronengelbes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 231,85 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

7,16 g·cm−3[2]

Schmelzpunkt

1473 °C[2]

Löslichkeit
  • unlöslich in Wasser und Säuren[1]
  • löslich in Laugen unter Wolframatbildung[1]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [3]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 302​‐​315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [3]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [4][2]
Gesundheitsschädlich
Gesundheits-
schädlich
(Xn)
R- und S-Sätze R: 22
S: keine S-Sätze
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

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Wolfram(VI)-oxid, auch Wolframtrioxid (WO3), stellt das wichtigste Oxid des Wolframs dar.

Vorkommen[Bearbeiten]

Wolfram(VI)-oxid kommt natürlich in Form der Minerale Elsmoreit (Wolfram(VI)-oxid Halbhydrat), Tungstit (Wolfram(VI)-oxid Hydrat) und Meymacit (Wolfram(VI)-oxid Dihydrat) vor.[5]

Herstellung[Bearbeiten]

Die Gewinnung von Wolframtrioxid erfolgt durch Glühen von Wolfram oder Wolframverbindungen unter Luftzutritt.

Es kann auch durch Reaktion von Natriumwolframat-Dihydrat mit Salzsäure dargestellt werden.[6]

\mathrm{Na_2WO_4 + 2 \ HCl  \longrightarrow WO_3 + H_2O + 2 \ NaCl}

Eigenschaften[Bearbeiten]

Wolfram(VI)-oxid

Wolfram(VI)-oxid, ist ein bei Raumtemperatur intensiv gelb gefärbtes, beim Erwärmen orangefarbenes Kristallpulver. Das Kristallgitter des rhombischen WO3 besteht aus WO6-Oktaedern, die in den drei Raumrichtungen über gemeinsame Ecken miteinander verbunden sind. Wolframtrioxid ist in Wasser und Säuren völlig unlöslich, kann aber mit Wasser zu Wolframsäure reagieren. Mit Laugen reagiert es zu Wolframaten.

Verwendung[Bearbeiten]

Wolframtrioxid wird in der Keramikindustrie als Kontakt sowie als Gelbpigment verwendet. Eine gewisse Bedeutung könnte WO3 bei der Herstellung ultradünner Oxidfilme erlangen, mit denen sich optische Linsen kratzfest beschichten lassen. Auch elektrochrome Verglasungen enthalten Wolframtrioxid.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c Römpp Online - Version 3.5, 2009, Georg Thieme Verlag, Stuttgart.
  2. a b c Eintrag zu Wolframtrioxid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 11. November 2007 (JavaScript erforderlich).
  3. a b Datenblatt Tungsten(VI) oxide bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 25. April 2011 (PDF).
  4. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  5. Mineralienatlas: Tungstit
  6.  Georg Brauer: Handbuch der präparativen anorganischen Chemie. 3., umgearb. Auflage. Band III, Enke, Stuttgart 1981, ISBN 3-432-87823-0, S. 1566.

Weblinks[Bearbeiten]