Wolkenstein-Rodenegg (Adelsgeschlecht)

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Wappen des Geschlechts Wolkenstein aus dem Scheiblerschen Wappenbuch.

Beim Geschlecht Wolkenstein-Rodenegg handelt es sich um ein Adelsgeschlecht in Tirol, dessen Wurzeln bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen. Die Familie Wolkenstein ist eine Seitenlinie der Herren von Villanders. 1293 erwarb die Familie die Burg und das Gericht Wolkenstein, von dem sich der spätere Familienname ableitet. Der Beiname bezieht sich auf Schloss Rodenegg bei Rodeneck, Südtirol.

Das Geschlecht spaltete sich Anfang des 15. Jahrhunderts als Seitenlinie des Geschlechts Wolkenstein-Trostburg ab und geht auf den spätmittelalterlichen Dichterkomponisten Oswald von Wolkenstein (um 1377–1445) zurück, den jüngeren Bruder von Michael von Wolkenstein († 1443). Als im Jahre 1500 mit Leonhard von Görz der letzte der Grafen von Görz verstarb, fiel die Grafschaft laut einem Erbvertrag Kaiser Maximilian I. zu. Dieser wiederum verlieh sie zuerst an Virgil von Graben, welche diese als kaiserlicher Statthalter verwaltete. Danach wurde die Grafschaft Görz, um daraus den hohen Geldbedarf für die Rüstung und Verteidigung zu lukerieren, an Maximilians Landhofmeister Michael von Wolkenstein verkauft. Derselbige Michael von Wolkenstein war auch im Besitz der Hohen Herrschaft von Lienz gewesen. Durch den finanziellen Schaden, der im Jahre 1609 beim Stadtbrand in Lienz entstand, sahen sich die Freiherrn von Wolkenstein 1647 gezwungen, die Grafschaft an die Tiroler Landesfürsten zurückzugeben, die sie an das Damenstift in Hall in Tirol verkauften.

1564 erlangte das Geschlecht den Freiherrenstand und wurde 1628 in den Reichsgrafenstand erhoben.

Namensträger[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Gustav Pfeifer, Kurt Andermann (Hrsg.): Die Wolkensteiner. Facetten des Tiroler Adels in Spätmittelalter und Neuzeit (Veröffentlichungen des Südtiroler Landesarchivs, Band 30). Universitätsverlag Wagner, Innsbruck 2009, ISBN 978-3-7030-0466-7

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Wolkenstein (Adelsgeschlecht) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Nachweise[Bearbeiten]

  1. Zu ihm vgl. Hans von Voltelini: Wolkenstein, Veit Freiherr von. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 44, Duncker & Humblot, Leipzig 1898, S. 140 f.