Prettau

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Prettau
(ital.: Predoi)
Wappen von Prettau
Prettau (Südtirol)
Prettau
Prettau
Lage von Prettau in Südtirol
Staat: Italien
Region: Trentino-Südtirol
Provinz: Bozen (Südtirol)
Bezirksgemeinschaft: Pustertal
Einwohner:
(VZ 2011/31.12.2011)
605/604
Sprachgruppen:
(laut Volkszählung 2011)
97,21 % deutsch
2,73 % italienisch
0,06 % ladinisch
Koordinaten 47° 2′ N, 12° 6′ O47.03333333333312.11475Koordinaten: 47° 2′ N, 12° 6′ O
Meereshöhe: 1.325–3499 m s.l.m. (Zentrum: 1475 m s.l.m.)
Fläche: 86,5 km²
Dauersiedlungsraum: 2,7 km²
Nachbargemeinden: Ahrntal, Brandberg (A), Krimml (A), Prägraten am Großvenediger (A), Sand in Taufers, Sankt Jakob in Defereggen (A)
Postleitzahl: 39030
Vorwahl: 0474
ISTAT-Nummer: 021068
Steuernummer: 81001720218
Politik
Bürgermeister (2010): Robert Alexander Steger (SVP)

Prettau (italienisch: Predoi) ist eine Gemeinde mit 604 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2011) im Tauferer Ahrntal in Südtirol, Italien, in der Nähe von Bruneck. Sie liegt im hintersten Abschnitt des Ahrntales und bildet die nördlichste Gemeinde Italiens. 70 % des Gemeindegebietes befinden sich im Naturpark Rieserferner-Ahrn. Die Gemeinde besteht aus dem Hauptdorf Prettau und dem Weiler Kasern.

Inhaltsverzeichnis

Name[Bearbeiten]

Der Name des Dorfes Prettau leitet sich von "Breite Au" ab, jener von Kasern vom althochdeutschen Wort "Chasarum" = Almhütte - bezogen auf das dort befindliche Rasthaus Kasern (heute: Berghotel Kasern). Weiters gehören zu Prettau noch die Almsiedlungen Prastmann mit der Wallfahrtskirche Hl. Geist sowie Trinkstein.

Prettau

Wirtschaft[Bearbeiten]

Wichtige Wirtschaftszweige sind die Land- und Forstwirtschaft und der Fremdenverkehr.

Bekannt ist Prettau darüber hinaus für das Klöppeln und die Maskenschnitzerei. Nachdem das Bergwerk 1893 geschlossen wurde, kehrte Armut in das Dorf ein und die Bevölkerung musste sich um eine neue Erwerbsmöglichkeit umsehen. Der damalige Pfarrer Franz Kleinlechner schickte drei junge Prettauer Mädchen nach Wien, um das Klöppelhandwerk zu erlernen. Nachdem diese zurückkehrten, wurde durch Frau Rosa Kofler Mittermair eine Klöppelschule eingerichtet, welche heute noch besteht.

Mit der Zeit kam durch den aufkeimenden Tourismus wieder ein gewisser Wohlstand zurück ins Dorf. Heute ist Prettau mit seiner Fraktion Kasern dank seiner begünstigten Lage am Talschluss ein beliebter Ausgangspunkt für Skitouren und mit seiner Sonnenloipe ein geschätztes Langlaufgebiet.

Besucherbergwerk[Bearbeiten]

Möglicherweise schon in der Bronzezeit, sicher aber seit dem späten Mittelalter wurde in Prettau Kupferabbau betrieben. Teile des 1960 aufgegebenen Bergwerks dienen heute als Schaubergwerk. Außerdem wurde ein Heilklimastollen für Atemtherapien (Speläotherapie) gegen Asthma und andere Atemwegserkrankungen eingerichtet. Der Stollen ist mittlerweile stillgelegt, sein spezielles Mikroklima kann Personen mit Atemwegsproblemen Linderung verschaffen.

Der Talschluss des Ahrntales mit der Heiliggeistkapelle

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Das Knappenkirchlein Hl. Geist, welches im Talschluss gelegen ist und von Kardinal Nikolaus Cusanus 1455 eingeweiht und von Kardinal Josef Ratzinger besucht wurde.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen wurde 1967 verliehen. Die Bergmannshämmer stehen im Bezug auf den uralten Kupferbergbau.

Verkehr[Bearbeiten]

Typische geschnitzte Prettauer Holzmaske

Die Staatsstraße 621 verläuft talaufwärts und endet im Prettauer Gemeindeteil Kasern.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

  • Jahr 1970/540 Einwohner
  • Jahr 1990/600 Einwohner
  • Jahr 2000/620 Einwohner
  • Jahr 2009/596 Einwohner

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Prettau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien