Paramahansa Yogananda

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Paramahansa Yogananda
Paramahansa Yogananda

Paramahansa Yogananda (Bengalisch পরমহং, Paramahaṃsa Yogānanda) (* 5. Januar 1893 in Gorakhpur, Bengalen; † 7. März 1952 in Los Angeles, USA) Sein bürgerlicher Name lautete Mukunda Lal Ghosh. Yogananda war ein indischer Yogi, Philosoph und Schriftsteller.

In Yogananda sehen seine Anhänger, die ihn als ihren Guru verehren, einen Premavatar, eine göttliche Inkarnation der Liebe. Als Gründer der Yogoda Satsanga Society of India (YSS) [1] 1917, sowie der Self-Realization Fellowship (SRF) [2] 1920 in den USA, machte er den Kriya Yoga [3] als Bestandteil des Raja Yoga breiten westlichen Bevölkerungsschichten zugänglich.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Anfänge

Yogananda wuchs in wohlhabenden Verhältnissen auf. Sein Vater -Bhagabati Charan Gosh- [4] war ein hochrangiger Beamter der indischen Eisenbahn. Yogananda traf seinen Guru, Swami Sri Yukteswar Giri [5], 1910 bereits im Alter von 17 Jahren. Nach seinem Studienabschluss 1915 am Scottish Church College, angeschlossen an die Universität von Kalkutta [6], trat er dem hinduistischen Orden bei. 1917 gründete er die Yogoda Satsanga Society of India (YSS), sowie eine Knabenschule in Ranchi [7]. Hier verband er moderne Ausbildungsmethoden mit Yoga-Schulung und geistigen Techniken. Zwanzig Jahre nach seinem Eintritt in den Swami-Orden [8] erhielt Yogananda von Swami Sri Yukteswar den Titel Paramahansa verliehen, was soviel wie „höchster Schwan“ bedeutet, ein hinduistischer Ehrentitel.

[Bearbeiten] Kriya-Yoga

Yoganandas eigentliche Aufgabe im Westen war die Vermittlung einer geistigen Technik, Kriya Yoga [9] genannt, die fester Bestandteil einer allumfassenden Yoga-Lehre ist und ein Teil des Raja Yoga. Swami Sri Yukteswar selbst war ein Jünger von Lahiri Mahasaya [10], der wiederum ein Jünger von Mahavatar Babaji [11] war. Mahavatar Babaji war es auch, der den Kriya Yoga wiederbelebte und durch Lahiri Mahasaya [12] begann er, für die erneute Verbreitung dieser Technik zu sorgen. Diese Technik wird auch als „geistige Wissenschaft der Selbst-Verwirklichung“ bezeichnet. Swami Paramahansa Yogananda brachte diese geistige Technik schließlich in den Westen. [13]

[Bearbeiten] Vortragsreisen im Westen

A Yoga Class in Washington, D.C.
A Yoga Class in Washington, D.C.

Yogananda wurde durch seinen Guru, Swami Sri Yukteswar Giri [14], durch umfassende Schulungen für seine Mission im Westen vorbereitet. Yogananda verließ Indien nur ungern und es sollte ein Abschied für immer werden. [15] 1920 folgte er einer Einladung als indischer Delegierter am „Congress of Religious Liberals“ in Boston teilzunehmen. Yogananda blieb im Westen und hielt in den darauffolgenden Jahren Vorträge an der gesamten amerikanischen Ostküste. 1924 unternahm er eine Vortragsreise quer durch den nordamerikanischen Kontinent, wo er große Säle, wie beispielsweise die Carnegie Hall in New York City und das Philharmonic Auditorium in Los Angeles, bis auf den letzten Platz füllte. 1925 etablierte Yogananda den Hauptsitz der SRF, das Internationale Mutterzentrum in Los Angeles und widmete sich in den Folgejahren dem Aufbau dieser Organisation.

1931 lernte er in Salt Lake City, Utah, die spätere Präsidentin der SRF Sri Daya Mata, Faye Wright, kennen und nur ein Jahr später James J.Lynn in Kansas City. Seine Vortragsreisen setzte er indes fort. Einige wurden seine Schüler oder engste Vertraute, unterstützten ihn beim Aufbau der weltweiten Organisation oder halfen ihm materiell. 1927 empfing ihn der damalige amerikanische Präsident Calvin Coolidge im Weißen Haus. 1935 führte ihn eine 18 monatige Reise quer durch Europa und zurück in seine Heimat, nach Indien. [16] [17] [18] Später ehrte Indien Yogananda mit einer Sondermarke. Auf seinen Reisen begegnete Yogananda bekannten Persönlichkeiten, wie Therese Neumann [19], der Hindu Heiligen Anandamoyi Ma [20], Mahatma Gandhi [21], Rabindranath Tagore und dem Nobelpreisträger und Physiker C. V. Raman. Die 30er Jahre waren geprägt durch einen Rückzug Yoganandas aus dem öffentlichen Leben und der Hinwendung zur schriftstellerischen Tätigkeit in der Abgeschiedenheit von Encinitas [22], um zukünftigen Generationen seine Lehre nahe zu bringen.

[Bearbeiten] Werk

Yogananda legte seine geistige Schulung in über 160 Lehrbriefen dar. 1946 publizierte er die Autobiographie eines Yogi, [23] die ein wichtiger Meilenstein zum Verständnis der vedischen Philosophie im Westen wurde. Dieses Werk, die authentische Lebensbeschreibung eines fortgeschrittenen Yogi, wurde in zahllose Sprachen übersetzt und entwickelte sich schnell zu einem Yoga-Klassiker weltweit.

Parallel arbeitete Yogananda intensiv an seinen Kommentaren zur Bhagavad Gita, God Talks with Arjuna, sowie jenen zum Neuen Testament, also zur christlichen Bibel, The Second Coming of Christ, The Resurrection of the Christ Within You, die nicht mehr zu seinen Lebzeiten herausgebracht werden konnten. In seinen Kommentaren zum Neuen Testament erarbeitete Yogananda die grundlegende Einheit zwischen der Lehre Christi, der Lehre Bhagavan Krishnas und der klassischen Yoga-Lehre. Darin erweckt er ein tiefes Verständnis für die grundlegenden Gemeinsamkeiten der Religionen.

Bis heute wird Yoganandas humanitäres Lebenswerk von den von ihm ins Leben gerufenen Organisationen, der Self-Realization Fellowship (SRF) [24] im Westen und der Yogoda Satsanga Society of India (YSS) [25], verwaltet. Auch unterhalten diese alle angeschlossenen Tempel und Meditationszentren weltweit. Nach Yoganandas Tod, seinem Mahasamadhi im Jahre 1952, stand Rajarsi Janakananda (James J. Lynn), ein engster Vertrauter Yoganandas, an der Spitze der Organisation. Ihm folgte 1955 Sri Daya Mata (Faye Wright) als Präsidentin und damit eine langjährige Schülerin Paramahansa Yoganandas.

[Bearbeiten] Literatur

  • "Autobiographie eines Yogi" von Paramahansa Yogananda, erste deutsche Taschenbuch-Ausgabe im Verlag der Self-Realization Fellowship, L.A. Cal.(1998), ISBN 0-87612-087-7, Paperback
  • "Autobiography of a Yogi" von Paramahansa Yogananda, englische Original-Ausgabe im Verlag der Self-Realization Fellowship L.A. Cal.(1950), ISBN 0-87612-086-9
  • "Die ewige Suche des Menschen" von Paramahansa Yogananda, im Scherz Verlag, Bern, München, Wien (1995) für den Otto Wilhelm Barth Verlag, ISBN 0-87612-233-0, gebundene erste deutsche Ausgabe und als Paperback, ISBN 0-87612-232-2
  • „Gott spricht mit Arjuna, Die Bhagavad-Gita“ von Paramahansa Yogananda, erste deutsche Ausgabe im Verlag der Self-Realization Fellowship, L.A. Cal.(2005), ISBN 0-87612-032-X, gebundene Ausgabe
  • "God Talks with Arjuna, The Bhagavad Gita" von Paramahansa Yogananda, im Verlag der Self-Realization Fellowship, L.A. Cal.(2005), ISBN 0-87612-030-3, als gebundene Ausgabe und als Paperback, ISBN 0-87612-031-1
  • "Der Wein des Mystikers, Die Rubaijat des Omar Chajjam" von Paramahansa Yogananda, im Verlag der Self-Realization Fellowship L.A. Cal., ISBN 978-0-87612-227-3, als Luxusausgabe mit persischem Originaltext der Gedichte
  • "Religion als Wissenschaft" von Paramahansa Yogananda, im Verlag der Self-Realization Fellowship L.A. Cal., ISBN 978-0-87612-008-8, als gebundene Ausgabe
  • "Wissenschaftliche Heilmeditationen" von Paramahansa Yogananda, im Verlag der Self-Realization Fellowship L.A. Cal., ISBN 978-0-87612-147-4, gebundene Ausgabe
  • "The Second Coming of Christ, The Resurrection of the Christ Within You" [1], ISBN 0876125550, gebundene Ausgabe

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Yogoda Satsanga Society of India (YSS)
  2. Self-Realization Fellowship (SRF)
  3. "Autobiography of a Yogi", “Kriya Yoga”, Chapter 26, Wikisource (englisch)
  4. s. Autobiography of a Yogi Photo Gallery, Fotos von beiden Eltern
  5. "Autobiography of a Yogi", “I Meet my Master, Sri Yukteswar”, Chapter 10, Wikisource (englisch)
  6. Autobiography of a Yogi", “My University Degree”, Chapter 23, Wikisource (englisch)
  7. " Autobiography of a Yogi", “Founding of a Yoga School at Ranchi”, Chapter 27, Wikisource (englisch)
  8. Autobiography of a Yogi", “I Become a Monk of the Swami Order”, Chapter 24, Wikisource (englisch)
  9. "Autobiography of a Yogi", “Kriya Yoga”, Chapter 26, Wikisource (englisch)
  10. Autobiography of a Yogi", “The Christlike Life of Lahiri Mahasaya”, Chapter 35, Wikisource (englisch)
  11. Autobiography of a Yogi", “Babaji, the Yogi of Modern India”, Chapter 33, Wikisource (englisch)
  12. Autobiography of a Yogi", “The Christlike Life of Lahiri Mahasaya”, Chapter 35, Wikisource (englisch)
  13. Autobiography of a Yogi", “Babaji's Interest in the West”, Chapter 36, Wikisource (englisch)
  14. "Autobiography of a Yogi", “Years in my Master's Hermitage”, Chapter 12, Wikisource (englisch)
  15. Autobiography of a Yogi", “I Go to America”, Chapter 37, Wikisource (englisch)
  16. Autobiography of a Yogi", “I Return to India”, Chapter 40, Wikisource (englisch)
  17. Autobiography of a Yogi", “An Idyll in South India”, Chapter 41, Wikisource (englisch)
  18. Autobiography of a Yogi", “Last Days with my Guru”, Chapter 42, Wikisource (englisch)
  19. Autobiography of a Yogi", “Therese Neumann, the Catholic Stigmatist of Bavaria”, Chapter 39, Wikisource (englisch)
  20. Autobiography of a Yogi", “The Bengali "Joy-Permeated Mother" (Ananda Moyi Ma)”, Chapter 45, Wikisource (englisch)
  21. Autobiography of a Yogi", “With Mahatma Gandhi at Wardha”, Chapter 44, Wikisource (englisch)
  22. Autobiography of a Yogi", “At Encinitas in California”, Chapter 48, Wikisource (englisch)
  23. Paramahansa Yogananda: "Autobiography of a Yogi", Wikisource (englisch)
  24. Self-Realization Fellowship (SRF)
  25. Yogoda Satsanga Society of India (YSS)

[Bearbeiten] Weblinks

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