Yoshitaka Shindō

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Yoshitaka Shindō (jap. 新藤 義孝, Shindō Yoshitaka; * 20. Januar 1958 in Kawaguchi, Präfektur Saitama) ist ein japanischer Politiker der Liberaldemokratischen Partei (Nukaga-Faktion), Abgeordneter im Shūgiin, dem Unterhaus des nationalen Parlaments, und seit 2012 Minister für allgemeine Angelegenheiten (Innenminister) im zweiten Kabinett Abe.

Shindō, Absolvent der Meiji-Universität und zuvor der angeschlossenen Oberschule, war zunächst in der Stadtverwaltung von Kawaguchi tätig. Bei den einheitlichen Regionalwahlen im April 1991 wurde er in den Stadtrat von Kawaguchi gewählt. Bei der Shūgiin-Wahl 1996 versuchte er den Wechsel in die nationale Politik: Er unterlag im 2. Wahlkreis Saitama zwar um knapp 400 Stimmen Katsuyuki Ishida (NFP), gewann aber ein Verhältniswahlmandat im Block Nord-Kantō. Den Wahlkreis konnte er bei den Wahlen 2000, 2005 und 2012 gewinnen. 2003 unterlag er Ishida deutlich und schied aus den Parlament aus, 2009 gewann er erneut ein Verhältniswahlmandat.

Unter dem Kabinett Koizumi war Shindō parlamentarischer Staatssekretär im Innen- und im Außenministerium. Von 2007 bis 2008 war er unter den Kabinetten Abe und Fukuda „Vizeminister“ im Wirtschaftsministerium. 2011 übernahm er den Vorsitz im Shūgiin-Ausschuss für Rechnungs- und Verwaltungsaufsicht (kessan gyōsei-kanshi). In der LDP ist er Vorsitzender des Präfekturverbandes Saitama.[1]

Im Juli 2011 gehörte Shindō zu einer Gruppe von ursprünglich vier, letztlich drei (Katsuei Hirasawa sagte die Reise kurzfristig ab) nationalen Abgeordneten der LDP, die nach Ulleungdo in der Republik Korea reisen wollten, um ihre Ansicht zu demonstrieren, dass die nahe gelegenen Liancourt-Felsen von der Republik „illegal besetztes“ japanisches Territorium seien. Den Abgeordneten wurde in Seoul die Einreise verweigert.[2][3] Die anderen beiden Mitreisenden waren Masahisa Satō (Nukaga-Faktion) und Tomomi Inada (Machimura-Faktion).[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. LDP Saitama: [1]
  2. Seoul entry ban on Diet members sparks anger. In: The Japan Times. 30. Juli 2011, abgerufen am 1. August 2011 (englisch).
  3. 3 Japanese lawmakers sent home. In: The Korea Times. 1. August 2011, abgerufen am 1. August 2011 (englisch).
  4. Japanische Politiker dürfen nicht einreisen. In: Handelsblatt. 30. Juli 2011, abgerufen am 1. Oktober 2011 (deutsch).