Zygmunt Janiszewski

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Zygmunt Janiszewski (* 12. Juni 1888 in Warschau; † 3. Januar 1920 in Lwów) war ein polnischer Mathematiker der Warschauer Mathematikerschule.

Janiszewski studierte ab 1907 in Zürich, München, Göttingen und Paris, wurde 1911 an der Sorbonne bei Henri Lebesgue promoviert und lehrte vor dem Ersten Weltkrieg an der Société des cours des sciences in Warschau (einer unter russischer Herrschaft illegalen Universität) ab 1911 und ab 1913 in Lwow (Lemberg). Er kämpfte als Soldat der Józef Pilsudski-Legion im Ersten Weltkrieg und musste dann in den Untergrund. Als Zygmunt Wicherkiewicz war er u.a. Waisenhausdirektor. Nach dem Krieg wurde er 1918 Professor der Universität Warschau. Er spendete sein geerbtes Familienvermögen für wohltätige Zwecke und den Bildungsbereich. Er war, zusammen mit Wacław Sierpiński und Stefan Mazurkiewicz, der Begründer der Zeitschrift Fundamenta Mathematicae. Janiszewski starb mit 31 Jahren während der Spanischen Grippe.

Als Mathematiker beschäftigte er sich vor allem mit mengentheoretischer Topologie und war einer der Begründer dieser Richtung in Polen, wo sie in den 1920er Jahren zu hoher Blüte kam.

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