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64’er

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64’er – Das Magazin für Computer-Fans
64er Aufkleber.jpg
Fachgebiet Commodore 64/128
Sprache deutsch
Verlag Markt+Technik Verlag
Erstausgabe 1984
Einstellung 1996 (2009)
Chefredakteur Georg Klinge
Herausgeber Otmar Weber
ISSN 0176-8824

Die Zeitschrift 64’er – Das Magazin für Computer-Fans war ein von 1984 bis 1996 vom Markt+Technik Verlag vertriebenes Computermagazin. In den 1980er Jahren war es neben den Data-Becker-Büchern eine der wichtigsten Informationsquellen für Commodore 64-Anwender im deutschsprachigen Raum. Die Erstausgabe erschien auf der Hannover Messe 1984. Der Chefredakteur der ersten Jahre war Michael M. Pauly, der zugleich auch die Schwestermagazine Computer Persönlich und Happy Computer (Erstausgabe 11/83) betreute.

Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben zahlreichen Kursen für Einsteiger und Fortgeschrittene, oft seitenlangen Listings zum Abtippen und vielerlei Tipps und Tricks wagte das Magazin auch oft einen Blick über den Tellerrand und war daher nicht nur ein relativ genaues Abbild, sondern auch ein Motor der damals existierenden Heimcomputerszene.[1][2] Daraus entstanden die Ablegermagazine Amiga-Magazin (Erstausgabe Nr. 6 und 7/1987), die PCgo (Erstausgabe Nr. 10/1993) oder das Sonderheft Archimedes Computer-Faszination (ab 1993). In jedem Heft gab es ein Listing des Monats und eine Anwendung des Monats die als besonders gelungen mit einem Geldpreis von 2000 DM für das Listing des Monats (ab Ausgabe 9/1987 3000 DM) und 500 DM für die Anwendung des Monats (ab Ausgabe 9/1987 1000 DM) an den Autor dotiert war.

Um dem Leser das Abtippen der Programmlistings zu erleichtern, wurden Anfang 1985 die Hilfsprogramme MSE (Eingabeeditor für Assembler-Listings) und Checksummer (Prüfsummenprogramm zur Kontrolle des eingegebenen BASIC-Programmcodes) eingeführt. Diese wurden im Laufe der nächsten Jahre immer wieder verbessert. Da sich diese Methode bewährte, wurde sie bald von anderen Computerzeitschriften übernommen.

Auch viele 64’er-Sonderhefte mit einem Themenschwerpunkt (wie Assembler, Einsteiger, Programmierung, Spiele, GEOS) rund um den Commodore 64, aber auch für seine nahen 8-Bit-Verwandten C16/116, VC20, Plus/4 und C128 wurden veröffentlicht. Diesen Sonderheften lag ab Heft 46 eine Programm-Diskette bei, so dass man sich das langwierige Abtippen der Listings ersparen konnte. Das letzte Monats-Sonderheft war das Heft 97 (Thema Spiele) im Jahr 1993.

Mit der Ausgabe Nr. 12/1996 wurde das Magazin als eigenständige Zeitschrift eingestellt: Abonnenten bekamen fortan die im gleichen Verlag erscheinende Zeitschrift PCgo zugeschickt oder einer Ausgabe des PC-Spielemagazins Power Play (eingestellt zum Jahresanfang 2000), nebst einem Faltblatt und einer Programmdiskette. Nach der Ausgabe Nr. 1/1999 fiel auch das Faltblatt weg, so dass man nur noch eine unbeschriftete Diskette als Zugabe zur PCgo erhielt. Ab Ende 1999 erfüllte eine halbjährlich erscheinende CD-ROM als Beilage diese Aufgabe. Seit 2009 wird auch dieses Medium nicht mehr produziert.

Komplette Jahrgänge der 64’er-Zeitschrift und die Sonderhefte sind heute noch bei Internet-Auktionen in größerem Umfang erhältlich.

Als sich das Ende der 64’er als echte Zeitschrift abzeichnete, gründeten einige C64-Fans die Zeitschrift GO64! mit dem Anspruch, eine Art inoffizieller Nachfolger zu werden. Die GO64!-Erstausgabe war die 3/97.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Listing des Monats auf c64.wiki
  2. Anwendung des Monats auf c64.wiki
Gesprochene Wikipedia Der Artikel 64’er ist als Audiodatei verfügbar:
Speichern | Informationen | 06:28 min (2,8 MB) Text der gesprochenen Version (11. Juli 2014)
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