AKAD

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AKAD
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Gründung 1956
Ort Basel, Bern, Lausanne, Zürich
Studierende über 8.000 (2016)
Mitarbeiter ~78 administrativ (2016)
~1.100 pädagogisch (2016)
Website www.akad.ch

Die AKAD ist ein privater Bildungsanbieter auf Sekundarstufe II und Tertiärstufe: von der kaufmännischen Grundbildung (Bürofachdiplom, Handelsdiplom, eidgenössisches Fähigkeitszeugnis) und der Matura (gymnasiale Maturität, Berufsmaturität, Passerelle) über die kaufmännische Weiterbildung (Zertifikat, eidg. Fachausweis und eidg. Diplom) bis zu Abschlüssen diverser Höheren Fachschulen. Zudem werden Sprachkurse und individuelle Weiterbildungskurse angeboten.

Standorte sind Zürich (Hauptsitz), Basel, Bern und Lausanne. In Deutschland treten unter der Marke AKAD die AKAD-Privathochschulen auf.

Methode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AKAD-Methode basiert auf der Kombination von begleitetem Selbststudium und Präsenzunterricht:

  • Das begleitete Selbststudium besteht aus der selbständigen Bearbeitung von speziell didaktisierten Lernheften. Während der selbständigen Bearbeitung des Lernheftes stehen zur Unterstützung im AKAD-Lernraum Web-Teacher zur Verfügung. Nach der Bearbeitung des Lernhefts stehen Prüfungsaufgaben zur Verfügung, die online gelöst werden können und von Fachkräften korrigiert und benotet werden.
  • Der Präsenzunterricht besteht aus Seminaren an einem der Schulstandorte. Hier wird das erarbeitete Wissen vertieft und vernetzt.

Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • AKAD College ermöglicht den Zugang zu Universitäten und Hochschulen: Neben der traditionellen gymnasialen Maturität werden die Hausmatura, die Berufsmatura, die Passerelle (Zusatzprüfung für Berufsmaturanden) und die Handelsschule sowie individuelle, massgeschneiderte Vorbereitungskurse für Hochschulen angeboten.
  • AKAD Business bietet kaufmännischen Angestellten Weiterbildungen an in den Bereichen Rechnungswesen, Treuhand und Inkasso, Personal und Führung, Marketing und Verkauf sowie Wirtschaft und Management auf Stufe Zertifikat, eidg. Fachausweis und eidg. Diplom. Zudem werden diverse Weiterbildungen auf Niveau Höhere Fachschule angeboten.
  • AKAD Language+Culture bietet Sprachkurse auf unterschiedlichen Niveaus an im begleiteten Selbststudium oder Online Unterricht.
  • AKAD Home Academy richtet sich an Personen, die sich zeit- und ortsunabhängig im begleiteten Selbststudium gezielt in einem Fach weiterbilden oder ihr Wissen auffrischen wollen.
  • AKAD Technics ist für Fachpersonen im technischen Bereich zugeschnitten: von Zertifikaten bis auf Niveau Höhere Fachschule wird ein umfassendes Bildungsangebot rund um Technik und Informatik angeboten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zwei Freunde, Herbert Maissen (1928–2016)[1] und Juan Meier († 1983), beide Studenten phil. I an der Universität Zürich, gründeten die Akademikergemeinschaft für Erwachsenenbildung. Vorangegangen war das gemeinsame Erlebnis, eine Maturität auf dem zweiten Bildungsweg zu absolvieren, was in der damaligen Zeit sehr schwierig war. Ihre Idee war, Lehrhefte zu entwickeln, in welchen «die Dozenten eingebaut» waren. Der Maturastoff konnte so vorwiegend im Selbststudium erarbeitet und musste mit wenig Präsenzunterricht nur noch vertieft und geübt werden. Damit war die ureigene Lehr- und Lernmethode geboren: die AKAD Methode.

1956 gründeten sie damit die AKAD und starteten in einer Wohnung an der Seefeldstrasse in Zürich mit fünf Schülern den ersten Studiengang. Ein Team aus Verwandten, Mitstudierenden und Professoren der Universität schrieb Lehrhefte und baute die unterstützenden Unterrichtssequenzen auf.

Durch Kontakte zur Hochschule in Tübingen entstand die Idee, das Modell AKAD auch in Deutschland einzuführen. 1959 wurde die AKAD Deutschland mit Sitz in Stuttgart gegründet.

Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus der Erkenntnis, dass sich die AKAD-Methode nicht nur für die Maturität eignet, wurden Weiterbildungskurse angeboten und die Höhere Wirtschaftsschule, die Handelsschule und die Sprachschule eröffnet.

Auch AKAD Deutschland baute das Angebot in Richtung Wirtschaft aus und erhielt 1980 die staatliche Anerkennung als Fachhochschule. In der Schweiz galt Fernunterricht weiterhin nicht als schulische Leistung.

Das Wachstum erforderte neue Strukturen. Neben administrativen und IT-Dienstleistungen wurden mit der Gründung des AKAD-Verlags die Grundlagen für die systematische Entwicklung und Produktion der AKAD-Lehrmittel gelegt, die das Fundament der AKAD-Methode sind.

1971 bezog die AKAD den heutigen Standort an der Jungholzstrasse. 1983 verstarb der Mitgründer Juan Meier.

AKAD Deutschland konnte mit Unterstützung der Bundesländer weitere Standorte mit staatlicher Anerkennung als Fachhochschule aufbauen.

In der Schweiz wurde der AKAD-Verlag ausgebaut. Monatlich lieferte er über 100’000 «AKAD Lektionen» aus. 30 Mitarbeitende pflegten einen einzigartigen Inhalt von über 1000 Titeln.

Weitere namhafte Bildungsinstitute wurden Teil der AKAD-Gruppe. Die Minerva Zürich, Limania Aarau und das Lernstudio Zürich suchten aufgrund von Nachfolgeproblemen Anschluss. So brachte sich die AKAD auch in der Grundbildung für Jugendliche und in der herkömmlichen Präsenzunterrichtsform ein. Die Marken und die Standorte blieben bestehen.

Die Kooperation zwischen der Höheren Fachschule für Bank und Finanz (HFBF) und der Kalaidos Fachhochschule wurde seit 2016 intensiviert, und im November 2017 wurde die AKAD Banking and Finance AG zur Kalaidos Banking+Finance School AG. Als Folge davon startete die Kalaidos Fachhochschule im November 2017 erstmals den Bachelor of Science FH in Banking and Finance mit integriertem Abschluss „eidg. Diplom Bankwirtschafter/in HF“ und SAQ Personenzertifikaten Kundenberater/innen Bank. Die Studiengänge wurden zuvor durch die AKAD Banking and Finance Schule durchgeführt.

Neue Führung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gründer Herbert Maissen regelte 1995 seine Nachfolge mit Unterstützung einer externen Fachperson und erarbeitete eine zukunftsfähige Lösung: Der deutsche Cornelsen Verlag übernahm AKAD Deutschland. Für die AKAD in der Schweiz machten Jakob Limacher, Thomas Suter und Christian Zindel ein Angebot, das Herbert Maissen annahm.

Die neuen Eigentümer entwickelten in den Folgejahren rund um den AKAD-Kern eine weitgefächerte Bildungsgruppe, der sie den Namen «Kalaidos» gaben.

Organisation der AKAD-Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die AKAD-Schulen sind Unternehmen der Kalaidos Bildungsgruppe Schweiz. Kalaidos vereinigt Bildungsinstitute von der Volksschul- und der Gymnasialstufe über die berufliche Aus- und Weiterbildung bis zur Hochschulstufe. Als Bildungsgruppe verfügt sie überdies über ein Bildungsmedienhaus sowie über ein Unternehmen, das auf bildungslogistische Dienstleistungen spezialisiert ist.

Studiengänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • AKAD Business
  • AKAD College
  • AKAD Home Academy
  • AKAD Language + Culture
  • AKAD Technics

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Urs Tremp: @1@2Vorlage:Toter Link/webpaper.nzz.ch(Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven: Humanist mit eigener Schule.) Nachruf in: NZZ am Sonntag vom 21. August 2016, S. 18.