Kantonsschule Solothurn

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Kantonsschule Solothurn
Logo
Logo der Kantonsschule Solothurn
Schulform Kantonsschule
Gründung 1941 (heutiges Gebäude)
Adresse

Herrenweg 18
4502 Solothurn

Ort Solothurn
Kanton Solothurn
Staat Schweiz
Koordinaten 607448 / 229314Koordinaten: 47° 12′ 53″ N, 7° 32′ 13″ O; CH1903: 607448 / 229314
Träger Departement für Bildung und Kultur
Schüler 1 716 (2012/13)
Lehrkräfte 215 (2012/13)
Website www.ksso.ch
Blick auf den Turnhallen- und Mensatrakt an der Fegetzallee

Die Kantonsschule Solothurn (oder kurz Kanti Solothurn; im örtlichen Dialekt Kanti Soledurn) ist eine Kantonsschule in der Schweizer Stadt Solothurn. Sie ist mit rund 1 700 Schülern (Stand: 2012/13) die drittgrösste Schule des Landes. Direktor ist Stefan Zumbrunn-Würsch.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Entwicklung der Schülerzahlen
Jahr Schüler
1799 74
1821 280
1901 377
1950 600
1959 925
2007 1 800
2013 1 716

Die Ursprünge der Kantonsschule Solothurn gehen auf das im 8. Jahrhundert gegründete Chorherrenstift St. Ursus und dessen Stiftsschule zurück, die Ende des 15. Jahrhunderts als Lateinschule unter der Aufsicht des Stadtrates gestellt und 1520 zur städtischen Jungenschule wurde. 1541 kam ein Mädchengymnasium dazu und 1646 wurde die Lateinschule zu einem Kollegium der Jesuiten, für unter anderem dessen Gesangsunterricht 1680 bis 1689 die Jesuitenkirche erbaut wurde.

Nach der Aufhebung des Jesuitenordens durch Papst Clemens XIV. im Jahre 1773 wurde das Kolleg verstaatlicht; 1812 bis 1817 wirkte hier als Konrad Josef Glutz von Blotzheim. Am 1. November 1833 wurde die Schule umbenannt in Höhere Lehr- und Erziehungsanstalt des Kantons Solothurn; hierhin wurde 1833 als Physiklehrer und 1835 zusätzlich als Lehrer für Naturgeschichte der römisch-katholische Priester und Geologe Franz Joseph Hugi berufen, 1837 aber wieder entlassen, weil er zum Protestantismus übergetreten war. 1836 kam als Zeichenlehrer Martin Disteli an die Höhere Lehr- und Erziehungsanstalt.

1839 wurde eine Oberrealschule (Vorgänger des heutigen mathematisch-naturwissenschaftlichen Profils), 1888 ein Lehrerseminar und 1892 eine Handelsschule angegliedert, 1941 das heutige Gebäude bezogen und 1960 die Handelsschule zu einer Diplomhandelsschule und einem Wirtschaftsgymnasium umgewandelt.

Die Kantonsschule ist heute unterteilt in die Maturitätsschule, welche weiter in den sprachlichen, musischen, mathematisch-naturwissenschaftlichen, wirtschaftlich-rechtlichen und sportlich-kulturellen Bereich fällt, in die Fachmittelschule (Vorbereitung auf dem Gebiet Gesundheit, soziale Arbeit und Pädagogik) sowie in die Sekundarschule P, welche Schüler auf die Maturitätsschule vorbereitet.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Choraufführung in der Aula
  • Mediothek mit rund 30 000 Büchern, Lexika, Wörterbüchern, Videos, DVDs, CDs, Zeitschriften, Magazinen, Kassetten, Taschenbüchern und Romanen
  • Mensa, welche durch den Gemeinnützigen Frauenverband im Auftrag des Kantons betrieben wird.
  • 60 Freikurse (über Chinesisch und Bandworkshops bis hin zu Geräteturnen, Elektronik und Theater), landesweit eines der grössten Angebote

Bekannte Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannte Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kantonsschule Solothurn – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien