Absurdismus

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Gemälde von Franz Stuck (1920): Sisyphus wälz einen Felsbrocken einen Berg hinauf. Dieses vergebliche Unterfangen ist ein Schlüsselbeispiel für das Absurde.

Der Absurdismus, auch genannt Philosophie des Absurden, ist die philosophische Theorie, dass das Leben im Allgemeinen absurd ist. Dies impliziert, dass die Welt keinen Sinn oder höheren Zweck hat und sie nicht vollständig durch die Vernunft verstehbar ist. Der Begriff „absurd“ hat im Zusammenhang mit dem Absurdismus auch eine spezifischere Bedeutung: Er bezieht sich auf einen Konflikt oder eine Diskrepanz zwischen zwei Sachen, über deren genaue Beschaffenheit jedoch Uneinigkeit herrscht. Diese Meinungsverschiedenheiten haben verschiedene Konsequenzen für die Frage, ob der Absurdismus wahr ist, und für die Argumente, die für oder gegen ihn angeführt werden. Populäre Darstellungen charakterisieren den Konflikt als Kollision zwischen dem rationalen Menschen und einem irrationalen Universum, zwischen Absicht und Ergebnis oder zwischen subjektiver Bewertung und objektivem Wert. Ein wichtiger Aspekt des Absurdismus ist seine Behauptung, dass die Welt als Ganzes absurd ist. Er unterscheidet sich in dieser Hinsicht von der unumstrittenen und weniger globalen These, dass bestimmte Situationen, Personen oder Lebensphasen absurd sind.

Verschiedene Komponenten des Absurden werden in der akademischen Literatur diskutiert und verschiedene Theoretiker konzentrieren ihre Definition und Forschung häufig auf unterschiedliche Komponenten. Auf der praktischen Ebene ist der Konflikt, der dem Absurden zugrunde liegt, durch die Anstrengung des Individuums gekennzeichnet, in einer sinnlosen Welt einen Sinn zu finden. Die theoretische Komponente hingegen betont eher die epistemische Unfähigkeit der Vernunft, die Realität zu durchdringen und zu verstehen. Traditionell wird der Konflikt als Kollision zwischen einer inneren Komponente, die zur menschlichen Natur gehört, und einer äußeren Komponente, die zur Natur der Welt gehört, charakterisiert. Einige spätere Theoretiker haben jedoch vorgeschlagen, dass beide Komponenten innerer Natur sein könnten: einerseits die Fähigkeit, die Zufälligkeit jedes Endzwecks zu durchschauen, und andererseits die Unfähigkeit, sich nicht mehr um solche Zwecke zu sorgen. Einige Erklärungen beinhalten auch eine metakognitive Komponente, indem sie davon ausgehen, dass ein Bewusstsein des Konflikts notwendig ist, damit das Absurde entsteht.

Einige Argumente zugunsten des Absurdismus konzentrieren sich auf die Bedeutungslosigkeit des Menschen im Universum, auf die Rolle des Todes oder auf die Unplausibilität oder Irrationalität, einen Endzweck zu postulieren. Einwände gegen den Absurdismus behaupten oft, dass das Leben tatsächlich sinnvoll ist, oder weisen auf bestimmte problematische Konsequenzen oder Widersprüche des Absurdismus hin. Verteidiger des Absurdismus beklagen oft, dass er nicht die Aufmerksamkeit professioneller Philosophen erhält, die er aufgrund der Bedeutung des Themas und seiner potenziellen psychologischen Auswirkungen auf die betroffenen Personen in Form von existenziellen Krisen verdient. Es wurden verschiedene mögliche Bewältigungsansätze vorgeschlagen, um mit dem Absurdismus und seinen Auswirkungen umzugehen. Die drei Reaktionen, die in der traditionellen absurdistischen Literatur diskutiert werden, sind Selbstmord, religiöser Glaube an einen höheren Zweck und Rebellion gegen das Absurde. Von diesen wird die Rebellion normalerweise als der empfohlene Bewältigungsansatz dargestellt, da sie im Gegensatz zu den beiden anderen Reaktionen nicht vor dem Absurden flieht, sondern es als das anerkennt, was es ist. Spätere Theoretiker haben zusätzliche Bewältigungsansätze vorgeschlagen, wie die Verwendung von Ironie, um das Leben weniger ernst zu nehmen, oder das Ignorieren des verantwortlichen Konflikts. Einige Absurdisten argumentieren, dass es unbedeutend ist, ob und wie man reagiert. Dahinter steht der Gedanke, dass, wenn nichts wirklich wichtig ist, auch die menschliche Reaktion auf diese Tatsache keine Rolle spielt.

Der Begriff „Absurdismus“ ist am engsten mit der Philosophie von Albert Camus verbunden. Aber wichtige Vorläufer und Diskussionen des Absurden finden sich auch in den Werken von Søren Kierkegaard. Der Absurdismus steht in engem Zusammenhang mit verschiedenen anderen Begriffen und Theorien. Seine Grundhaltung ist von der existenzialistischen Philosophie inspiriert. Der Existentialismus enthält jedoch zusätzliche theoretische Verpflichtungen und vertritt häufig eine optimistischere Haltung gegenüber der Möglichkeit, einen Sinn im eigenen Leben zu finden oder zu schaffen. Absurdismus und Nihilismus teilen den Glauben, dass das Leben sinnlos ist. Absurdisten betrachten dies jedoch nicht als isolierte Tatsache, sondern interessieren sich stattdessen für den Konflikt zwischen dem menschlichen Wunsch nach Sinn und dem Fehlen eines solchen in der Welt. Die Konfrontation mit diesem Konflikt kann eine existenzielle Krise auslösen, in der unangenehme Erfahrungen, wie Angst oder Depression, den Betroffenen dazu bringen können, eine Antwort darauf zu finden, wie mit dem Konflikt umgegangen werden kann.

Definition[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Absurdismus ist die philosophische These, dass das Leben oder die Welt im Allgemeinen absurd ist. Es besteht weitgehend Einigkeit darüber, dass der Begriff „absurd“ einen Mangel an Sinn oder Zweck impliziert. Aber es gibt auch erhebliche Meinungsverschiedenheiten über seine genaue Definition und es wurden verschiedene Versionen vorgeschlagen.[1][2][3][4] Die Wahl der eigenen Definition hat wichtige Auswirkungen darauf, ob die These des Absurdismus wahr ist, und auf die Argumente, die dafür und dagegen angeführt werden: Bei einer Definition mag er wahr sein, während er bei einer anderen falsch ist.[5]

Im Allgemeinen ist das Absurde das, was keinen Sinn hat, oft weil es eine Form von Widerspruch beinhaltet. Das Absurde ist insofern paradox, als es mit der Vernunft nicht zu erfassen ist.[6][7][8] Im Zusammenhang mit dem Absurdismus wird der Begriff jedoch normalerweise in einem spezifischeren Sinne verwendet. Nach den meisten Definitionen handelt es sich um einen Konflikt, eine Diskrepanz oder eine Kollision zwischen zwei Sachen. Die Meinungen darüber, was diese beiden Sachen sind, gehen auseinander.[1][2][3][4][9] Beispielsweise wird er traditionell als die Konfrontation des rationalen Menschen mit einer irrationalen Welt charakterisiert, oder als der Versuch, etwas auf rationale Weise zu begreifen, obwohl es die Grenzen der Rationalität überschreitet.[10][11] Ähnliche Definitionen sehen die Diskrepanz zwischen Absicht und Ergebnis, zwischen Bestrebung und Realität oder zwischen subjektiver Einschätzung und objektivem Wert, als Quelle der Absurdität.[1][3] Andere Definitionen verorten beide widersprüchlichen Seiten im Menschen: die Fähigkeit, die Zufälligkeit von Endzielen zu begreifen, und die Unfähigkeit, sich von der Hingabe an sie zu lösen.[4] In Bezug auf diesen Konflikt unterscheidet sich der Absurdismus vom Nihilismus, da er nicht nur die These vertritt, dass nichts von Bedeutung ist. Vielmehr beinhaltet er die Komponente, dass uns die Dinge dennoch wichtig erscheinen und dass dieser Eindruck nicht abgeschüttelt werden kann. Dieser Unterschied drückt sich im relationalen Aspekt des Absurden dadurch aus, dass er einen Konflikt zwischen zwei Seiten darstellt.[4][1][2]

Es wurden verschiedene Komponenten des Absurden vorgeschlagen, und verschiedene Forscher konzentrieren sich bei ihrer Definition und Untersuchung häufig auf eine dieser Komponenten. Einige Darstellungen betonen die praktischen Komponenten, die sich mit der Sinnsuche des Individuums befassen, während andere die theoretischen Komponenten betonen, welche sich auf die Unfähigkeit beziehen, die Welt zu erkennen oder sie rational zu erfassen. Eine andere Meinungsverschiedenheit betrifft die Frage, ob der Konflikt nur innerhalb des Individuums besteht oder auch zwischen den Erwartungen des Individuums und der Außenwelt. Einige Theoretiker schließen auch die metakognitive Komponente ein, die das Absurde mit sich bringt und welche besagt, dass sich das Individuum dieses Konflikts bewusst ist.[2][3][12][4]

Ein wichtiger Aspekt des Absurdismus ist, dass das Absurde nicht auf bestimmte Situationen beschränkt ist, sondern das Leben als Ganzes umfasst.[2][1][13] Es besteht Einigkeit darüber, dass Menschen im Alltag oft mit absurden Situationen konfrontiert werden.[6] Sie entstehen oft dann, wenn es eine ernsthafte Diskrepanz zwischen den eigenen Absichten und der Realität gibt.[2] So ist es zum Beispiel absurd, wenn sich eine Person abmüht, eine schwere Haustür aufzubrechen um in das Haus einzubrechen, falls das Haus keine Rückwand hat und auf diesem Weg leicht betreten werden könnte.[1] Aber die philosophische These des Absurdismus ist viel weitreichender, da sie sich nicht auf einzelne Situationen, Personen oder Lebensabschnitte beschränkt. Vielmehr wird behauptet, dass das Leben oder die Welt als Ganzes absurd ist. Die Behauptung, dass das Absurde eine solche globale Ausdehnung hat, ist umstritten, im Gegensatz zu der schwächeren Behauptung, dass einige Situationen absurd sind.[2][1][13]

Die Perspektive des Absurdismus kommt normalerweise ins Blickfeld, wenn der Handelnde einen Schritt von seinen individuellen alltäglichen Auseinandersetzungen mit der Welt zurücktritt, um deren Bedeutung in einem größeren Zusammenhang zu beurteilen.[4][2][14] Eine solche Bewertung kann zu der Einsicht führen, dass die alltäglichen Belange für uns große Bedeutung haben, obwohl ihnen diese Wichtigkeit fehlt, wenn sie aus einer breiteren Perspektive bewertet werden. Diese Einschätzung offenbart den Konflikt zwischen der Bedeutung, die aus der Innenperspektive gesehen wird, und der Zufälligkeit, die durch die Außenperspektive offenbart wird.[4] Das Absurde wird zum Problem, da das Verlangen nach Sinn und Zweck stark ausgeprägt ist, auch wenn diese scheinbar nicht vorhanden sind.[6] In dieser Hinsicht stellt der für das Absurde verantwortliche Konflikt häufig eine existenzielle Krise dar oder wird von einer solchen begleitet.[15][14]

Komponenten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Praktisch und theoretisch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine wichtige Komponente des Absurden auf praktischer Ebene betrifft die Ernsthaftigkeit, die Menschen dem Leben entgegenbringen. Diese Ernsthaftigkeit spiegelt sich in vielen verschiedenen Einstellungen und Bereichen wider, zum Beispiel in Bezug auf Ruhm, Lust, Gerechtigkeit, Wissen oder Überleben, sowohl im Hinblick auf uns selbst als auch im Hinblick auf andere.[2][7][14] Aber es scheint eine Diskrepanz zu geben zwischen der Ernsthaftigkeit, die wir unserem Leben und dem anderer entgegenbringen, und der Zufälligkeit, welche sowohl sie als auch die Welt insgesamt zu haben scheinen. Die Kollision zwischen diesen beiden Seiten kann als das Absurde definiert werden. Dies lässt sich vielleicht am besten veranschaulichen, wenn ein Handelnder ernsthaft damit beschäftigt ist, zwischen willkürlichen Optionen zu wählen, von denen keine wirklich wichtig ist.[2][3]

Einige Theoretiker charakterisieren die ethischen Seiten von Absurdismus und Nihilismus auf die gleiche Weise als die Ansicht, dass es nicht darauf ankommt, wie wir handeln, oder dass „alles erlaubt ist“.[7] Nach dieser Auffassung besteht ein wichtiger Aspekt des Absurden darin, dass jedes höhere Ziel oder jeder höhere Zweck, den wir verfolgen wollen, ebenfalls infrage gestellt werden kann, da im letzten Schritt immer eine übergeordnete Rechtfertigung fehlt.[2][1] In der Regel wird jedoch zwischen Absurdismus und Nihilismus unterschieden, da der Absurdismus die zusätzliche Komponente beinhaltet, dass es einen Konflikt zwischen dem menschlichen Verlangen nach Sinn und der Abwesenheit von Sinn gibt.[16][14]

Aus theoretischer Sicht ist der Absurdismus die Überzeugung, dass die Welt im Kern gleichgültig und undurchdringlich gegenüber menschlichen Versuchen ist, ihren tieferen Grund aufzudecken, oder dass sie nicht erkannt werden kann.[12][10] Gemäß dieser theoretischen Komponente handelt es sich um das erkenntnistheoretische Problem der menschlichen Begrenztheit der Welterkenntnis.[12] Dies schließt die These ein, dass die Welt in entscheidender Weise für den Menschen nicht fassbar ist, sowohl in Bezug darauf, was man glauben soll, als auch darauf, wie man handeln soll.[12][10] Das spiegelt sich im Chaos und der Irrationalität des Universums wider, welches seinen eigenen Gesetzen folgt und gleichgültig gegenüber menschlichen Anliegen und Bestrebungen ist. Dies ist eng mit der Vorstellung verbunden, dass die Welt schweigt, wenn wir fragen, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Dieses Schweigen entsteht aus dem Eindruck, dass auf der grundlegendsten Ebene alle Dinge ohne einen Grund existieren: Sie sind einfach da.[12][17][18] Ein wichtiger Aspekt dieser Einschränkungen der Welterkenntnis ist, dass sie für die menschliche Erkenntnis wesentlich sind, d. h. sie beruhen nicht auf der Befolgung falscher Prinzipien oder zufälliger Schwächen, sondern sind den menschlichen Erkenntnisfähigkeiten selbst innewohnend.[12]

Einige Theoretiker verbinden dieses Problem auch mit der Zirkularität der menschlichen Vernunft, die sehr geschickt darin ist, Rechtfertigungsketten zu bilden, die eine Sache mit einer anderen verbinden. Der Versuch schlägt jedoch fehl, das Gleiche für die Rechtfertigungskette als Ganzes zu tun, wenn man einen reflektierenden Schritt zurückgeht.[2][14] Dies impliziert nicht nur, dass die menschliche Vernunft zu begrenzt ist, um das Leben als Ganzes zu erfassen. Es kann stattdessen auch einschließen, dass ihre unbegründete Zirkularität zusammenbrechen und zum Wahnsinn führen könnte, wenn man diese umfassende Rechtfertigung trotzdem ernsthaft versuchen würde.[2]

Intern und extern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine wichtige Meinungsverschiedenheit innerhalb der akademischen Literatur über die Natur des Absurdismus und des Absurden konzentriert sich speziell auf die Frage, ob die für den Konflikt verantwortlichen Komponenten intern oder extern sind.[1][2][3][4] Nach der traditionellen Position hat das Absurde sowohl interne als auch externe Komponenten: Es liegt an der Diskrepanz zwischen dem inneren Wunsch des Menschen, ein sinnvolles Leben zu führen, und der äußeren Sinnlosigkeit der Welt. Nach dieser Auffassung haben die Menschen unter ihren Wünschen einige transzendente Bestrebungen, die nach einer höheren Form von Sinn im Leben suchen. Das Absurde entsteht, weil diese Bestrebungen von der Welt ignoriert werden, welche unserem „Bedürfnis nach Bestätigung der Wichtigkeit unserer Anliegen“ gleichgültig gegenübersteht.[1][3] Dies impliziert, dass das Absurde „weder im Menschen ... noch in der Welt liegt, sondern in ihrem Zusammensein“. Diese Position wurde von einigen späteren Theoretikern abgelehnt, die der Ansicht sind, dass das Absurde rein intern ist, weil es „nicht aus einer Kollision zwischen unseren Erwartungen und der Welt stammt, sondern aus einer Kollision in uns selbst“.[1][2][4][5]

Diese Unterscheidung ist wichtig, da das Absurde nach der letztgenannten Auffassung in die menschliche Natur eingebaut ist und unabhängig davon, wie die Welt beschaffen ist, vorherrschen würde. Es geht also nicht nur darum, dass der Absurdismus in der tatsächlichen Welt wahr ist. Vielmehr wäre jede mögliche Welt, selbst eine, die von einem heiligen Gott entworfen und von diesem nach seinem höheren Zweck geleitet würde, für den Menschen gleichermaßen absurd. In dieser Hinsicht ist die Absurdität das Produkt der Fähigkeit unseres Bewusstseins, einen Schritt zurückzutreten von allem, was es betrachtet, und über den Grund seines Objekts nachzudenken. Wenn dieser Prozess auf die Welt als Ganzes, einschließlich Gott, angewandt wird, scheitert die Suche nach einem Grund oder einer Erklärung notwendigerweise, ganz egal wie die Welt beschaffen ist.[1][2][14] In diesem Sinne entsteht Absurdität aus dem Konflikt zwischen verschiedenen Eigenschaften von uns selbst: „unserer Fähigkeit, die Zufälligkeit unserer höchsten Anliegen zu erkennen, und unserer gleichzeitigen Unfähigkeit, unsere Hingabe an sie aufzugeben“.[4] Diese Sichtweise hat den Nebeneffekt, dass das Absurde davon abhängt, dass die betroffene Person es erkennt. So wären beispielsweise Menschen nicht betroffen, welche die Zufälligkeit oder den Konflikt nicht erkennen.[1][2][14]

Metakognitiv[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Ansicht einiger Forscher ist ein zentraler Aspekt des Absurden, dass sich die Person der Existenz des entsprechenden Konflikts bewusst ist. Das bedeutet, dass sich die Person sowohl der Ernsthaftigkeit bewusst ist, die sie investiert, als auch dessen, wie diese Ernsthaftigkeit in einer zufälligen Welt fehl am Platz zu sein scheint.[2][14] Es bedeutet auch, dass andere Entitäten, denen diese Form des Bewusstseins fehlt, wie nicht-organische Materie oder niedere Lebensformen, nicht absurd sind und nicht mit diesem speziellen Problem konfrontiert sind.[2] Einige Theoretiker betonen auch, dass der Konflikt trotz des Bewusstseins des Einzelnen fortbesteht, d. h. dass sich der Einzelne weiterhin um seine alltäglichen Belange sorgt, obwohl er den Eindruck hat, dass diese Belange im großen Maßstab bedeutungslos sind.[4] Befürworter der metakognitiven Komponente haben argumentiert, dass sie erklären kann, warum Absurdität in erster Linie menschlichen Bestrebungen zugeschrieben wird, nicht aber niederen Tieren: weil ihnen dieses metakognitive Bewusstsein fehlt. Andere Forscher lehnen die metakognitive Anforderung jedoch mit der Begründung ab, dass sie den Geltungsbereich des Absurden stark einschränken würde, und zwar auf die möglicherweise wenigen Individuen, welche den Widerspruch klar erkennen, während der Rest verschont bliebe. So haben Gegner argumentiert, dass das Nicht-Erkennen des Konflikts ebenso absurd ist wie ihn bewusst zu durchleben.[1][2][14]

Argumente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dafür[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verschiedene populäre Argumente werden oft zugunsten des Absurdismus angeführt. Einige konzentrieren sich auf die Zukunft, indem sie darauf hinweisen, dass nichts, was wir heute tun, in einer Million Jahren von Bedeutung sein wird.[2][14] Eine ähnliche Argumentationslinie weist darauf hin, dass unser Leben unbedeutend ist, weil es im Verhältnis zum Universum als Ganzes so klein ist, sowohl in Bezug auf seine räumliche als auch auf seine zeitliche Dimension. Die These des Absurdismus stützt sich manchmal auch auf das Problem des Todes, d. h. dass es kein Endziel gibt, das wir verfolgen können, da wir alle sterben werden.[2][18] In dieser Hinsicht wird behauptet, dass der Tod all unsere hart erarbeiteten Errungenschaften wie Karriere, Reichtum oder Wissen zerstört. Dieses Argument wird teilweise dadurch entkräftet, dass wir möglicherweise auch positive Auswirkungen auf das Leben anderer Menschen haben. Doch damit ist das Problem nicht vollständig gelöst, da das gleiche Problem, nämlich das Fehlen eines Endzwecks, auch für deren Leben gilt.[2] Thomas Nagel hat gegen diese Argumentationslinien eingewandt, dass sie zirkulär sind: Sie gehen eher davon aus, dass das Leben absurd ist, anstatt dies zu beweisen. Die Behauptung, dass unsere heutigen Handlungen in einer Million Jahren keine Rolle spielen werden, impliziert beispielsweise nicht, dass sie heute keine Rolle spielen. Und ebenso bedeutet die Tatsache, dass ein Prozess kein sinnvolles Endziel erreicht, nicht, dass der Prozess als Ganzes wertlos ist, da einige Teile des Prozesses ihre eigene Rechtfertigung enthalten können, ohne von einer externen Rechtfertigung abhängig zu sein.[2][14]

Ein weiteres Argument geht indirekt vor, indem es darauf hinweist, dass verschiedene große Denker offensichtlich irrationale Elemente in ihren Denksystemen haben. Diese vermeintlichen Denkfehler werden dann als Zeichen des Absurdismus gewertet, die diesen verbergen oder vermeiden sollten.[12][19] Aus dieser Perspektive kann die Tendenz, die Existenz eines wohlwollenden Gottes zu postulieren, als eine Art Abwehrmechanismus oder Wunschdenken angesehen werden, um eine beunruhigende und unbequeme Wahrheit zu vermeiden.[12] Dies hängt eng mit der Vorstellung zusammen, dass der Mensch ein angeborenes Verlangen nach Sinn und Zweck hat, das durch ein sinnloses und gleichgültiges Universum zunichte gemacht wird.[20][21][22] René Descartes beispielsweise versucht, ein philosophisches System aufzubauen, das auf der absoluten Gewissheit des „Ich denke, also bin ich“ beruht, nur um in einem späteren Schritt ohne eine angemessene Begründung die Existenz eines gütigen und nicht betrügerischen Gottes einzuführen, um sicherzustellen, dass wir die Außenwelt erkennen können.[12][23] Ein ähnlich problematischer Schritt wird von John Locke unternommen, der die Existenz eines Gottes jenseits der Sinneserfahrung annimmt, trotz seines strengen Empirismus, der fordert, dass alles Wissen auf Sinneserfahrungen beruht.[12][24]

Andere Theoretiker argumentieren zugunsten des Absurdismus mit der Behauptung, dass Sinn relational ist. In dieser Hinsicht muss etwas, um sinnvoll zu sein, in Beziehung zu etwas anderem stehen, das sinnvoll ist.[4][19] So ist beispielsweise ein Wort aufgrund seiner Beziehung zu einer Sprache sinnvoll, oder das Leben einer Person kann sinnvoll sein, weil diese Person ihre Bemühungen einem höheren sinnvollen Projekt widmet, wie Gott zu dienen oder Armut zu bekämpfen. Eine wichtige Konsequenz dieser Charakterisierung von Sinn ist, dass sie zu einem infiniten Regress zu führen droht:[4][19] Bei jedem Schritt ist etwas sinnvoll, weil etwas anderes sinnvoll ist, welches seinerseits nur deshalb Sinn hat, weil es auf eine andere sinnvolle Sache bezogen ist, und so weiter.[25][26] Diese unendliche Kette und die damit verbundene Absurdität könnten vermieden werden, wenn einige Sachen einen intrinsischen oder letztendlichen Sinn hätten, d. h. wenn ihr Sinn nicht von dem Sinn anderer Sachen abhinge.[4][19] Wenn zum Beispiel Sachen im großen Maßstab, wie Gott oder die Bekämpfung der Armut, einen Sinn hätten, dann könnten unsere alltäglichen Anstrengungen sinnvoll sein, wenn sie in der richtigen Beziehung zu ihnen stehen. Wenn diese größeren Zusammenhänge jedoch selbst keinen Sinn haben, können sie nicht als Sinnquellen für andere Sachen dienen. Dies würde zum Absurden führen, wenn es als der Konflikt zwischen dem Eindruck verstanden wird, dass unsere alltäglichen Anstrengungen sinnvoll sind, obwohl sie keinen Sinn haben, weil sie nicht in einer Beziehung zu etwas anderem stehen, das sinnvoll ist.[4]

Ein weiteres Argument für den Absurdismus beruht auf dem Versuch, Maßstäbe dafür zu beurteilen, was wichtig ist und warum es wichtig ist. Es wurde argumentiert, dass die einzige Möglichkeit, eine solche Frage zu beantworten, darin besteht, sich auf diese Maßstäbe selbst zu beziehen. Das bedeutet, dass es letztlich nur von uns abhängt, dass „das, was uns wichtig oder ernst oder wertvoll erscheint, nicht so erscheinen würde, wenn wir anders beschaffen wären“. Die Zirkularität und Grundlosigkeit dieser Maßstäbe selbst wird dann als Argument für den Absurdismus herangezogen.[2][14]

Dagegen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die häufigste Kritik am Absurdismus besteht darin, zu argumentieren, dass das Leben tatsächlich einen Sinn hat. Supranaturalistische Argumente stützen sich auf die Behauptung, dass Gott existiert und als Sinnquelle fungiert. Naturalistische Argumente hingegen behaupten, dass verschiedene Sinnquellen in der natürlichen Welt gefunden werden können, ohne auf einen übernatürlichen Bereich zurückzugreifen. Einige von ihnen vertreten die Auffassung, dass Sinn subjektiv ist. Ob eine bestimmte Sache sinnvoll ist, variiert laut dieser Position von Person zu Person und hängt von der subjektiven Einstellung des Einzelnen zu dieser Sache ab. Andere sehen den Sinn in objektiven Werten, zum Beispiel in der Moral, im Wissen oder in der Schönheit. All diese unterschiedlichen Positionen haben gemeinsam, dass sie im Gegensatz zum Absurdismus die Existenz von Sinn bejahen.[27][28][19]

Eine weitere Kritik am Absurdismus konzentriert sich auf seine negative Haltung gegenüber moralischen Werten. In der absurdistischen Literatur wird die moralische Dimension manchmal offen geleugnet, indem beispielsweise behauptet wird, dass Werturteile verworfen werden müssen oder dass die Ablehnung Gottes die Ablehnung moralischer Werte impliziert.[3] Aus dieser Sicht bringt der Absurdismus eine höchst umstrittene Form des moralischen Nihilismus mit sich. Das bedeutet, dass es nicht nur an einem höheren Lebenszweck mangelt, sondern auch an moralischen Werten. Diese beiden Seiten können durch die Idee verbunden werden, dass es sich ohne ein höheres Ziel nicht lohnt, nach etwas zu streben, was dem eigenen Leben einen Sinn geben könnte. Diese Wertlosigkeit scheint für moralisch relevante Handlungen gleichermaßen zu gelten wie für andere Themen.[3][7] In dieser Hinsicht „impliziert der Glaube an den Sinn des Lebens immer eine Werteskala“, während „der Glaube an das Absurde ... das Gegenteil lehrt“.[29] Gegen eine solche Position wurden verschiedene Einwände vorgebracht, zum Beispiel, dass sie gegen den gesunden Menschenverstand verstößt oder dass sie zu zahlreichen radikalen Konsequenzen führt, wie dass niemand jemals eines tadelhaften Verhaltens schuldig ist oder dass es keine ethischen Regeln gibt.[3][30]

Aber diese negative Einstellung gegenüber moralischen Werten wird von Absurdisten nicht immer konsistent vertreten, und einige der vorgeschlagenen Reaktionen zum Umgang mit dem Absurden scheinen ausdrücklich die Existenz moralischer Werte zu verteidigen.[3][18][31] Aufgrund dieser Zweideutigkeit haben andere Kritiker des Absurdismus dessen Inkonsistenz beanstandet.[3] Die moralischen Werte, die von Absurdisten verteidigt werden, überschneiden sich oft mit der ethischen Sichtweise des Existentialismus und umfassen Wesenszüge wie Aufrichtigkeit, Authentizität und Mut als Tugenden.[32][33] In diesem Sinne argumentieren Absurdisten oft, dass es darauf ankommt, wie der Handelnde mit der Absurdität seiner Situation umgeht, und dass die Reaktion diese Tugenden ausdrücken sollte. Besonders deutlich wird dieser Aspekt in der Vorstellung, dass die Person gegen das Absurde rebellieren und ihr Leben authentisch als eine Form der leidenschaftlichen Revolte leben sollte.[3][12][10]

Einige sehen die letztere Position als unvereinbar mit der Idee, dass es keinen Sinn im Leben gibt: Wenn nichts von Bedeutung ist, dann sollte es auch keine Rolle spielen, wie wir auf diese Tatsache reagieren.[3][2][1][4] So scheinen Absurdisten sowohl der Behauptung verpflichtet zu sein, dass moralische Werte existieren, als auch, dass sie nicht existieren. Verteidiger des Absurdismus haben versucht, sich dieser Argumentation zu widersetzen, indem sie behaupten, dass sie im Gegensatz zu anderen Bewältigungsansätzen der grundlegenden Einsicht des Absurdismus und der „Logik des Absurden“ treu bleibt, indem sie die Existenz des Absurden anerkennt, anstatt sie zu leugnen.[3][34] Aber diese Verteidigung wird nicht immer akzeptiert. Einer ihrer Mängel scheint darin zu bestehen, dass sie den Sein-Sollen-Fehlschluss begeht: Der Absurdismus präsentiert sich als beschreibende Behauptung über die Existenz und Natur des Absurden, geht dann aber dazu über, verschiedene normative Ansprüche zu stellen.[3][35] Eine weitere Verteidigung des Absurdismus besteht darin, die Behauptungen darüber zu schwächen, wie man auf das Absurde reagieren sollte und welche Tugenden eine solche Reaktion ausdrücken sollte. Laut dieser Sichtweise kann der Absurdismus als eine Form der Selbsthilfe verstanden werden, die lediglich prudenzielle Ratschläge gibt. Derartige prudenzielle Ratschläge können für bestimmte Menschen hilfreich sein, ohne dabei den Anspruch zu erheben, den Status universell gültiger moralischer Werte oder kategorischer normativer Urteile zu haben. Der Wert des prudenziellen Ratschlags könnte also nur relativ zu den Interessen einiger Menschen sein, ohne in einem allgemeineren Sinne wertvoll zu sein. Auf diese Weise haben die Absurdisten versucht, die scheinbare Widersprüchlichkeit ihrer Position aufzulösen.[3]

Beispiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Absurdismus zufolge ist das Leben im Allgemeinen absurd: Das Absurde ist nicht nur auf einige wenige Sonderfälle beschränkt. Dennoch sind einige Fälle paradigmatischere Beispiele als andere. Der Mythos des Sisyphos wird oft als ein Schlüsselbeispiel für das Absurde betrachtet.[10][3] Darin bestraft Zeus den König Sisyphos, indem er ihn zwingt, einen riesigen Felsbrocken einen Hügel hinaufzurollen. Jedes Mal, wenn der Felsbrocken oben ankommt, rollt er wieder herunter und zwingt Sisyphus so, dieselbe Aufgabe bis in alle Ewigkeit immer weiter zu wiederholen. Diese Geschichte kann als absurdistische Parabel für die Hoffnungslosigkeit und Vergeblichkeit des menschlichen Lebens im Allgemeinen angesehen werden: Genau wie Sisyphos ist der Mensch im Allgemeinen dazu verdammt, sich tagein und tagaus abzumühen, um sinnlose Aufgaben zu erfüllen, die durch neue sinnlose Aufgaben ersetzt werden, sobald sie erledigt sind. Es wurde argumentiert, dass ein zentraler Aspekt der Situation von Sisyphos nicht nur die Vergeblichkeit seiner Arbeit ist, sondern auch sein Bewusstsein der Vergeblichkeit.[10][36][3]

Ein weiteres Beispiel für den absurdistischen Aspekt des menschlichen Daseins findet sich in Franz Kafkas Der Prozess.[37][38] Darin wird der Protagonist Josef K. von einer unzugänglichen Behörde verhaftet und strafrechtlich verfolgt, obwohl er überzeugt ist, nichts Unrechtes getan zu haben. Im Laufe der Geschichte versucht er verzweifelt herauszufinden, welche Verbrechen ihm vorgeworfen werden und wie er sich verteidigen kann. Doch am Ende gibt er seine vergeblichen Versuche auf und unterwirft sich seiner Hinrichtung, ohne jemals herauszufinden, was ihm vorgeworfen wird. Die absurde Natur der Welt wird durch die rätselhafte und undurchschaubare Funktionsweise des Justizsystems veranschaulicht, welches Josef K. gegenüber gleichgültig zu sein scheint und sich allen seinen Versuchen widersetzt, es zu verstehen.[39][37][38]

Wichtigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Philosophen des Absurdismus beklagen oft, dass das Thema des Absurden nicht die Aufmerksamkeit professioneller Philosophen erhält, die es verdient, insbesondere im Vergleich zu anderen vieldiskutierten philosophischen Forschungsthemen. Es wurde beispielsweise argumentiert, dass dies in der Tendenz verschiedener Philosophen im Laufe der Jahrhunderte zu sehen ist, die Existenz Gottes in ihre philosophischen Systeme aufzunehmen um die Mysterien des Daseins zu erklären, obwohl diese Existenz zweifelhaft ist. In dieser Hinsicht kann diese Tendenz als eine Art Abwehrmechanismus oder Wunschdenken angesehen werden, welches eine Nebenwirkung der uneingestandenen und ignorierten Wichtigkeit des Absurden darstellt.[12][19] Während einige Diskussionen des Absurdismus explizit in der philosophischen Literatur stattfinden, wird er oft weniger explizit in Form von Romanen oder Theaterstücken dargestellt. Diese Darstellungen erfolgen in der Regel durch das Erzählen von Geschichten, die einige der Schlüsselaspekte des Absurdismus veranschaulichen, auch wenn sie das Thema nicht ausdrücklich behandeln.[10][3]

Es wurde argumentiert, dass die Anerkennung der Existenz des Absurden wichtige Konsequenzen für die Erkenntnistheorie hat, insbesondere in Bezug auf die Philosophie, aber auch bei einer breiteren Anwendung auf andere Bereiche.[12][10] Der Grund dafür ist, dass die Anerkennung des Absurden die Wahrnehmung der menschlichen kognitiven Grenzen einschließt und zu einer Form epistemischer Bescheidenheit führen kann.[12]

Der Eindruck, dass das Leben absurd ist, kann in einigen Fällen schwerwiegende psychologische Folgen haben, wie das Auslösen einer existenziellen Krise. In dieser Hinsicht kann ein Bewusstsein sowohl für den Absurdismus selbst als auch für die möglichen Reaktionen darauf von zentraler Bedeutung sein, um solche Folgen zu vermeiden oder zu lösen.[3][15][14]

Mögliche Bewältigungsansätze[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die meisten Forscher argumentieren, dass der grundlegende Konflikt, der durch das Absurde entsteht, nicht wirklich gelöst werden kann. Das bedeutet, dass jeder Versuch, dies zu tun, zum Scheitern verurteilt ist, auch wenn sich deren Protagonisten ihres Scheiterns möglicherweise nicht bewusst sind. Aus dieser Sicht gibt es immer noch mehrere mögliche Bewältigungsstrategien, einige besser als andere, aber keine, die in der Lage ist, den Grundkonflikt zu lösen. Der traditionelle Absurdismus, wie er von Albert Camus vertreten wird, geht davon aus, dass es drei mögliche Reaktionen auf den Absurdismus gibt: Selbstmord, religiöser Glaube oder Revolte gegen das Absurde.[10][3] Spätere Forscher haben weitere Weisen vorgeschlagen, auf den Absurdismus zu reagieren.[2][4][14]

Eine sehr schroffe und einfache Reaktion, wenn auch ziemlich radikal, ist Selbstmord.[13] Laut Camus ist beispielsweise das Problem des Selbstmords das einzige „wirklich ernsthafte philosophische Problem“. Es besteht darin, eine Antwort auf die Frage „Soll ich mich umbringen“ zu suchen.[18] Diese Reaktion ist motiviert durch die Einsicht, dass, egal wie sehr sich der Handelnde anstrengt, sein Ziel, ein sinnvolles Leben zu führen, möglicherweise nie erreicht wird, was dann die Ablehnung rechtfertigen kann, überhaupt weiterzuleben.[3] Die meisten Forscher erkennen an, dass dies eine Form der Reaktion auf das Absurde ist, lehnen sie jedoch aufgrund ihrer radikalen und irreversiblen Natur ab und plädieren stattdessen für einen anderen Ansatz.[13][18]

Eine solche alternative Reaktion auf die scheinbare Absurdität des Lebens ist die Annahme, dass es einen höheren Endzweck gibt, an dem der Einzelne teilhaben kann, wie der Dienst an der Gesellschaft, der Fortschritt der Geschichte oder die Herrlichkeit Gottes.[2][3][13] Auch wenn das Individuum nur eine kleine Rolle bei der Verwirklichung dieses übergeordneten Zwecks spielen mag, so kann er dennoch als Sinnquelle fungieren. Auf diese Weise kann der Einzelne einen Sinn finden und so dem Absurden entkommen. Ein ernsthaftes Problem bei diesem Ansatz ist, dass das Problem der Absurdität auch für diesen angeblichen höheren Zweck gilt. So wie die Ziele eines einzelnen individuellen Lebens infrage gestellt werden können, gilt dies auch für einen größeren Zweck, der von vielen geteilt wird.[4][19] Und wenn dieser Zweck selbst absurd ist, kann er nicht als Sinnquelle für das daran beteiligte Individuum dienen. Camus bezeichnet diese Reaktion ebenfalls als eine Form von Selbstmord, die sich nicht auf die physische, sondern auf die philosophische Ebene bezieht. Es ist ein philosophischer Selbstmord in der Hinsicht, dass das Individuum einfach annimmt, dass der gewählte höhere Zweck sinnvoll ist, und dabei nicht über dessen Absurdität nachdenkt.[2][3]

Traditionelle Absurdisten lehnen in der Regel sowohl den physischen als auch den philosophischen Selbstmord als empfohlene Reaktion auf das Absurde ab, meist mit dem Argument, dass diese beiden Reaktionen eine Form der Flucht darstellen, die das Absurde nicht als dasjenige ansieht, was es ist. Trotz der Schwere und Unvermeidbarkeit des Absurden empfehlen sie, sich ihm direkt zu stellen, d. h. nicht vor ihm zu fliehen, indem man sich in die Illusion falscher Hoffnung zurückzieht oder das eigene Leben beendet.[12][10][1] In diesem Sinne bedeutet die Akzeptanz der Realität des Absurden, alle Hoffnungen auf ein glückliches, von diesen Widersprüchen freies Leben nach dem Tod abzulehnen.[10][2] Stattdessen sollte der Einzelne das Absurde zur Kenntnis nehmen und eine Rebellion dagegen unternehmen.[12][10][1] Eine solche Revolte weist in der Regel bestimmte Tugenden auf, die eng mit dem Existenzialismus verbunden sind, wie die Bejahung der eigenen Freiheit im Angesicht von Widrigkeiten sowie das Übernehmen von Verantwortung und das Definieren des eigenen Wesens.[12][3] Ein wichtiger Aspekt dieses Lebensstils ist, dass das Leben leidenschaftlich und intensiv gelebt wird, indem man sich auf neue Erfahrungen einlässt und sie sucht. Beispiele für einen solchen Lebensstil können ein Schauspieler, ein Eroberer oder ein Verführungskünstler sein, welche ständig auf der Suche nach neuen Rollen, Eroberungen oder attraktiven Menschen sind, obwohl sie sich der Absurdität dieser Unternehmungen bewusst sind.[10][40] Ein weiterer Aspekt liegt in der Kreativität, d. h. dass sich die Person als Schöpfer ihrer eigenen Werke und Lebenswege versteht und entsprechend handelt. Dies stellt eine Form der Rebellion in dem Sinne dar, dass sich der Handelnde der Absurdität der Welt und seiner Rolle darin bewusst bleibt, sich ihr aber weiterhin widersetzt, anstatt zu resignieren und seine Niederlage einzugestehen.[10] Aber diese Reaktion löst nicht das Problem des Absurden in seinem Kern: Sogar ein Leben, das der Rebellion gegen das Absurde gewidmet ist, ist selbst immer noch absurd.[2][1] Verfechter des rebellischen Bewältigungsansatzes auf den Absurdismus haben darauf hingewiesen, dass er trotz seiner möglichen Mängel einen wichtigen Vorteil gegenüber vielen seiner Alternativen hat: Er schafft es, das Absurde als das zu akzeptieren, was es ist, ohne es zu leugnen, indem man seine Existenz ablehnt oder die eigene Existenz beendet. Einige behaupten sogar, dass dies die einzige philosophisch kohärente Antwort auf das Absurde ist.[3]

Diese drei Bewältigungsansätze sind zwar die bekanntesten in der traditionellen absurdistischen Literatur, aber es wurden auch verschiedene andere Reaktionen vorgeschlagen. Anstelle von Rebellion kann der Absurdismus zum Beispiel auch zu einer Form von Ironie führen. Diese Ironie reicht nicht aus, um der Absurdität des Lebens gänzlich zu entkommen, aber sie kann sie etwas abmildern, indem sie sich bis zu einem gewissen Grad von der Ernsthaftigkeit des Lebens distanziert.[2][1][4][14] Laut Thomas Nagel kann es, zumindest theoretisch, zwei Reaktionen geben, um das Problem des Absurden tatsächlich zu lösen. Dem liegt die Vorstellung zugrunde, dass das Absurde aus dem Bewusstsein eines Konflikts zwischen zwei Aspekten des menschlichen Lebens entsteht: dass sich die Menschen um verschiedene Dinge sorgen und dass die Welt willkürlich erscheint und diese Sorge nicht verdient.[4][2][14] Das Absurde würde nicht entstehen, wenn eines der beiden widersprüchlichen Elemente nicht mehr existieren würde. Dies wäre der Fall, wenn das Individuum aufhören würde, sich um Dinge zu sorgen, wie es einige östliche Religionen vorzuschlagen scheinen, oder wenn man etwas finden könnte, das einen nicht zufälligen Sinn besitzt und so der Sorge würdig ist. Für Theoretiker, die dem Bewusstsein dieses Konflikts für das Absurde Bedeutung beimessen, bietet sich eine weitere Option an: den Konflikt zu ignorieren, soweit dies möglich ist.[4][2][14]

Andere Theoretiker vertreten die Ansicht, dass eine angemessene Reaktion auf das Absurde weder möglich noch notwendig ist, dass es einfach einer der grundlegenden Aspekte des Lebens bleibt, egal wie man ihm begegnet. Diese fehlende Reaktion kann durch die These des Absurdismus selbst gerechtfertigt werden: Wenn im großen Maßstab nichts wirklich von Bedeutung ist, dann gilt dies auch für die menschlichen Reaktionen auf diese Tatsache. Aus dieser Perspektive erscheint die leidenschaftliche Rebellion gegen einen scheinbar trivialen oder unwichtigen Sachverhalt weniger wie ein heroisches Bestreben, sondern eher wie ein törichtes Unterfangen.[2][1][4] Jeffrey Gordan hat gegen diese Kritik eingewandt, dass es einen Unterschied zwischen Absurdität und fehlender Wichtigkeit gibt. Selbst wenn das Leben als Ganzes absurd ist, können einige Tatsachen des Lebens immer noch wichtiger sein als andere, und die Tatsache, dass das Leben als Ganzes absurd ist, wäre ein guter Kandidat für die wichtigeren Tatsachen.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Absurdismus hat Bezüge zum Existentialismus und zum Nihilismus. Seine Wurzeln reichen zurück auf den dänischen Philosophen Søren Kierkegaard im 19. Jahrhundert. Absurdismus wurde vom französischen Philosophen und Schriftsteller Albert Camus in seinem Essay Der Mythos des Sisyphos mit einem absurden Helden beschrieben und in seinem Roman Der Fremde literarisch dargestellt. Der Zweite Weltkrieg schuf das soziale Umfeld, das absurdistische Ansichten stimulierte und deren Entwicklung förderte; insbesondere im besetzten Frankreich.

Immanuel Kant[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Idee, die dem Begriff des Absurden sehr nahe kommt, geht auf Immanuel Kant zurück, der zwischen Phänomenen und Noumena unterscheidet.[12] Diese Unterscheidung bezieht sich auf die Kluft zwischen der Art und Weise, wie die Dinge uns erscheinen, und dem, wie sie an sich sind. So sind beispielsweise Raum und Zeit nach Kant Dimensionen, die zum Bereich der Phänomene gehören, da der Verstand Sinneseindrücke auf diese Weise organisiert. Sie sind aber nicht auf der Ebene der Noumena zu finden.[41][42] Der Begriff des Absurden entspricht der These, dass es eine solche Kluft gibt und menschliche Grenzen den Verstand daran hindern können, die Realität jemals wirklich zu erfassen, d. h. dass die Realität in diesem Sinne für den Verstand absurd bleibt.[12]

Albert Camus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut Camus sei der „absurde Mensch“ stets Atheist. Der Welt sei kein Sinn abzugewinnen und daher bleibe diese nicht nur sinnlos, sondern auch unerklärbar. „Der Mensch“ erkenne die Sinnlosigkeit der Welt und stürze im Verlaufe seines Strebens nach Sinn in tiefste existentielle Krisen. Das Absurde mache vor niemandem halt:

„Das Absurde kann jeden beliebigen Menschen an jeder beliebigen Straßenecke anspringen.“

Für Camus besteht das Absurde im Erkennen der Tatsache, dass das menschliche Streben nach Sinn in einer sinnleeren Welt notwendigerweise vergeblich bleiben muss. Personen sollen daher die Absurdität der menschlichen Existenz annehmen, über die Sinnlosigkeit hinweg jedoch nicht verzagen und sich dem logischen Selbstmord hingeben. Die Leistung des Menschen besteht darin, dennoch weiterzuleben, was Camus als die Revolte beschrieb. Dieses Konzept der philosophischen Revolte wird in dem Essay Der Mensch in der Revolte weiter ausgeführt.

Um nach dem Sinn in einer sinnlosen Welt zu suchen, haben die Menschen drei Möglichkeiten, das Dilemma zu lösen:

  • Selbstmord (oder „Flucht vor der Existenz“): eine Lösung, bei der eine Person das eigene Leben beendet. Camus verwirft diese Option, denn anstatt der Absurdität entgegenzuwirken, wird vielmehr die Existenz nur noch absurder. Man vergibt sich die positiven Seiten des Lebens.
  • Religiöser, spiritueller oder abstrakter Glauben an ein transzendentes Reich, Wesen oder Idee: eine Lösung, in der man an die Existenz einer Realität glaubt, die über dem Absurden steht, und als solche eine Bedeutung hat. Camus betrachtet diese Lösung als „philosophischen Suizid“. Man flieht vor der Realität. Camus verwirft also auch diese Option.
  • Die Annahme des Absurden: eine Lösung, in der man das Absurde akzeptiert und weiterhin trotzdem damit lebt ohne Resignation.

« L'absurde n'a de sens que dans la mesure où l'on n'y consent pas »

„Das Absurde hat nur insofern einen Sinn, als man sich nicht mit ihm abfindet.“

Albert Camus: Der Mythos des Sisyphos[43][44]

In der Revolte gegen das Absurde, als Reaktion auf das Annehmen der Absurdität, kann sich der „absurde Mensch“ selbst verwirklichen und das größte Ausmaß seiner Freiheit erreichen. Ohne religiöse oder andere moralische Zwänge anzuerkennen, während man gleichzeitig die Absurdität als unumkehrbar akzeptiert, könnte man gegebenenfalls zufrieden sein mit der in dem Prozess erstellten persönlichen Bedeutung. Dabei ist man sich bewusst, dass diese Bedeutung rein subjektiv ist, und man niemals weiß, ob diese Bedeutung die richtige ist.

« Il n'est pas de destin qui ne se surmonte par le mepris. »

„Es gibt kein Schicksal, welches nicht durch Verachtung überwunden werden kann.“

Der Mythos des Sisyphos[45][44]

Beziehung zu anderen Begriffen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Existenzielle Krise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Grundproblem des Absurdismus begegnet man gewöhnlich nicht durch eine leidenschaftslose philosophische Untersuchung, sondern als Ausdruck einer existenziellen Krise.[15][3][14] Existenzielle Krisen sind innere Konflikte, in denen der Einzelne mit dem Eindruck ringt, dass das Leben sinnlos ist. Sie werden von verschiedenen negativen Erfahrungen wie Stress, Angst, Verzweiflung und Depression begleitet, die das normale Funktionieren des Einzelnen im Alltag stören können.[20][21][22] In dieser Hinsicht stellt der Konflikt, welcher der absurdistischen Perspektive zugrunde liegt, eine psychologische Herausforderung für die Betroffenen dar. Diese Herausforderung ist auf den Eindruck zurückzuführen, dass das eifrige tägliche Engagement des Handelnden im Widerspruch zur scheinbaren Bedeutungslosigkeit steht, der man durch philosophische Reflexion begegnet.[15] Das Erkennen dieser Inkongruenz ist in der Regel nicht angenehm und kann zu Entfremdung und Hoffnungslosigkeit führen.[46][14] Die innige Beziehung zu psychologischen Krisen manifestiert sich auch in dem Problem, die richtige Antwort auf diesen unwillkommenen Konflikt zu finden, etwa indem man ihn verleugnet, das Leben weniger ernst nimmt oder sich gegen das Absurde auflehnt.[15] Aber das Akzeptieren der Position des Absurdismus kann auch gewisse positive psychologische Auswirkungen haben. In diesem Sinne kann es dem Einzelnen helfen, eine gewisse psychologische Distanz zu ungeprüften Dogmen zu erreichen und ihm so helfen, seine Situation aus einer umfassenderen und objektiveren Perspektive zu bewerten. Es birgt jedoch die Gefahr, alle wesentlichen Unterschiede zu ebenen und damit dem Einzelnen die Entscheidung zu erschweren, was er tun soll oder wie er sein Leben gestalten soll.[7]

Erkenntnistheoretischer Skeptizismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde argumentiert, dass der Absurdismus im praktischen Bereich dem erkenntnistheoretischen Skeptizismus im theoretischen Bereich ähnelt.[2][12] Im Bezug auf die Erkenntnistheorie setzen wir unser Wissen über die Welt um uns herum meist als selbstverständlich voraus, auch wenn sich bei der Anwendung des methodischen Zweifelns herausstellt, dass dieses Wissen nicht so unerschütterlich ist wie ursprünglich angenommen.[47] So kann der Handelnde beispielsweise beschließen, seiner Wahrnehmung, dass die Sonne scheint, zu vertrauen, aber die Zuverlässigkeit dieser Wahrnehmung hängt von der Annahme ab, dass der Handelnde nicht träumt, was er selbst dann nicht wüsste, wenn er träumt. In ähnlicher Weise kann der Handelnde sich entscheiden, Aspirin zu nehmen, um Kopfschmerzen zu vermeiden, obwohl er möglicherweise er nicht begründen kann, warum er sich überhaupt um sein eigenes Wohlbefinden sorgen sollte.[2] In beiden Fällen geht der Handelnde mit einer Form von ungestütztem natürlichem Vertrauen vor und nimmt das Leben weitgehend als selbstverständlich hin, obwohl seine Rechtfertigungsfähigkeit nur auf einen recht kleinen Bereich beschränkt ist und versagt, wenn sie auf den größeren Kontext angewendet wird, von dem der kleine Bereich abhängt.[2][14]

Sonstige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es wurde argumentiert, dass der Absurdismus im Gegensatz zu verschiedenen Grundprinzipien und Annahmen der Erziehung steht, wie der Bedeutung der Wahrheit und der Förderung der Rationalität bei den Schülern.[7]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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  40. Gerald E. Wade: Camus' Absurd Don Juan. In: Romance Notes. 1, Nr. 2, 1960, ISSN 0035-7995, S. 85–91.
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