Erziehung

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Dieser Artikel befasst sich mit der Erziehung von Menschen. Für weitere Bedeutungen siehe Erziehung (Begriffsklärung).
Der erste Schritt. Burmesische Familie

„Unter Erziehung versteht man die pädagogische Einflußnahme auf die Entwicklung und das Verhalten Heranwachsender. Dabei beinhaltet der Begriff sowohl den Prozeß als auch das Resultat dieser Einflußnahme.“[1] Die von Erziehung betroffenen Kinder und Jugendlichen werden historisch auch als Zöglinge, fachsprachlich als Edukanden (= die zu Erziehenden) bezeichnet.

Der Ausdruck „Erziehung“ bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch sowohl die Gesamtheit allen erzieherischen Handelns, das die Personalisation, Sozialisation und Enkulturation eines Menschen steuert, als auch einzelne Teile dieses Gesamtprozesses, wie z. B. die Sexualerziehung, Gesundheitserziehung oder Verkehrserziehung.

Erziehung wird von Erziehungsnormen geleitet. Sie erfolgt im Rahmen von Erziehungskonzepten, die auf Erziehungsziele ausgerichtet sind, und greift auf Erziehungsmittel und Erziehungsmethoden zu.

Etymologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wort erziehen geht auf ahd. irziohan (herausziehen) zurück und nimmt unter dem Vorbild des Wortes educare (lateinisch für großziehen, ernähren, erziehen) bald die Lehnbedeutung jemandes Geist und Charakter bilden und seine Entwicklung fördern an.[2]

Erziehung in den wissenschaftlichen Disziplinen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die wissenschaftliche Disziplin, die sich in erster Linie und schwerpunktmäßig mit der Theorie und Praxis von Erziehung befasst, ist die Pädagogik bzw. Erziehungswissenschaft. Mit den gesellschaftlichen Strukturen des Erziehungssystems beschäftigt sich die Erziehungssoziologie, während die Pädagogische Psychologie und die Schulpsychologie die psychologischen Dimensionen der Erziehung im Blickfeld haben. Weitere Wissenschaften machen Erziehung im Rahmen ihres fachlichen Zuständigkeitsbereichs ebenfalls zum Gegenstand der Betrachtung, wie etwa die Philosophie, die Religionswissenschaft, die Rechtswissenschaft, die Politikwissenschaft, die Sportwissenschaft, die Psychologie, die Soziologie, die Sozialgeschichte oder die Kulturgeschichte. Sie tragen jeweils eine Verantwortung für einen essentiellen Beitrag aus ihren Fachgebieten zu der lebendigen Reflexion und Weiterentwicklung der Erziehungsnotwendigkeiten.

Theoretische Begründung des Erziehungsbegriffes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Seiten der Pädagogik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Erziehungswissenschaftler Wolfgang Brezinka formuliert:

„Unter Erziehung werden Handlungen verstanden, durch die Menschen versuchen, das Gefüge der psychischen Dispositionen anderer Menschen in irgendeiner Hinsicht dauerhaft zu verbessern oder seine als wertvoll beurteilten Bestandteile zu erhalten oder die Entstehung von Dispositionen, die als schlecht bewertet werden, zu verhüten.“[3]

Von Seiten der Psychologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Seiten der Psychologie gibt es keine prominenten Anstrengungen, den Erziehungsbegriff theoretisch zu begründen; viele Autoren haben sich jedoch um die theoretische Begründung von Begriffen verdient gemacht, die als Bestandteile einer Definition für „Erziehung“ herangezogen werden können.

So unterscheiden die Autoren Heinz Walter Krohne und Michael Hock zwischen Erziehungskonzepten und Erziehungsstilen. Während Erziehungskonzepte Bündel von Einstellungen, Zielen und Überzeugungen sind, bezeichnet der Ausdruck Erziehungsstil die individuellen Verhaltenstendenzen von Eltern und Erziehern. Beispiele für Erziehungskonzepte sind eine leistungs- oder bildungsorientierte, emanzipatorische, antiautoritäre oder christliche Erziehung. Unterschiedliche Erziehungsstile dagegen zeichnen sich durch ein unterschiedlich hohes Niveau von Autorität, Responsivität und Empathie aus. Der Erziehungsstil kann sich ‒ der individuellen emotionalen und sozialen Kompetenz und dem Temperament des Erziehenden entsprechend ‒ von Person zu Person stark unterscheiden, ist beim Einzelnen aber meist recht stabil.[4]

Von Seiten der Soziologie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Vertreter der Soziologie hat sich etwa Émile Durkheim um eine theoretische Begründung des Erziehungsbegriffes bemüht. In seiner pädagogischen Hauptschrift, L’éducation morale (postum, 1923), hat er Erziehung als methodische Sozialisation bestimmt. Erziehung sei diejenige Teilmenge der Sozialisationsvorgänge, die das Kompetenzgefälle zwischen den Erwachsenen und der jüngeren Generation aufheben soll. Erziehung mache den Menschen zum sozialen Geschöpf und diene der Bestandssicherung des sozialen Systems, in dem sie stattfindet. Als eine Tätigkeit, die von pädagogischen Normen geleitet wird, sei sie allerdings keine urmenschliche Gegebenheit, sondern setze historisch erst zu einem Zeitpunkt ein, an dem die Erziehung über Religion und Familie allein nicht mehr ausgereicht habe.[5]

Wie Durkheim, so begriff auch Niklas Luhmann Erziehung als „eine intentionale Tätigkeit, die sich darum bemüht, Fähigkeiten von Menschen zu entwickeln und in ihrer sozialen Anschlussfähigkeit zu fördern.“[6] Auch Luhmann unterscheidet ausdrücklich zwischen Erziehung und Sozialisation; weil sein (systemtheoretisches) Interesse an Erziehung vorrangig autopoietischen Merkmalen gilt, die am offensichtlichsten in der institutionellen, d.h. schulischen Erziehung gegeben sind, spielt die Unterscheidung von „Erziehung“ und „Bildung“ bei ihm jedoch nur eine Nebenrolle.[7]

Begriffsabgrenzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erziehung vs. Sozialisation und Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Begriffe Erziehung, Bildung und Sozialisation liegen eng benachbart. Sie klar voneinander zu unterscheiden, ist nicht einfach. Eine genaue Bestandsaufnahme aller Bedeutungen der drei Begriffe haben 2008 Wolfgang Hörner, Barbara Drinck und Solvejg Jobst versucht.[8] Der vom deutschen Idealismus geprägte Begriff Bildung bezieht sich danach stärker als Erziehung auf die Kognition. Die ausdrücklich normativen Komponenten von Erziehung fehlen und die Eigentätigkeit des sich bildenden Individuums steht im Vordergrund, wodurch der Begriff ein Element von Emanzipation erhält.[9]

Eine Unterscheidung zwischen Erziehung und Sozialisation hat Friedhelm Neidhardt vorgenommen, für den Erstere ein normatives Konzept ist, in dem bestimmte ideale pädagogische Vorstellungen umgesetzt werden, während Letztere als Sammelbegriff alle faktischen Bedingungen des Hineinwachsens in eine Gesellschaft bezeichnet.[10]

Matthias Grundmann (Universität Münster) definierte Erziehung 2009 als „die Etablierung sozial erwünschter Eigenschaften von Personen durch Bezugspersonen“, während mit Bildung „die Kultivierung von Handlungswissen einzelner Individuen“ und mit Sozialisation „der ganz allgemeine, anthropologisch fundierte Sachverhalt der sozialen Gestaltung von verlässlichen Sozialbeziehungen und der intergenerationalen Tradierung von sozialem Handlungswissen“ umschrieben werde.[11]

Erziehung vs. Pädagogik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nicht selbstverständlich ist weiterhin die Unterscheidung von Erziehung und Pädagogik. Noch Kant hat beide Ausdrücke meist synonym verwendet, und manche Autoren folgen ihm darin bis heute.[12] Die Mehrzahl der Autoren versteht unter Pädagogik jedoch nicht die Erziehung selbst, sondern das Nachdenken über Erziehung.

Probleme des Begriffes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erziehung als Zumutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie unter anderem Niklas Luhmann und Dieter Lenzen aufgewiesen haben, wird Erziehung auch innerhalb der Pädagogik häufig als Zumutung empfunden.[13]

Bei Erwachsenen wird der Begriff Erziehung im Sinne einer Fremderziehung in neueren Publikationen vermieden und nur noch als Selbsterziehung allgemein akzeptiert. So spricht man etwa im Verkehrsleben bei der Einflussnahme auf Kinder und Jugendliche von Verkehrserziehung, bei erwachsenen Verkehrsdelinquenten dagegen von Belehrung oder Verkehrsunterricht.

Auch in der Geragogik, der Wissenschaft von der Betreuung alter Menschen, die darauf zielt, Kompetenzen möglichst lange zu erhalten, wird der Ausdruck Erziehung – obwohl hier sämtliche Definitionskriterien für Erziehung vorliegen –, als diffamierend und entsprechend unpassend empfunden. Man spricht in diesem Bereich daher heute von "Betreuung" oder "Seniorenbildung". Hierzu machen etwa Volkshochschulen und Hochschulen spezielle Angebote.

Klaus Prange urteilte 2006, dass solche Sprachregelungen als Bemühung gesehen werden müssen, den Nimbus von Bildung für erzieherische Maßnahmen in Anspruch zu nehmen.[14]

Auch die Psychotherapie umfasst mit der methodischen Einflussnahme des Therapeuten auf die Gefühlsökonomie des Patienten Elemente, die alle Definitionskriterien für Erziehung erfüllen.[15]

Image und Unschärfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Erziehung“ hat im deutschsprachigen Raum heute oftmals ein schlechtes Image.[16] Wie Werner Loch aufgewiesen hat, wird ihr ein autoritärer Beigeschmack und eine Belastung mit Tendenzen von Unterdrückung, Entmündigung, Gängelung oder Engstirnigkeit zugeschrieben.[17] Der gelegentlich euphemistische Missbrauch des Wortes „Erziehung“ für Indoktrination und Gehirnwäsche hat bei einigen Autoren Skepsis geweckt, dass Euphemismen auch bei anderweitigem Gebrauch des Ausdrucks im Spiel sein könnten.[18] Die radikalste Ausformung dieser Skepsis findet sich in antipädagogischen Konzepten, wie sie heute z. B. noch von Hubertus von Schoenebeck vertreten werden. Klaus Prange schrieb zum Hautgout des Erziehungsbegriffes ironisch: „Folgte man der Nomenklatura der sich avantgardistisch gebenden Pädagogik, dann dürfte von alleinerziehenden Müttern und Vätern nicht mehr die Rede sein, sondern man hätte von alleinversorgenden Lebensbegleitern und teilhabebehilflichen Beziehungsarbeiterinnen zu sprechen, die es im unglücklichen Fällen nicht mehr mit schwererziehbaren Kindern zu tun haben, sondern mit aushandlungsresistenten Fällen in erschwerten Lebenslagen“.[19] Tatsächlich verzichten viele Pädagogen auf den Erziehungsbegriff ganz, und weichen stattdessen auf Begriffe wie „bilden“ und „helfen“ aus.[20] Obwohl Erziehung „das eine und ganze Thema der Pädagogik“ ist (Prange)[21], besteht innerhalb der Pädagogik große Unklarheit über den Gegenstand dieser Wissenschaft.[20]

Geschichte der Erziehung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Pädagogik

Die Erziehung war in der westlichen Welt bis ins 20. Jahrhundert hinein vor allem vom Christentum geprägt, wobei das Ideal der christlichen Erziehung der gläubige Mensch war. Der mittelalterlichen Scholastik ist es zu verdanken, dass in die christliche Pädagogik auch aristotelisches Gedankengut einging. Die Aufklärung, der Neuhumanismus und der deutsche Idealismus führten vom 17. Jahrhundert an zur Entstehung einer säkularisierten bürgerlichen Erziehungsphilosophie, deren Ideal der gebildete, aufgeklärte Mensch war, der gleichzeitig ein nützliches Mitglied der Gesellschaft ist. In einer zweiten, von Jean-Jacques Rousseau ausgehenden Traditionslinie entstanden seit dem 19. Jahrhundert verschiedene Strömungen der Reformpädagogik, die sich gegen Lebensfremdheit und Autoritarismus wandten und ihre Pädagogik vom Kinde her zu entwickeln versuchten. Das bewusste, reflektierte, später auch von Ratgeberliteratur beeinflusste Erziehen im Elternhaus setzte mit der Entstehung der bürgerlichen Gesellschaft im 17./18. Jahrhundert ein, die die Erziehung zum zentralen Zweck der Institution Familie machte.

Der Nationalsozialismus brachte im 20. Jahrhundert keine eigenständige Erziehungsphilosophie hervor, der systematische Missbrauch, den dieses Regime mit Erziehung trieb, hatte im deutschen Sprachraum nach 1945 jedoch eine langwierige Diskreditierung von Autorität zur Folge. Diese kam insbesondere in den pädagogischen Diskursen der 68er-Bewegung und der Außerparlamentarischen Opposition zum Ausdruck, prägt den gesellschaftlichen Erziehungsdiskurs in Deutschland und Österreich jedoch bis heute. In den Vereinigten Staaten dagegen, wo für einen vergleichbaren Autoritätsdiskurs die historischen Voraussetzungen fehlten, entstanden in den 1990er Jahren Ansätze zu einer modernen Charaktererziehung, die die Ideale der bürgerlichen Erziehung mit Einsichten der aktuellen psychologischen Forschung und den gesellschaftlichen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu vereinbaren sucht.

Pädagogische Perspektive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allgemeines[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mensch kommt als ein hilfloses Wesen zur Welt, das ohne fremde Fürsorge nicht einmal Tage überleben könnte. Er wird außerdem nur mit rudimentären körperlichen, geistigen und seelischen Anlagen geboren, die es im Laufe des Lebens so zu entwickeln gilt, dass aus dem hilfsbedürftigen Geschöpf ein vollwertiges Mitglied der menschlichen Gemeinschaft werden kann. Die Pädagogik charakterisiert den jungen Menschen insofern mit einem Fachbegriff als Educandus, als ein Wesen, das der Erziehung bedarf. Diese Erziehung beginnt mit einer Fremderziehung des Heranwachsenden, die in eine Selbsterziehung des Erwachsenen münden sollte.

Nach Warwitz vollzieht sich Erziehung mit dem Bild des Dichters Rilke in wachsenden Ringen, die sich über die Dinge ziehn: Der junge Mensch erweitert mit jeder Erfahrung und jeder neuen Erkenntnis seinen Horizont. Er muss für sich eine fortgesetzte Welterweiterung leisten, die in der Regel mit Wagnis verbunden ist, weil sie auch scheitern kann. Der Heranwachsende muss es wagen, sich ständig auf Neues, Unbekanntes einzulassen, um innerlich und äußerlich wachsen zu können. Der Erzieher muss es einerseits wagen, die Verantwortung des Erziehens auf sich zu nehmen und andererseits auch, seinen Zögling in die Selbstständigkeit und Eigenverantwortung zu entlassen.[22]

Erziehung wird von der Erziehungswissenschaft nicht als Nürnberger Trichter mit Erfolgsgarantie, sondern als Hilfe zur Selbstgestaltung der Persönlichkeit verstanden wird, wobei die tatsächliche Umsetzung letztendlich bei dem zu Erziehenden liegt, seitens des Erziehers also mit dem Prinzip Hoffnung verbunden ist. Der Didaktiker Siegbert A. Warwitz formuliert zu der Frage des Lerntransfers: Der Charakter der Freiheit menschlicher Entscheidungen bestimmt jedoch, dass jedes Lernen letztlich mit Transferhoffnung verbunden bleibt und die Auswirkungen von Lernprozessen nicht programmiert werden können.[23]

Erziehungsverantwortung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unmittelbar erziehungsverantwortlich können – kulturabhängig – Eltern, weitere Familienangehörige, Stammesmitglieder oder professionelle Erzieher und Lehrer sein.

Da Eltern ohne eine entsprechende Vorbildung angesichts der komplizierten und komplexen Anforderungen und Gefahren der modernen Gesellschaft schnell an die Grenzen ihrer Kompetenzen im Erziehungsbereich stoßen, beschränkt sich ihr Erziehungsbeitrag heute in der Regel auf eine elementare Erziehung. Das weitere anspruchsvollere Erziehungs- und Bildungsgeschehen wird dann entscheidend von durch Ausbildung und Prüfungen dafür qualifizierte Fachleute der staatlichen Bildungseinrichtungen bestimmt. So wurde bereits 1919 mit der Weimarer Verfassung eine allgemeine Schulpflicht für ganz Deutschland festgeschrieben, die für alle Kinder und Jugendliche eine angemessene Erziehung und Bildung gewährleisten sollte.[24] Als oberste Instanzen wurden dazu Verwaltungseinrichtungen geschaffen, die, je nach Zeit und Bundesland, als Erziehungsministerium, Reichserziehungsministerium, Kultusministerium oder Wissenschaftsministerium bezeichnet wurden. Sie tragen bis heute die Hauptverantwortung für eine allen Kindern und Jugendlichen entsprechend ihren Fähigkeiten zugängliche optimale Erziehung und Bildung.

Erziehungsinstanzen und -kompetenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der geborene Erzieher ist eine zum Schlagwort gewordene Begriffsschöpfung des Reformpädagogen Eduard Spranger aus dem Jahre 1958.[25] Die als Denkbild erfundene Redewendung findet auch heute noch im Sinne einer bewundernden Kennzeichnung eines Ausnahmepädagogen Verwendung, dem ein besonderes Talent zum Erziehen zugeschrieben wird.[26]

Die Aufgabe der Erziehung obliegt zunächst den Eltern bzw. Erziehungsberechtigten.[27] Ihr folgt auf institutioneller Ebene als staatlicher Erziehungsauftrag[28] die in der Regel mit Unterricht und der sachkundigen Einführung in die benötigten Kulturtechniken der Gesellschaft verbundene Erziehung durch dafür professionell ausgebildete Erzieher und Lehrer, die im optimalen Fall auf wissenschaftlicher Basis und mit fundierten didaktischen Kenntnissen dafür qualifiziert sind.

Eltern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eltern sind weder von Natur aus prädestinierte noch gelernte Erzieher, sondern durch Zeugung und Geburt rechtlich in die Rolle der Fürsorgenden und Erziehenden ihres Nachwuchses gelangt. Sie müssen sich darin zurechtfinden und werden bei gravierendem Fehlverhalten sogar in die Pflicht genommen.[29] Ihr Erzieherwissen resultiert jedoch in aller Regel nur aus Erinnerungen an die eigene Erziehung bzw. aus den in ihrem gesellschaftlichen Umfeld üblichen Praktiken. In der verstärkten Selbstfindungsphase der Pubertät entgleiten viele Jugendliche den elterlichen Erziehungsvorstellungen und lassen ihre Eltern oft hilflos zurück. Bei den dann häufigeren Erziehungsproblemen versucht eine stetig anwachsende sogenannte Ratgeberliteratur, oft von Eltern für Eltern geschrieben, zu helfen.[30] Vergleichbar den Patientenratgebern im Medizinbereich, vermitteln die erzieherischen Ratgeber Eltern eine leicht verständliche, von der Fachterminologie weitestgehend unbelastete, vereinfachte Darstellung der für sie wichtigen Informationen.[31] Chance wie Problematik der elterlichen Erziehung ist nach Felix von Cube die emotionale Nähe und enge Lebensbeziehung, die die notwendige Objektivität bzw. das Handeln, etwa nach der pädagogischen Leitlinie „Fordern statt Verwöhnen“, trüben können.[32]

Peergroups[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peergroups, die sozialen Gruppierungen der Ähnlichaltrigen, beeinflussen ab der Pubertät zunehmend sowohl funktional als auch intentional das Erziehungsgeschehen. Sie haben oft einen größeren Einfluss auf die Entwicklung der Jugendlichen als die Elterngeneration und sind daher in Form sogenannter Peergroup-Education in besonders schwierigen Erziehungsfeldern wie etwa der Gesundheitserziehung, der Verkehrserziehung oder der Sexualerziehung von großer Bedeutung.

Funktional wirken sie, indem sie das Zusammenleben und die Gewohnheiten, die Interessen, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen der Jugendlichen wesentlich bestimmen. Intentional wirken sie, indem sie – etwa durch Initiationsrituale wie Mutproben – auf die Charakterbildung und den Verhaltenskodex der Gruppenmitglieder gezielt Einfluss nehmen. Ab der Pubertät gerät der Einfluss der Peergroup zunehmend in Konkurrenz zu der bis dahin meist widerspruchslos hingenommenen elterlichen Erziehung.

Die Einfluss der Peergroup erwächst aus der ähnlichen Mentalität und der freiwilligen Zuwendung der Jugendlichen zu ihren jeweiligen Cliquen. Die Gefahren resultieren aus ihrer eigenständigen, oft unkontrollierten Wertausrichtung.[33]

Professionelle Erzieher[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Professionelle Erzieher wie Kindheitspädagogen oder Lehrer haben das Lehren und Erziehen zu ihrem Beruf gemacht. Sie durchlaufen dazu in einer mehrphasigen Lehrerbildung eine jahrelange Ausbildung in Theorie und Praxis, wobei sie sich durch staatlich vorgeschriebene Prüfungen, sogenannte Staatsexamina, qualifizieren und ausweisen müssen. Im Unterschied zu den Eltern sammeln sie dabei Erfahrungen mit zahlreichen Kindern und Jugendlichen verschiedenen Alters, auch in gruppendynamisch funktionierenden Erziehungsverbänden wie Klassengemeinschaften. Da sie nicht auf eigene Kinder fokussiert und dadurch von persönlicher Betroffenheit und Wunschdenken relativ unabhängig sind und einen größeren Überblick über die unterschiedlichen Entwicklungen und Lernzustände der ihnen anvertrauten Kinder haben, können sie objektivere Vergleichsmaßstäbe entwickeln. Professionelle Erzieher müssen dazu in der Lage sein, die anspruchsvolle wissenschaftliche Fachliteratur aufzuarbeiten und die erlernten didaktischen Alternativen in der praktischen Erziehung umzusetzen.[34] Sie erreichen damit den bestmöglichen Kompetenzstand im Erziehungsbereich. Kontraproduktiv sind auch für den kompetenten Erzieher zu große und zu inhomogene Klassenverbände, die eine qualitativ hochwertige, individualitätsgerechte Erziehung trotz besseren Wissens erschweren oder sogar verhindern können. Kontraproduktiv ist auch eine mangelnde Compliance, wenn Eltern bei den schulischen Erziehungsmaßnahmen nicht kooperieren oder sie sogar konterkarieren.[34][35]

Erziehungsstandards in der Westlichen Welt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Angesichts der Spannweite unterschiedlicher Erziehungsvorstellungen und Erziehungspraktiken hat die Sprachgebung aus dem Ursprungsbegriff ein differenziertes Vokabular geschaffen, das die Nuancen genauer zu erfassen geeignet ist: So beschränkt sich Erziehung in einfach strukturierten Gesellschaften und bildungsfernen Familien weitestgehend auf ein Großziehen oder Aufziehen, das lediglich die elementaren Lebensbedürfnisse und die benötigten Handlungstechniken abdeckt. In den hoch entwickelten Kulturen wird Erziehung darüber hinaus zu einer komplizierten anspruchsvollen Aufgabe, die entsprechend qualifizierter Erzieher bedarf und wissenschaftlich und gesellschaftspolitisch intensiv reflektiert und diskutiert wird. Ein Mensch mit Erziehung gilt hier als eine reife Persönlichkeit mit einem den gesellschaftlichen Normen entsprechenden gewissen Bildungsstand und guten Umgangsformen.

Erziehung findet im Rahmen der unterschiedlichen Werteordnungen der jeweiligen Gesellschaften statt. Die Zielsetzungen bestimmen sich in westlichen Kulturen zunächst durch weitestgehend konsensfähige formale Tugenden wie Toleranz, Gewaltlosigkeit, Dialogbereitschaft, Kompromissfähigkeit, Mut, Zivilcourage oder Leistungsbereitschaft. Sie werden in Teilen der Gesellschaft ergänzt durch inhaltliche oder weltanschauliche Wertvorstellungen wie eine humanistische oder eine Christliche Erziehung.

Angemessenes Handeln wird nicht andressiert, sondern miteinander erarbeitet. Es muss einerseits den gesellschaftlichen Normen, andererseits der Persönlichkeitsstruktur des Heranwachsenden entsprechen. Das schließt bei unsozialem, uneinsichtigem Verhalten Sanktionen nicht aus. Was allgemein als angemessen erscheint, bestimmt sich aus den Wertsetzungen und Verhaltensregeln der jeweiligen Gesellschaft.

Wer erzieht, erzieht nicht automatisch schon förderlich. Falsche Erziehung kann zu Fehlentwicklungen führen. So warnt der Verhaltensforscher Felix von Cube etwa vor einer Verwöhnpädagogik, die zu wenig fordert.[36] In gleichem Sinne spricht der Didaktiker Siegbert A. Warwitz von einer Bewährpädagogik, die die veraltete Bewahrpädagogik ablösen müsse:[37] Erziehung benötigt sachkundige Helfer, die das Potenzial ihres Zöglings nicht unter-, aber auch nicht überschätzen. Beides kann gravierende negative Folgen für die Entwicklung haben. Mit seiner viel beachteten Streitschrift Lob der Disziplin hat der Pädagoge und Schulleiter Bernhard Bueb wieder mehr Mut zur Erziehung eingefordert, Grundtugenden wie Disziplin und Fleiß wieder in die pädagogische Diskussion eingebracht und sie der verbreiteten Resignation und dem Laissez-Faire-Verhalten im Erziehungsbereich entgegengestellt.[38]

Zeitgemäße Erziehung folgt angesichts des sehr komplexen Phänomens und der anspruchsvollen Aufgabenstellung, Jugendliche auf dem Weg zu kritischen, kreativen, eigenverantwortlichen, mündigen Persönlichkeiten zu fördern, methodisch dem Prinzip des Mehrdimensionalen Lernens, d. h. der Erziehungsansatz ist ganzheitlich ausgerichtet. Das bedeutet: Er beschränkt sich nicht nur auf Einzelaspekte des menschlichen Eigenschaftsspektrums wie die körperlichen, emotionalen, volitiven, sozialen, intellektuellen und lebenspraktischen Dispositionen, sondern nimmt das Gesamtprofil der werdenden Persönlichkeit in den Blick. Er orientiert sich dabei einerseits an den Gegebenheiten des einzelnen Heranwachsenden und andererseits an den Erfordernissen der sozialen Gemeinschaft, in die sich der Einzelne integrieren muss.

Wagniserziehung im Kindergarten (Thüringen 1955)

Zeitgemäße Erziehung vollzieht sich nicht in abstrakten Räumen (das tut man, das tut man nicht), sondern in konkreten Bewährungssituationen. Dazu dienen spezielle Erziehungsbereiche, die für sich wiederum didaktisch und methodisch spezialisierte Aufgabenfelder und Vorgehensweisen entwickeln. Als solche haben sich in den hoch entwickelten Gesellschaften Unterformen wie beispielsweise die Bewegungserziehung, die Persönlichkeitserziehung, die Gesundheitserziehung, die Sexualerziehung, die Sozialerziehung, die Medienerziehung, die Spracherziehung, die Spielerziehung, die Umwelterziehung, die Verkehrserziehung oder die Wagniserziehung im Erziehungswesen etabliert.

Die psychologische Komponente[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die psychologische Komponente im Erziehungsprozess betrifft vor allem das Erziehungsklima zwischen Zögling und Erzieher. Die Akzeptanz von Erziehung durch den Heranwachsenden und die dauerhafte Wirkung auf seine Entwicklung hängen entscheidend von der Überzeugungskraft des Erziehers ab. Diese wiederum ergibt sich wesentlich aus dessen Vertrauenswürdigkeit, Dialogfähigkeit und positiver Vorbildwirkung:

Redensarten wie Quod licet jovi, non licet bovi oder Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst, bestimme ich, was du tust zerstören das notwendige Vertrauen, weil sie das Abhängigkeitsverhältnis ausnutzen und statt über Argumente und Überzeugungskraft ihre Autorität aus der Macht des Stärkeren herleiten, was als unfair erkannt wird und verbittert. Das Einfordern von blindem Gehorsam dokumentiert eine Hilflosigkeit des Erziehers.[39]

Der Erzieher darf keine Diskrepanz entstehen lassen zwischen den Forderungen an den Jugendlichen und dem eigenen Verhalten. Er muss einen sachlichen, von Respekt getragenen Umgang pflegen, der sich auch bei Kritik an Verfehlungen nicht von Emotionen und Beschimpfungen leiten lässt, sondern mit Selbstbeherrschung und Ruhe selbst bei Provokationen des Jüngeren zur Deeskalation beiträgt. Strafmaßnahmen werden nur als gerecht empfunden, wenn sie angemessen sind und aus der Sache erwachsen, wie etwa das Wiedergutmachen eines angerichteten Schadens.

Rechtliche Perspektive[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Erziehungsrecht

Die Erziehung in Elternhaus und Schule ist in vielen Ländern gesetzlich geregelt, in Deutschland beispielsweise durch Art. 6 Abs. 2 Grundgesetz, der festschreibt: Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht. Über ihre Betätigung wacht die staatliche Gemeinschaft. In der Schweiz besteht mit Art. 296 Zivilgesetzbuch (ZGB) eine ähnliche Regelung. In Österreich spricht man von „Obsorge“.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fachliteratur

  • Wolfgang Brezinka: Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft, 5. Auflage, Ernst Reinhardt Verlag, München 1990.
  • Bernhard Bueb: Lob der Disziplin. Eine Streitschrift. List, Ullstein Taschenbuch, Berlin 2008, ISBN 978-3-548-36930-3.
  • Felix von Cube: Fordern statt Verwöhnen – Die Erkenntnisse der Verhaltensbiologie in der Erziehung. Piper, München 1986.
  • Urs Fuhrer: Lehrbuch Erziehungspsychologie. 2., überarbeitete Auflage. Huber, Bern 2009, ISBN 978-3-456-84360-5.
  • Erich E. Geissler: Die Erziehung. Ihre Bedeutung, ihre Grundlagen und ihre Mittel. Ergon, Würzburg 2006, ISBN 3-89913-535-0.
  • Marius Harring, Oliver Böhm-Kasper, Carsten Rohlfs und Christian Palentien: Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen – eine Einführung in die Thematik, In: Mariua Harring u. a.: (Hrsg.): Freundschaften, Cliquen und Jugendkulturen Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen, VS-Verlag, Wiesbaden 2010.
  • Jürgen Oelkers: Einführung in die Theorie der Erziehung. Beltz, Weinheim 2001, ISBN 3-407-25519-5.
  • Eduard Spranger: Der geborene Erzieher. Quelle & Meyer, Heidelberg 1958.
  • Siegbert A. Warwitz: Die Frage des Lerntransfers, In: Ders.: Verkehrserziehung vom Kinde aus. Wahrnehmen–Spielen–Denken–Handeln, Schneider Verlag, 6. Auflage, Baltmannsweiler 2009, S. 280–281, ISBN 978-3-8340-0563-2.
  • Siegbert A. Warwitz: Wenn Wagnis den Weg weist des Werdens, In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2. erweiterte Auflage, Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, S. 260–295.

Ratgeberliteratur

  • Po Bronson, Ashley Merryman: 10 schockierende Wahrheiten über Erziehung. Was eine Stunde Schlaf mit ADS zu tun hat, warum Sie Ihr Kind besser nicht loben sollten und warum besonders gut gemeinte Erziehung keine 'Engel' produziert. (Originaltitel: Nurture Shock). Riemann Verlag, 2010, ISBN 978-3-570-50119-1.
  • Andreas Dutschmann: Das Konfliktlösungstraining für Eltern und Pädagogen (KLT). verlag modernes lernen, Dortmund 2005, ISBN 3-938187-06-9.
  • Urs Fuhrer: Erziehungskompetenz. Was Eltern und Familien stark macht. Huber, Bern 2007, ISBN 978-3-456-84370-4.
  • Britta Hahn: Ich will anders, als du willst, Mama! Junfermann, Paderborn 2007, ISBN 978-3-87387-665-1.
  • Michael Köditz: Wenn Kinder schwierig sind. Eine Hilfestellung für Eltern, Lehrer und Erzieher. dtv Verlag, München 2004, ISBN 3-423-34117-3.
  • Norbert Kühne: Erziehen und Fördern – die 100 wichtigsten Fragen (FAQ). Bildungsverlag EINS, Troisdorf 2004, ISBN 3-427-19372-1.
  • Monika Löhle: Wie Kinder ticken. Vom Verstehen zum Erziehen. Huber Verlag, Bern 2007, ISBN 978-3-456-84496-1.
  • Walter Schmidt: Solange du deine Füße ... – Was Erziehungsfloskeln über uns verraten. Eichborn, Köln 2014, ISBN 978-3-8479-0563-9.
  • Bernd Seemann, Anna Seemann: Bedienungsanleitung Kind. LOBmedia-Lehmanns, Berlin 2007, ISBN 978-3-86541-210-2.

Spezialthemen

  • Ulrike Prokop (Hrsg.): Erziehung als Unterhaltung in den populären TV-Ratgebern „Super Nanny“ und „S.O.S. Schule“. Tectum Verlag, Marburg 2008, ISBN 978-3-8288-9652-9.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erziehung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Erziehung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  Wikiquote: Erziehung – Zitate

Ratgeberseiten

Rechtliche Gesichtspunkte

Redewendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • für mangelhafte Erziehung/Umgangsformen: Er/sie hat die Kinderstube im Schnellzug durcheilt oder er/sie ist im Galopp durch die Kinderstube geritten
  • für gehobene Erziehung: Er/sie ist ein Mensch mit (von) Erziehung.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Brockhaus Enzyklopädie, Stichwort Erziehung, Bd. 5, 17. Auflage, Wiesbaden 1968, S. 707
  2. Duden: das Herkunftswörterbuch: Etymologie der deutschen Sprache. 4. Auflage. 2007.
  3. Wolfgang Brezinka: Grundbegriffe der Erziehungswissenschaft, 5. Auflage, Ernst Reinhardt Verlag, München 1990, S. 95
  4. Heinz Walter Krohne, Michael Hock: Elterliche Erziehung und Angstentwicklung des Kindes: Untersuchung über die Entwicklungsbedingungen von Ängstlichkeit und Angstbewältigung. Huber, Bern 1994; Heinz Walter Krohne, Michael Hock: Erziehungsstil. In: D. H. Rost (Hrsg.): Handwörterbuch pädagogischer Psychologie. Beltz, Weinheim 1998.
  5. Klaus Prange: Schlüsselwerke der Pädagogik. Band 2: Von Fröbel bis Luhmann. Kohlhammer, 2009, ISBN 978-3-17-019607-0, S. 118–130.
  6. Niklas Luhmann: Das Erziehungssystem der Gesellschaft. Suhrkamp, Frankfurt 2002, ISBN 978-3-518-29193-1, S. 15 (Online [PDF]).
  7. Niklas Luhmann: Das Erziehungssystem der Gesellschaft. Suhrkamp, Frankfurt 2002, ISBN 978-3-518-29193-1, S. 186 ff. (Online [PDF]).
  8. Wolfgang Hörner, Barbara Drinck, Solvejg Jobst: Bildung, Erziehung, Sozialisation. Verlag Barbara Budrich, Opladen 2008, ISBN 978-3-8252-3089-0.
  9. Hörner, Drinck, Jobst (2008), S. 10.
  10. Hörner, Drinck, Jobst (2008), S. 73; Friedhelm Neidhardt: „Modernisierung“ der Erziehung: Ansätze und Thesen zu einer Sozialisation. In: Franz Ronneberger (Hrsg.): Sozialisation durch Massenkommunikation. Enke, Stuttgart 1971, S. 1–20.
  11. Matthias Grundmann: Sozialisation – Erziehung – Bildung: Eine kritische Begriffsbestimmung. In: Rolf Becker (Hrsg.): Lehrbuch der Bildungssoziologie. Springer, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-14794-9, S. 61.
  12. Immanuel Kant: Über Pädagogik. Robinson dos Santos: Moralität und Erziehung bei Immanuel Kant. Diss. Kassel University Press, Kassel 2007, ISBN 978-3-89958-344-1, S. 22; vgl. z. B. Albert Wunsch: Abschied von der Spaßpädagogik.
  13. Niklas Luhmann, Dieter Lenzen: Bildung und Weiterbildung im Erziehungssystem. Lebenslauf und Humanontogenese als Medium und Form. Suhrkamp, Frankfurt 1997, ISBN 978-3-518-28944-0, S. 7.
  14. Klaus Prange: Erziehung im Reich der Bildung. In: Zeitschrift für Pädagogik. Band 52, Nr. 1, 2006, S. 4–10, hier: S. 5 (Online [PDF]).
  15. Gerhard Danzer: Identität: Über die allmähliche Verfertigung unseres Ichs durch das Leben. Springer, Berlin, Heidelberg 2017, ISBN 978-3-662-53220-1, S. 182 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  16. Stadt Nürnberg, Jugendamt: „Stark durch Erziehung“. In: Holger Jung, Henning von Vieregge (Hrsg.): GWA EFFIE 2005. Die effizientesten Kampagnen des Jahres. Gesamtverband Kommunikationsagenturen GWA, Frankfurt 2005, ISBN 3-86641-022-0, S. 290–297, hier: S. 291 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  17. Werner Loch: Die Allgemeine Pädagogik in phänomenologischer Hinsicht. In: W. Brinkmann, J. Petersen (Hrsg.): Theorien und Modelle der Allgemeinen Pädagogik. Eine Orientierungshilfe für Studierende der Pädagogik und in der pädagogischen Praxis Tätige. Auer, Donauwörth 1998, S. 308–333, hier: S. 312.
  18. Karl Ernst Nipkow: Erziehung als Motor der soziokulturellen Evolution. Zur Würdigung des pädagogischen Denkens von Alfred K. Treml. In: Zeitschrift für internationale Bildungsforschung und Entwicklungspädagogik. Band 29, Nr. 1/2, 2006, S. 11–18, hier: S. 17 (Online [PDF]).
  19. Klaus Prange: Plädoyer für Erziehung. Schneider, Baltmannsweiler-Hohengehren 2000, ISBN 978-3-89676-220-7, S. 12.
  20. a b Jürgen Raithel, Bernd Dollinger, Georg Hörmann: Einführung Pädagogik. Begriffe, Strömungen, Klassiker, Fachrichtungen. 3. Auflage. VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-531-16320-8, S. 10 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  21. Klaus Prange: Plädoyer für Erziehung. Schneider, Baltmannsweiler-Hohengehren 2000, ISBN 978-3-89676-220-7, S. 7.
  22. Siegbert A. Warwitz: Wenn Wagnis den Weg weist des Werdens, In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2. erw. Aufl., Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, S. 260–295
  23. Siegbert A. Warwitz: Die Frage des Lerntransfers, In: Ders.: Verkehrserziehung vom Kinde aus. Wahrnehmen-Spielen-Denken-Handeln, Baltmannsweiler (Schneider-Verlag). 6. Auflage 2009, S. 281
  24. Artikel 145 ff der Weimarer Reichsverfassung
  25. Eduard Spranger: Der geborene Erzieher. Quelle & Meyer, Heidelberg 1958
  26. Rita Klussmann: Die Idee des Erziehers bei Eduard Spranger vor dem Hintergrund seiner Bildungs- und Kulturauffassung (= Europäische Hochschulschriften. Reihe 11: Pädagogik. Bd. 217), Frankfurt am Main 1984
  27. Art. 6 Abs. 2 Grundgesetz
  28. Artikel 7 (1) GG
  29. Heribert Ostendorf: Die strafrechtliche Inpflichtnahme von Eltern wegen Verletzung der Fürsorge- und Erziehungspflicht – Eine kriminalpräventive Studie, Nomos-Verlag, Baden-Baden 1999
  30. siehe Liste erfolgreicher Elternratgeber und Erziehungsbücher
  31. vgl. z.B. Andreas Dutschmann: Das Konfliktlösungstraining für Eltern und Pädagogen (KLT). verlag modernes lernen, Dortmund 2005
  32. Felix von Cube: Fordern statt Verwöhnen – Die Erkenntnisse der Verhaltensbiologie in der Erziehung. Piper, München 1986
  33. Marius Harring, Oliver Böhm-Kasper, Carsten Rohlfs und Christian Palentien: Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen – eine Einführung in die Thematik, In: Mariua Harring u. a.: (Hrsg.): Freundschaften, Cliquen und Jugendkulturen Peers als Bildungs- und Sozialisationsinstanzen, VS-Verlag, Wiesbaden 2010
  34. a b Christine Freitag: Lehrerbildung zwischen Fachwissenschaft, Fachdidaktik und Allgemeiner Didaktik. In: H. Macha/C. Solzbacher (Hrsg.): Welches Wissen brauchen Lehrer? Lehrerbildung aus dem Blickwinkel der Pädagogik, Bad Heilbrunn 2002, S. 205–214
  35. siehe auch: Po Bronson, Ashley Merryman: 10 schockierende Wahrheiten über Erziehung. Was eine Stunde Schlaf mit ADS zu tun hat, warum Sie Ihr Kind besser nicht loben sollten und warum besonders gut gemeinte Erziehung keine 'Engel' produziert. (Originaltitel: Nurture Shock). Riemann Verlag, 2010
  36. Felix von Cube: Fordern statt Verwöhnen – Die Erkenntnisse der Verhaltensbiologie in der Erziehung. Piper, München 1986
  37. Siegbert A. Warwitz: Wenn Wagnis den Weg weist des Werdens, In: Ders.: Sinnsuche im Wagnis. Leben in wachsenden Ringen. 2. erw. Aufl., Verlag Schneider, Baltmannsweiler 2016, ISBN 978-3-8340-1620-1, S. 260–295
  38. Bernhard Bueb: Lob der Disziplin. Eine Streitschrift. List, Ullstein Taschenbuch, Berlin 2008
  39. Walter Schmidt: Solange du deine Füße ... – Was Erziehungsfloskeln über uns verraten. Eichborn, Köln 2014