Accademia Roveretana degli Agiati

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Der Palazzo der Fondazione Cassa di Risparmio di Trento e Rovereto, in dem auch die Akademie untergebracht ist.

Die Accademia degli Agiati di Scienze, Lettere ed Arti, kurz als Accademia degli Agiati bezeichnet, in Rovereto ist eine wissenschaftliche Gesellschaft mit sowohl geistes- als auch naturwissenschaftlicher Ausrichtung, die 1750 von jungen Intellektuellen in der damals unter Habsburger Herrschaft stehenden Stadt gegründet und 1753 von Kaiserin Maria Theresia als Imperial Regia Accademia anerkannt und privilegiert wurde. Zu den frühen Mitgliedern gehörten Scipione Maffei, Carlo Goldoni und Laura Bassi. Clementino Vanetti war gegen Ende des Jahrhunderts Sekretär der Akademie. 1813 wurde Antonio Rosmini aufgenommen, der das 1825 in Kraft gesetzte neue Statut der Akademie konzipierte und mehrmals zum Präsidenten gewählt wurde. 1834 begann die Mitgliedschaft von Alessandro Manzoni. Auch Antonio Fogazzaro und der Geowissenschaftler Torquato Taramelli gehörten zum Kreis der Mitglieder. Internationale Anerkennung fanden die Archäologen Federico Halbherr und Paolo Orsi, der Komponist Riccardo Zandonai und der Futurist Fortunato Depero.

1883 begann die regelmäßige Veröffentlichung der Atti dell'Accademia.[1] In der zweiten Jahrhunderthälfte vertraten die Mitglieder einen gemäßigten Irredentismus. Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs und dem Anschluss des Trentino an das Königreich Italien wurden 1920 die von den Österreichern 1916 wegen Hochverrats füsilierten Nationalhelden („Protomartiri della Grande Guerra“) Cesare Battisti, Damiano Chiesa und Fabio Filzi zu Ehrenmitgliedern der Akademie ernannt. 1926 folgte ihnen Benito Mussolini als Ehrenmitglied. Schon 1910 war der Sprachwissenschaftler Carlo Battisti, ebenfalls ein Trentiner, Mitglied geworden, der in Vittorio De Sicas Film Umberto D. 1952 die Hauptrolle spielen sollte. Beniamino Andreatta wurde 1968 korrespondierendes Mitglied, während der Maler Ernesto Giuliano Armani (1898–1986) im Jahr 1979 zum ordentlichen Mitglied gewählt wurde. Auch Norberto Bobbio zählte seit 1968 zu den korrespondierenden Mitgliedern, der Warenkundler und Politiker Giorgio Nebbia ab 1979, ebenso der Musikwissenschaftler Rudolph Angermüller seit 1995, der Altphilologe Luciano Canfora und der Althistoriker Hartmut Galsterer seit 1999. Der Biologe Klaus Hellrigl ist seit 2000 ordentliches Mitglied der naturwissenschaftlichen Klasse. Paolo Prodi, der Mitgründer des Istituto storico italo-germanico in Trient, ist ordentliches Mitglied seit 1974, der Südtiroler Kunsthistoriker Helmut Stampfer seit 1992, der in Venedig lehrende Historiker Gherardo Ortalli und der Innsbrucker Josef Riedmann sind seit 1988 korrespondierende Mitglieder, Friederike Zaisberger seit 1996.

Ein starker regionaler Akzent bei der Auswahl der Mitglieder ist seit ihren Anfängen zu beobachten, daneben auch immer wieder zaghafte Versuche einer Europäisierung.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Accademia Roveretana degli Agiati – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Informationen bei der Bibliothek des Italienischen Senats

Koordinaten: 45° 53′ 26,9″ N, 11° 2′ 38,6″ O