Achilles Schlöth

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Achilles Schlöth (* 1858 in Basel; † 1904 ebenda) war ein Schweizer Bildhauer.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achilles Schlöth, jüngster Sohn des Schlossers und Ofenfabrikanten Friedrich Ludwig Schlöth, machte eine Bildhauerlehre in Basel im Atelier seines Onkels Ferdinand Schlöth (von dem er später auch die Ateliereinrichtung erbte). 1883 setzte er in Rom seine Ausbildung fort und eröffnete 1886 in Basel ein eigenes Atelier. 1886–1888 schuf er die Bildnismedaillons von Männern der Wissenschaft und Technik am Börsensaaltrakt der Hauptpost in Basel. 1887 fertigte er eine Denkmalbüste für den Politiker Wilhelm Klein an.[1] Weitere Werke, darunter die Büste Ein Priester[2] und die Statue Fischerknabe von 1886,[3] haben sich in Privatbesitz erhalten. Daneben führte er auch von seinem Onkel Ferdinand Schlöth entworfene Werke aus, zum Beispiel eine Büste von Karl Sarasin (heute im Historischen Museum Basel) oder die Modelle zu den Basilisken für die Wettsteinbrücke. Nicht ausgeführt wurde 1890 ein figürliches Modell für einen plastischen Schmuck der Pfeiler der Wettsteinbrücke in Basel.[4] Sein bekanntester Schüler war Max Leu, Schöpfer des Bubenberg-Denkmals und des Hebel-Denkmals in Basel.[5]

Familiäres[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Achilles Schlöth blieb unverheiratet. Die Kochbuchautorin Amalie Schneider-Schlöth war eine Halbschwester von ihm.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Basler Chronik, in: Basler Jahrbuch 1889 (Memento vom 3. Dezember 2013 im Internet Archive); Fritz Brändlin, Wilhelm Klein: Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt und schweiz. Nationalrat. Ein Lebensbild, Basel 1907, S. 94.
  2. Schweizerische Kunstausstellung in Bern, Verzeichnis der Kunstgegenstände, Bern 1888, Nr. 137. Abgerufen am 11. Januar 2019.
  3. Schweizerische Bauzeitung (Memento vom 2. April 2016 im Internet Archive); http://www.sik-isea.ch/Portals/0/docs/Turnuskataloge SKV/1886_Basel.pdf (Link nicht abrufbar)
  4. Schweizerische Bauzeitung (Memento vom 31. Mai 2016 im Internet Archive)
  5. Dorothea Christ: Maler und Bildhauer der Basler Künstler Gesellschaft, 1850–1950, Kunsthalle Basel, 13. Juli bis 14. September 1980, Basel 1980, S. 94.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dorothea Christ: Maler und Bildhauer der Basler Künstler Gesellschaft, 1850–1950, Basel 1980.
  • Georg Germann: Die Basler Hauptpost, in: Unsere Kunstdenkmäler 23 (1972), S. 247.
  • Stefan Hess / Tomas Lochman (Hg.): Klassische Schönheit und vaterländisches Heldentum. Der Basler Bildhauer Ferdinand Schlöth (1818–1891), Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Skulpturhalle Basel, Basel 2004.
  • Stefan Hess: Zwischen Winckelmann und Winkelried. Der Basler Bildhauer Ferdinand Schlöth (1818–1891). Berlin 2010, ISBN 978-3-86805-954-0.
  • INSA. Inventar der neueren Schweizer Architektur 1850–1920: Basel, Basel 1986, S. 48, 153 (online).