Aktion gegen den Hunger

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Aktion gegen den Hunger
Rechtsform Humanitäre Hilfsorganisation
Gründung 1979
Sitz Berlin, Deutschland
Aktionsraum Global
Schwerpunkt Ernährung, Gesundheit, Nothilfe
Website http://www.aktiongegendenhunger.de

Aktion gegen den Hunger ist die deutsche Sektion von Action Contre la Faim (ACF International). Hauptziel ist der Kampf gegen Mangelernährung und Hunger. Die internationalen Programme zielen darauf ab, unterernährte Kinder vor dem Hungertod zu retten, Zugang zu sicherem Trinkwasser einzurichten und nachhaltige Lösungen gegen den Hunger zu schaffen. Laut Eigenaussage war die Organisation im Jahr 2015 in 47 Ländern tätig und erreichte mehr als 14 Millionen Menschen.[1] Die Spendeneinnahmen sollen sich im gleichen Jahr auf mehr als 295 Millionen Euro belaufen haben. Die Organisation hat Hauptgeschäftsstellen in Frankreich, Spanien, Großbritannien, den USA, Kanada, Italien und Deutschland und beschäftigt nach eigenen Angaben weltweit etwa 7.100 Mitarbeiter.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation wurde 1979 in Frankreich von französischen Intellektuellen als Antwort auf den Krieg in Afghanistan gegründet. Zu der Gründern zählten unter anderem Jacques Attali, Françoise Giroud, Marek Halter, Bernard-Henri Lévy, Guy Sorman, Jean-Christophe Victor sowie weitere Schriftsteller, Journalisten und Ärzte. Der Nobelpreisträger in Physik Alfred Kastler wurde erster Präsident der Organisation.

Aufgabenfelder der Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ernährung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die internationalen Programme der Organisation verfolgen nach eigenen Angaben das Ziel, Mangel- und Unterernährung zu bekämpfen. Neben der stationären und ambulanten Behandlung unterernährter Kinder zählen dazu auch Präventionsprogramme. Betroffene Regionen und Länder werden von der Organisation langfristig unterstützt, um die Ernährungsgrundlagen der gefährdeten Bevölkerung nachhaltig zu sichern.

Wasser und Hygiene[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation betreibt nach eigenen Angaben Programme, um Zugang zu sicherem Trinkwasser zu schaffen, unter anderem durch den Bau von Brunnen und die Installation von Handpumpen. Gleichzeitig werden sanitäre Einrichtungen installiert oder renoviert und die Hygiene gefördert, damit die Verbreitung von Krankheiten wie Cholera, Durchfall oder Ruhr eingedämmt werden kann.

Nothilfe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für Notfälle stehen nach eigenen Angaben Nothilfe-Teams bereit. Global werden nach eigenen Angaben Vorräte an strategisch wichtigen Punkten gelagert. Außerdem bereitet die Organisation die Bevölkerung in Gebieten, in denen ein erhöhtes Risiko von Naturkatastrophen besteht, mit Trainings auf Krisensituationen vor (nach eigenen Angaben).

Lebensgrundlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation implementiert nach eigenen Angaben Programme zur Nahrungsmittelsicherung, um zukünftige Ausbrüche von Mangelernährung und Hungersnöten zu vermeiden. Bei der Planung der Programme werden u. a. Geographie, Klima und politische Verhältnisse berücksichtigt. Die Gemeinden vor Ort werden in die Planung miteinbezogen.

Öffentlichkeitsarbeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Organisation setzt sich nach eigenen Angaben dafür ein, dass der Kampf gegen den Hunger auch durch politische Entscheidungen auf nationaler, regionaler und internationaler Ebene unterstützt wird.

Projektländer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Afrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Äthiopien
  • Burkina Faso
  • Demokratische Republik Kongo
  • Dschibuti
  • Elfenbeinküste
  • Guinea
  • Kenia
  • Liberia
  • Madagaskar
  • Mali
  • Mauretanien
  • Niger
  • Nigeria
  • Senegal
  • Sierra Leone
  • Simbabwe
  • Somalia
  • Südsudan
  • Tschad
  • Uganda
  • Zentralafrikanische Republik

Asien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Afghanistan
  • Bangladesch
  • Georgien
  • Indien
  • Indonesien
  • Kambodscha
  • Mongolei
  • Myanmar
  • Nepal
  • Pakistan
  • Philippinen

Lateinamerika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bolivien
  • Guatemala
  • Haiti
  • Kolumbien
  • Nicaragua
  • Paraguay
  • Peru

Naher Osten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ägypten
  • Jemen
  • Jordanien
  • Libanon
  • Syrien
  • Türkei
  • Irakisches Kurdistan
  • Palästinensische Autonomiegebiete

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Action Against Hunger (Hrsg.): The geopolitics of hunger, 2000 - 2001: hunger and power. Rienner, Boulder [u. a.] 2001, ISBN 1-55587-925-X.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Über Aktion gegen den Hunger. Abgerufen am 12. September 2016.
  2. Aktion gegen den Hunger Experten für Humanitäre Hilfe. Abgerufen am 12. September 2016.