Adalbero III. von Basel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Adalbero III. († 16. Oktober 1137 in Arezzo, Italien, bestattet im Basler Münster) war 1134 bis 1137 Bischof in Basel.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichtsbücher erwähnen Adalbero III. erstmals im Jahr 1130 als er noch Benediktinermönch und Prior im heutigen Kloster St. Blasien im Schwarzwald war. 1131 wurde er Abt von Prüm. Ende 1133 wurde er zusätzlich zum Bischof von Basel gewählt und 1134 geweiht. 1135 erhob er die Pfarrkirche St. Leonhard in Basel zum regulierten Chorherrenstift. Das Basler Erdbeben von 1356 zerstörte einen Grossteil der Leonhardkirche und die Klostergebäude, zahlreiche Dokumente gingen verloren.

1136 bestätigte Adalbero III. die Gründung und den Besitz der Abtei Lützel im Süden des Elsass, direkt an der Grenze zur Schweiz.[1] Im 12. Jahrhundert entstanden mehrere prämonstratensische Männer- und Frauenklöster in der Schweiz. Über seine Rolle bei der Einführung des Prämonstratenserordens (Bellelay im Berner Jura) ist im Bistum Basel nur wenig bekannt. Der Prämonstratenserorden Bellelay wurde wahrscheinlich auf Veranlassung des Bischofs Adalbero III. an der Südwestgrenze des Bistums gegründet und aus dem Grundbesitz der Abtei Moutier-Grandval herausgelöst. Historische Dokumente bestätigen die tatsächliche Gründung der Abtei von Bellelay jedoch zwischen den Jahren 1136 und 1142.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Franz Josef Faas: Adalbero, Abt von Prüm und Bischof von Basel. In: Die Eifel Bd. 53 (1958) S. 130 ff.
  • Josephus Schneller: Die Bischöfe von Basel: Ein Chronologischer Nekrolog. Blunschi, Zug 1830, S. 21 (Digitalisat in der Google-Buchsuche).
  • Carl Schorn: Eiflia Sacra oder Geschichte der Klöster und geistlichen Stiftungen der Eifel. Zugleich Forts. resp. Schluß der Eiflia illustrata von Schannat-Baersch. Band 2. Hanstein, Bonn 1889, S. 353 f. (Digitalisat; PDF).
  • Theodor Voltz: Denare des Basler Bischofs Adalbero. In: Schweizer Münzblätter Bd. 5 (1954/55) S. 67–69.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ursprünglich lag das Kloster im Gebiet des Bistums Basel. Seit der Französischen Revolution gehört der französische Teil des ehemaligen Klostergebiets zum Bistum Straßburg, der schweizerische Teil zum Bistum Basel
VorgängerAmtNachfolger
Berthold von NeuenburgBischof von Basel
1134–1137
Ortlieb von Frohburg