Adi Hübel

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Adi Hübel (* 26. April 1939 in Bad Wurzach als Adelinde Buck) ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie ist im Allgäu geboren und aufgewachsen. Neben der Erziehung ihrer vier Kinder studierte sie auf dem zweiten Bildungsweg Pädagogik und arbeitete zunächst als Lehrerin.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach einigen Jahren des Unterrichtens studierte sie in München an der Ludwig-Maximilians-Universität München Theaterwissenschaften und Neue Deutsche Literatur. Anschließend studierte sie Regie bei David Esrig, an der Athanor Akademie für Berufsschauspieler in München.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1989 gründete sie die theaterWerkstatt Ulm – ein kleines, semiprofessionelles Theater, das sie über zwanzig Jahre lang leitete. Mit ihrem Kindertheater Kinkerlitzchen ist sie heute noch für Kinder aktiv. Die Kinderstücke sind von Adi Hübel selbst entwickelt und umgesetzt: Den kleinen Gästen wird teils personales Theater geboten, teils eine Mischung aus Erzähltheater mit Handpuppen und Stabfiguren.[1]

Schriftstellerei[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2005 übergab sie die Leitung des Theaters an den zugehörigen Verein und widmet sich seither dem Schreiben.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einladung zum Europäischen Facebook-Lyrik-Festival auf der Buchmesse in Novi Sad. Rezitationen mit Übersetzung ins Serbische, 2012
  • Autorenträume. Ein Lesebuch. Wettbewerb für Kurzgeschichten, 2013
  • Einladung zur Teilnahme an der International Anthology, ausgeschrieben von The Writers` League durch Timisoara Banat Branch, Text: Ein köstlicher Duft, 2016

Mitgliedschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während der Zeit des Theaterlebens inszenierte Adi Hübel über 30 Stücke und schrieb einige Theaterstücke für Erwachsene und Kinder, sowie Artikel, Essays, Rezensionen, Kurzgeschichten und einige Romane.

Von 2013 bis 2016 leitete sie den Verein Ulmer Autoren 81 e.V. und organisierte Werkstattgespräche, Lesungen und Workshops.

Adi Hübel schreibt sowohl Lyrik als auch Prosa. Ihr lyrisches Werk ist in drei Gedichtbänden und auf einer CD erschienen.

Ihr erstes Prosawerk Ein kleines, leichtes Glück, entstanden auf autobiografischer Grundlage, erschien 2006. Seither hat Adi Hübel zwei Kriminalromane veröffentlicht: Tod in Ulm heißt deren Erstling. Jetzt hat die Autorin mit dem Titel Der Hund muss weg eine Fortsetzung veröffentlicht.[2] 2014 erscheint zum Internationalen Donaufest der zweisprachige Band Ulmer Quartett/Ulmski kvartet – das gebundene Ergebnis der Teilnahme von vier Ulmer Autoren im Jahr 2012 beim Europäischen Facebook-Literatur-Festival im serbischen Novi Sad. Bei Hübels naturlyrischen Reflexionen steckt das lyrische Ich ihres „Sommerliebe“-Parts voller Sehnsuchts-Melancholie.[3]

Aktuell veröffentlicht ist Himbeertage: Geschichten vom Leben, Lieben, Träumen. Eine dieser Erzählungen erschien bereits unter dem Titel Verschenkte Träume, bei Amazon Kindle Singles und wurde dort in der Reihe der besten Geschichten empfohlen. Von Sehnsüchten, Liebesstunden und Verlusten handeln die Geschichten, manche sind geprägt von einem ironischen Blick auf die Figuren, aber doch auch von Verständnis für menschliche Schwächen.[4]

Romane[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Eine kleines, leichtes Glück. Erzählung. Cornelia-Goethe-Literaturverlag, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-86548-329-1
  • Tod in Ulm. Kriminalroman. Gerhard Hess Verlag, Bad Schussenried 2011, ISBN 978-3-87336-379-3
  • Tod in Ulm. Kriminalroman. Überarbeitete Auflage. Gerhard Hess Verlag, Bad Schussenried 2012, ISBN 978-3-943528-33-6
  • Der Hund muss weg. Kriminalroman. Nexx Verlag, Villingen-Schwenningen 2014, ISBN 978-3-95870-011-6
  • Tod in Ulm. Kriminalroman. Überarbeitete 3. Auflage. Nexx Verlag, Villingen-Schwenningen 2015, ISBN 978-3-95870-302-5
  • Der Hund muss weg. Kriminalroman. Überarbeitete Auflage. Nexx Verlag, Villingen-Schwenningen 2015, ISBN 978-3-95870-195-3
  • Himbeertage: Geschichten vom Leben, Lieben, Träumen. Geschichten. Neopubli GmbH, Berlin 2016, ISBN 978-3-7418-1895-0

Lyrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

eBooks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Verschenkte Träume. Erzählung. Kindle Edition, 2015
  • Himbeertage: Geschichten vom Leben, Lieben, Träumen. Geschichten. Kindle Edition, 2016, ISBN 978-3-7418-1899-8
  • Ein kleines leichtes Glück. Erzählung. Kindle Edition, 2016, ISBN 978-3-7418-2601-6

Texte in Anthologien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vertonungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Blick ins Paradies. Gedichte. Lesung mit Klezmermusik auf CD, Akkordeon Monika Bothe, Musik der Band Brekkies Inn, 2011
  • Hymne an eine Eidechse. Gedichtvertonung durch den Jazz-Saxophonisten Thomas Hirt, 2014

Rezensionen durch Adi Hübel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Zerborstenes Floß oder Die Unsicherheit auf den Wassern. Betrachtungen zu einem Kunst-Objekt von Gerda Bier, Donauufer Ulm 1996
  • Die Hochzeit des Figaro. Aufführung Köln, Radio Free FM, Ulm 1996
  • Onkel Wanja. Aufführung Ulmer Theater, Radio Free FM, Ulm 1996
  • Leonce und Lena – Das königliche Wort, es bedeutet nichts. Radio Free FM, Ulm 1996
  • Mehr davon! Lexikon der Rebellinnen – von A–Z. 1996
  • Buchbesprechung in Wir Frauen. Düsseldorf

Übersetzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Ulmer Quartett/Ulmski kvartet Gedichte in deutsch/serbischer Sprache, Novo Miloševo: Banater Kultur-Zentrum, Novi Sad 2012 ISBN 978-86-6029-099-3

Theaterstücke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiheit, süße Freiheit. Ch.F.D. Schubart – ein schwäbischer Rebell, Uraufführung 1998
  • Ha des isch doch die Anne – Ein Volksstück
  • Mehrere Kinderstücke zu Rittern, Hexen, Ungetümen und Romanfiguren wie Nils Holgersson
  • Dramatisierung von Märchen wie Zwerg Nase und Der kleine Muck von Wilhelm Hauff

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Adi Hübel – Kindertheater Kinkerlitzchen (Memento des Originals vom 24. Februar 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.kultur-in-ulm.de – Eintrag auf der Webseite Kulturportal der Stadt Ulm. Abgerufen am 24. Februar 2016.
  2. Helmut Pusch: Zwei Mal Spannung aus der Region. Südwestpresse Ulm, Rubrik Lokales, 29. Januar 2015. Abgerufen am 24. Februar 2016.
  3. Roland Mayer: Kleine Brillanten vom großen Fluss Augsburger Allgemeine, Rubrik Lokales, 12. Juli 2014. Abgerufen am 21. August 2016.
  4. Magdi Aboul-Kheir: Adi Hübel: Geschichten vom Leben, Lieben, Träumen Südwestpresse Ulm, Rubrik Lokales, 2. August 2016. Abgerufen am 2. September 2016.