Albert Hinrich Hussmann

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Albert Hinrich Hussmann, auch Albert Hinrich Hußmann (* 3. März 1874 in Lüdingworth; † 15. November 1946 in Fürstenberg) war ein deutscher Bildhauer und Maler.

Berliner Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Schulzeit in Lüdingworth und Cuxhaven studierte Hussmann an der Hochschule für Bildende Künste in Berlin. Bald spezialisierte er sich auf die Darstellung von Pferde- und Reiterstatuen und war damit ab 1899 regelmäßig auf der großen Berliner Kunstausstellung vertreten.[1] Nach Beendigung seines Studiums erhielt Hussmann eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste und unterhielt in Berlin ein eigenes Atelier. 1914 verlieh Kaiser Wilhelm II. ihm die „Goldene Medaille für Kunst“ für eines seiner Reiterstandbilder.[2]

Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pferdestatue Hussmanns in Fürstenberg
Pferdeplastik GAUHERR von 1944 entworfen von Albert Hinrich Hussmann im Museum Schloss Fürstenberg

Hussmann zählte zu den bedeutendsten Tierplastikern des 20. Jahrhunderts. Zahlreiche Kunstwerke naturgetreuer Tiernachbildungen, vorwiegend Plastiken aus Bronze und Porzellan, bildeten sein Lebenswerk. Spätestens ab 1909 bis 1943 entwarf er regelmäßig auch Plastiken für die Porzellanmanufaktur Rosenthal in Selb.[2] Hussmanns lebensgroße Bronzeplastik „Weidendes Pferd“ wurde vor 1924 von Gustav Krupp von Bohlen und Halbach für den Park der Villa Hügel in Essen erworben.[3]

Am 20. Januar 2019 wurde eine Folge der Sendung Lieb & Teuer des NDR ausgestrahlt, die von Janin Ullmann moderiert und im Schloss Reinbek gedreht wurde. Darin wurde mit dem Kunsthistoriker Stephan Schwarzl eine Bronzestatuette eines Hengstes von Hussmann besprochen.[4][5]

Fürstenberger Zeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Zerstörung seiner Berliner Ateliers siedelte Hussmann mit seiner Frau Wally 1944 im Alter von 70 Jahren nach Fürstenberg an der Weser um. Bis zu seinem Tod 1946 entwarf er für die dort ansässige Porzellanmanufaktur Fürstenberg zahlreiche Porzellanfiguren.[2]

Die Gemeinde Fürstenberg ehrte Albert Hinrich Hussmann, indem sie einen Platz mit kleiner Parkanlage nach ihm benannte. Wally Hussmann stiftete zur Gestaltung des Hussmannplatzes die Pferdestatue „Vollblut“, die in Berlin der Zerstörung entgangen war.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Nicola Borger-Keweloh: Fiesenzimmer, eine Ausstellung und ein Bronzepferd. In: Männer vom Morgenstern Heimatbund an Elb- und Wesermündung e. V. (Hrsg.): Niederdeutsches Heimatblatt. Nr. 824. Nordsee Zeitung GmbH, Bremerhaven August 2018, S. 3 (Digitalisat [PDF; 4,5 MB; abgerufen am 19. Januar 2019]).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Profil auf kunstmarkt.com
  2. a b c d Hinrich Gerkens u. a., Chronik des Kirchspiels Lüdingworth, Geschichts- und Heimatverein Lüdingworth von 1988 e. V., 2000.
  3. Renate Köhne-Lindenlaub, „Villa Hügel in Essen“, 1. Aufl. 1989, S. 38.
  4. Video Hengst-Bronze von Hinrich Hussmann auf ndr.de
  5. Informationen zur Folge auf ndr.de