Albert de Gingins

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Gingins mit Hunden auf der Ausstellung Elberfeld, 1910

Louis Henri Albert de Gingins et d’Eclépens (* 26. Juli 1859 im Schloss von Gingins; † 5. August 1911 in Bad Nauheim), auch bekannt als Baron von Gingins, war ein schweizerisch-deutscher Kynologe und Mitbegründer des organisierten deutschen Hundewesens.

Gingins stammte aus der Waadtländer Patrizierfamilie de Gingins.[1] Er war seit 1882 mit Hélène Sophie Cornelia Touchon aus Hohenau verheiratet. 1890 lernte er in Biebesheim Eduard Korthals kennen, den Erstzüchter des Griffon Korthals. Er trat dem deutschen Griffon-Club bei, wo er sich für ein zentral geführtes Zuchtbuch einsetzte, und setzte nach Korthals’ Tod 1896 dessen Zuchtbemühungen fort. Seine Hunde wurden vielfach preisgekrönt.

1906 versammelte Gingins in Zusammenarbeit mit dem Barsoizüchter Ernst von Otto die acht wichtigsten zuchtbuchführenden deutschen Rasseclubs in Frankfurt am Main, wo diese Vereine sich zum Kartell der stammbuchführenden Spezialklubs für Jagd- und Nutzhunde zusammenschlossen, aus dem später der Verband für das Deutsche Hundewesen hervorgehen sollte. Gingins war von 1906 bis zu seinem Tod der erste Präsident dieses Dachverbands.

Gingins hinterließ dem Griffon-Club in seinem Testament 60.000 Goldmark. Dieser ehrte ihn mit einer Gedächtnismünze, die für besondere Zuchtleistungen vergeben werden konnte. Heute verleiht der Verband für das Deutsche Hundewesen an Züchter in Deutschland, Züchter deutscher Hunderassen oder Ausstellungsrichter die Baron von Gingins-Gedächtnismedaille als seine höchste Auszeichnung.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ansgar Wildermann: Gingins, de. In: Historisches Lexikon der Schweiz.
  2. Baron von Gingins-Gedächtnismedaille auf der Seite des VDH