Albin Enders

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Vogtländische Märzlandschaft (1935)

Albin Enders (* 11. Juli 1869 in Meßbach; † 8. November 1946 in Weischlitz) war ein deutscher Maler und Zeichner.

Leben und Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albin Enders wurde als siebtes Kind einer vogtländischen Bauernfamilie geboren. Früh erhielt er eine Förderung seiner künstlerischen Begabung durch seinen Lehrer Louis Riedel (1847–1919). 1884–1889 absolvierte Enders die Kunstgewerbliche Fachzeichenschule in Plauen. Nach zweijährigem Militärdienst in Dresden nahm er zunächst 1893 eine Anstellung im Berliner Druck- und Verlagshaus W. Hagelberg AG als Zeichner von chromolithographischen Karten an, bevor er sich zwei Jahre später zur freiberuflichen Tätigkeit entschied. Zusammen mit Albin Schlehan (1870–1939) unternahm er regelmäßige Stippvisiten und Wanderungen durch deutsche Landschaften wie den Schwarzwald oder die Fränkische Schweiz. Unterstützung erhielt er von Richard Hofmann (1852–1904), dem Direktor seiner einstigen Ausbildungsstätte, die inzwischen zur Königlichen Industrieschule zu Plauen/Vogtland aufgewertet wurde. Der Kunstmäzen Robert Wirth (1846–1922) vermittelte ihn schließlich an Gustav Schönleber, den damaligen Professor an der Kunstakademie in Karlsruhe. Wie auch einige Professoren, wechselte Albin Enders 1899 an die Stuttgarter Akademie und wurde Schüler von Carlos Grethe. Nach seinem Studium kehrte Enders in seinen Heimatort Weischlitz zurück und wirkte dort bis zu seinem Tod als freischaffender Landschaftsmaler. Er heiratete 1922 die in Zittau 1874 geborene Dichterin Anna Dix.[1]

Der Kunstkritiker Joseph August Beringer aus Mannheim charakterisierte das Werk des Künstlers einmal so: „Ich möchte die Kunst Albin Enders', Ihres Gatten, einen sehr starken, koloristischen ursprünglichen Impressionismus nennen, wobei die formauflösende Tendenz des Impressionismus zugunsten einer großräumigen und gewiß formstrengen malerischen Ausdrucksformen vermieden ist. Enders steht fest auf dem uralten Kunstgesetzboden, dass Malen Gestalten (in Raum, Form und Farbe) ist.“[2]

Ein repräsentativer Teil des Werks von Albin Enders befindet sich in den Sammlungen des Vogtlandmuseums Plauen.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Enders, Albin. In: Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 2: E–J. E. A. Seemann, Leipzig 1955, S. 36.
  • Frank Weiß, Ulrich Lange: Der vogtländische Maler Albin Enders. Katalog zum 50. Todesjahr des Künstlers verbunden mit einer Ausstellung im Vogtlandmuseum Plauen, Vogtland-Verlag, Plauen 1996

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Deutsches Literaturlexikon, Band 6, Saur/de Gruyter 2004
  2. Handschriftlicher Auszug aus dem Nachlass, zitiert aus Weiß/Lange 1996, S. 14