Albert zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg

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Albert Christian Adolf Karl Eugen zu Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (* 15. März 1863 in Kiel; † 23. April 1948 in Glücksburg) war ein preußischer Generalleutnant, Präsident des Deutschen Fliegerbundes und Mitglied des Hauses Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg, einer Nebenlinie des Hauses Oldenburg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert war der jüngste Sohn von Herzog Friedrich von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg (1814–1885) und dessen Ehefrau Adelheid Christine, geborene Prinzessin zu Schaumburg-Lippe (1821–1899), zweite Tochter des Fürsten Georg Wilhelm und der Prinzessin Ida Karoline Luise von Waldeck-Pyrmont. Albrecht war der Großvater von Ernst August von Hannover durch die Ehe seiner Tochter Ortrud mit Ernst August IV, Prinz von Hannover (1914–1987).

Militärlaufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er schlug die Offizierslaufbahn in der Preußischen Armee ein und war vom 20. November 1903 bis zum 26. Januar 1909 Kommandeur des Garde-Kürassier-Regiments.[1] Anschließend wurde er mit der Führung der 21. Kavallerie-Brigade in Frankfurt am Main beauftragt[2] und kurz darauf zum Kommandeur dieser Brigade ernannt.[3] Am 18. Februar 1913 erhielt er den Charakter als Generalleutnant à la suite der Armee. In einer Familienübereinkunft von 1904 wurden Alberts Nachfolgerechte in der Oldenburger Großherzogswürde im Falle des Aussterbens der regierenden großherzoglichen Linie anerkannt.

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Albert heiratete am 14. Oktober 1906 auf Meerholz in erster Ehe Gräfin Ortrud zu Ysenburg und Büdingen (1879–1918), Tochter des Grafen Karl von Ysenburg und Büdingen (1819–1900) und seiner Frau Gräfin Agnes von Ysenburg und Büdingen (1843–1912). Aus der Ehe gingen vier Kinder hervor:

  • Marie Luise (1908–1969),
  • Friedrich Wilhelm (1909–1940),
  • Johann Georg (1911–1941),
  • Friedrich Ferdinand (1913–1989).

Nach dem Tod von Ortrud heiratete er am 19. September 1920 in Büdingen in zweiter Ehe Hertha zu Ysenburg und Büdingen, Tochter von Bruno zu Ysenburg und Büdingen und Bertha zu Castell-Rüdenhausen. Aus der Ehe ging die Tochter Ortrud Bertha Adelheid Hedwig (1925–1980) hervor.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Petra Dollinger: Frauen am Ballenstedter Hof. Beiträge zur Geschichte von Politik und Gesellschaft an einem Fürstenhof des 19. Jahrhunderts. 2 Bände, Leipzig 1999, S. 1096.
  • Wolfgang A. Mommsen: Die Nachlässe in den deutschen Archiven (mit Ergänzungen aus anderen Beständen). (Verzeichnis der schriftlichen Nachlässe in den deutschen Archiven und Bibliotheken. Band 1, Teil I und II), bearbeitet von Wolfgang A. Mommsen. Schriften des Bundesarchivs 17/I und 17/II. Boppard: Boldt, 1971, 1983, S. 1335.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Günter Wegmann (Hrsg.), Günter Wegner: Formationsgeschichte und Stellenbesetzung der deutschen Streitkräfte 1815–1990. Teil 1: Stellenbesetzung der deutschen Heere 1815–1939. Band 3: Die Stellenbesetzung der aktiven Regimenter, Bataillone und Abteilungen von der Stiftung bzw. Aufstellung bis zum 26. August 1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1993, ISBN 3-7648-2413-1, S. 5.
  2. Militär-Wochenblatt. Nr. 13 vom 27. Januar 1909, S. 272.
  3. Dermot Bradley (Hrsg.), Günter Wegner: Stellenbesetzung der Deutschen Heere 1815–1939. Band 1: Die Höheren Kommandostellen 1815–1939. Biblio Verlag, Osnabrück 1990, ISBN 3-7648-1780-1, S. 453.