Alcantara (Fluss)

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Alcantara
Verlauf des Flusses Alcantara

Verlauf des Flusses Alcantara

Daten
Lage Sizilien
Flusssystem Alcantara
Quelle bei Floresta in den Monti Nebrodi
37° 56′ 39″ N, 14° 55′ 32″ O
Quellhöhe 1250 m s.l.m.
Mündung bei Giardini-Naxos ins Ionische MeerKoordinaten: 37° 48′ 25″ N, 15° 15′ 27″ O
37° 48′ 25″ N, 15° 15′ 27″ O
Länge 52 km

Alcantara ist ein Fluss auf Sizilien. Der Name ist arabischen Ursprungs (al-qanṭarah „die Brücke, der Brückenbogen“[1]) und bezieht sich auf eine Brücke aus der Römerzeit, die die Araber in der Nähe der Mündung vorfanden.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Alcantara entspringt in 1250 m Höhe auf der Südseite der Monti Nebrodi in der Nähe des Ortes Floresta. Auf seinem 52 km langen Weg zur Mündung durchfließt er die Territorien der nördlich des Ätna gelegenen Orte Randazzo, Mojo Alcantara, Francavilla di Sicilia, Motta Camastra, Castiglione di Sicilia, Graniti, Gaggi, Calatabiano, Taormina und Giardini-Naxos, bevor er am Capo Schiso in Giardini-Naxos (südlich von Taormina) ins Ionische Meer mündet.

Vor einigen tausend Jahren wurde das Flussbett durch einen Lavastrom des Nebenkraters des Ätna bei Mojo Alcantara blockiert. Da die Lava durch das Wasser viel schneller abgekühlt wurde als an Luft, nahm sie beim Erstarren eine besondere Form an, die Säulenlava. In den Jahrtausenden hat sich der Fluss durch diesen Lavastrom gebahnt und so sehenswerte Schluchten, die Gole dell’Alcantara, gebildet.

Flusspark Alcantara[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 2001 wurde ein Flusspark Alcantara (Parco fluviale dell’Alcantara) eingerichtet, der zum einen dem Schutz des Flusses, zum anderen der Förderung von dessen Nutzung als Erholungsgebiet und touristisches Ziel dienen soll.

Bildergalerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Peter Behnstedt, Manfred Woidich: Wortatlas der arabischen Dialekte. Band II: Materielle Kultur. BRILL, 2011, ISBN 978-90-04-22467-4, S. 188 (Google Books).