Alexei Nikolajewitsch Leontjew

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Alexei Nikolajewitsch Leontjew (russisch Алексе́й Никола́евич Лео́нтьев; * 5. Februarjul./ 18. Februar 1903greg. in Moskau; † 21. Januar 1979 ebenda) war ein sowjetischer Psychologe.

Gemeinsam mit Lew Wygotski und Alexander Luria war er einer der Protagonisten der als Kulturhistorische Schule bekannten Arbeitszusammenhänge in der sowjetischen Psychologie. Seine zahlreichen experimentellen, theoretischen und methodologischen Beiträge befassen sich mit Fragen der Psychologie des Gedächtnisses, der Wahrnehmung und des Denkens, des biologischen und kulturellen Ursprungs des Psychischen, der Persönlichkeitsentwicklung und der Pädagogischen Psychologie. Als eine seiner bedeutendsten Leistungen gilt die Formulierung der Allgemeinen Tätigkeitstheorie, in der Leontjew analytisch zwischen Tätigkeit (Motiv), Handlung (Ziel) und Operation (Aufgabe) unterscheidet.

Leontjews Theorie hatte in der Bundesrepublik Deutschland maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung der Kritischen Psychologie von Klaus Holzkamp.

Sein Sohn ist der sowjetischen Philologe und Psychologe Alexei Alexejewitsch Leontjew (* 1936).

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

Deutsche Ausgaben

  • (1964): Probleme der Entwicklung des Psychischen. Berlin: Volk und Wissen.
  • (1981): Psychologie des Abbilds. In: Forum Kritische Psychologie, Bd. 9/1981, 5-19.
  • (1982): Tätigkeit, Bewusstsein, Persönlichkeit. Köln: Pahl-Rugenstein.
  • (1984): Der allgemeine Tätigkeitsbegriff. In: Alexej A. Leontjew u. a. (1984): Grundfragen einer Theorie der sprachlichen Tätigkeit. Stuttgart: Kohlhammer, 13-30.
  • (2001): Frühschriften. Berlin: Pro Business.

Weblinks[Bearbeiten]