Tätigkeit

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Menschen bei der Ausübung einer Erwerbstätigkeit

Tätigkeit (Aktivität) bezeichnet ein Handeln des Menschen und kann sowohl körperliche wie geistige Verrichtungen umfassen. Soweit Tätigkeiten unmittelbar dem Zeitvertreib und Lustgewinn des tätigen Menschen dienen, werden sie unter dem Spielbegriff zusammengefasst. Tätigkeiten, die zweckmäßig und zielgerichtet auf die Erfüllung bestimmter individueller und gesellschaftlicher Verpflichtungen ausgerichtet sind, werden unter dem Begriff Arbeit zusammengefasst.

In der Arbeitssoziologie unterscheidet man gemeinhin zwischen Berufs- bzw. Erwerbstätigkeit, Haus- und Familienarbeit (Reproduktionsarbeit) und ehrenamtlicher Tätigkeit.

Diese kann spezifiziert werden durch Zuordnung von Tätigkeiten zu bestimmten Tätigkeitsfeldern einerseits im öffentlichen Bereich, z. B. Politik, Kultur; andererseits im privaten Bereich der Freizeit (Hobbys) usw.

Die Tätigkeiten von Institutionen, Gesellschaften oder Organisationen bezeichnet die Aktivität, die solche Gremien im Sinne ihrer Satzung oder eines gewählten Regelwerks planen und realisieren. Solche Tätigkeiten sind in der Regel komplex und schwer zu überschauen. Trotzdem müssen sich Gremien meistens dafür verantworten.

Das Gegenteil von Tätigkeit ist Passivität.

Tätigkeiten als Teil von Aufgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgaben sind Arbeits- oder Handlungsoptionen, stellen zum Teil auf Zielsetzungen ab; Tätigkeiten sind demgegenüber untergeordnete Handlungen, die zur Erfüllung der Aufgaben dienen.

Auswirkungen von Tätigkeiten auf den Menschen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als tätiger Mensch gilt heute im Allgemeinen ein Mensch mit einer positiven Lebenseinstellung, der gesellschaftlich oder individuell Relevantes verrichtet und bewirkt oder gestaltet (siehe auch Lebenseinstellung). Dazu muss er sich aktiv mit seiner Lebensumwelt auseinandersetzen.

In der Tätigkeit sammelt der Mensch Erfahrungen und lernt aus dieser. Tätigkeit ist die grundlegende Form, Erfahrungen zu machen und Kompetenzen zu erwerben. Dies bedeutet, dass sich in den Tätigkeiten, speziell in den zugrunde liegenden Motiven, zum einen die Persönlichkeit des Menschen äußert und zum anderen sich der Mensch als Persönlichkeit entwickelt. Dieser Entwicklung ist der Mensch jedoch nicht passiv ausgeliefert, er kann durch zielgerichtete, an zukünftigen Ergebnissen orientierte Handlungen diese Entwicklung beeinflussen. Hier zeigt sich, dass Tätigkeit eine retrospektive Betrachtung der Lebensgeschichte abbildet, während Handlungen auf zukünftige Ziele ausgerichtet sind.

Differenzierte Tätigkeit bedarf einer Entwicklung von Kompetenzen. Tätigkeiten, an die Ansprüche gestellt werden, müssen deshalb geübt bzw. trainiert werden. Sie helfen aber wiederum, sich in unterschiedlichen bzw. neuen Situationen zurechtzufinden, sich zu behaupten oder davon zu profitieren. In der Ausübung von Tätigkeiten findet eine Sozialisierung statt.

Verschiedene Tätigkeiten können in zeitliche oder örtliche Lebensbereiche eingeteilt werden, z. B. Freizeit vs. Erwerbstätigkeit. Aus der Abstimmung dieser verschiedenen Bereich ergeben sich Begriffe wie Work-Life Balance bzw. Life-Domain Balance.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Schüpbach, H. (2013). Arbeits- und Organisationspsychologie (Reihe UTB basics). München: Ernst Reinhardt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  Wikiquote: Tätigkeit – Zitate
 Wiktionary: Tätigkeit – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen