Ali Pascha Gucia

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Ali Pascha Gucia (albanisch Ali Pashë Gucia, montenegrinisch Ali-Paša Gusinjski, bosnisch: Ali Paša Sabanagić, serbisch Али-паша Гусињски; * 1828 in Guci (heute Gusinje) im Osmanischen Reich (heutiges Montenegro); † 5. März 1888 in Peja), eigentlich Ali „Hasan“ Shabanagaj, war ein albanischer Militärführer und eines der führenden Köpfe der Liga von Prizren. Er war der Anführer der albanischen Truppen in der Schlacht von Nokšić.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ali Pascha wurde als Sohn von Hasan Shabanagaj in der Ortschaft Guci im Jahr 1828 geboren. Er absolvierte die militärische Schule in Istanbul. Ali Pascha war ein Mitglied der Liga von Prizren und kämpfte gegen die montenegrinischen Truppen, um zu verhindern, dass Montenegro die Hoheit über die mehrheitlich albanischen Gebiete rund um Plav und Gusinje bekommt, welche ihnen im Berliner Kongress versprochen worden waren.

Türkische Truppen nahmen ihn in der Folge gefangen. Dank einer Generalamnestie kam er frei und wurde Mütesarrıf (Herrscher eines Sandschaks) von Peja. 1887 verübte Adem Guska in der Rugova-Schlucht ein Attentat auf ihn, das er jedoch verwundet überlebte. Laut den konsularischen Berichten war Haxhi Zeka der Drahtzieher. Am 5. März 1888 erlag er seinen Wunden.[1]

Nachfahren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachfahren von Ali Pascha Gucia sind heute sprachlich assimiliert und nennen sich Šabanagič (auf albanisch Shabanagaj).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ali Pascha Gucia wird im 8. und 9. Lied des Heldenepos Lahuta e Malcís von Gjergj Fishta erwähnt.

  • Hasan Kaleshi: Gucia, Ali Pascha, in: Biographisches Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Bd. 2. München 1976, S. 101–103

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Haus-, Hof- und Staatsarchiv, PA XXXVIII, Karton 263, Prizren am 5.12.1887, S 4-5, siehe auch HHStA, PA XXXVIII, Karton 270, von Prizren am 5.03.1888, S 7, und 16.03.1888, S 5.