Almut Heise

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Almut Heise (* 23. September 1944 in Celle) ist eine mehrfach mit Preisen ausgezeichnete deutsche Malerin und Grafikerin und Professorin an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.

Lehrjahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Almut Heise begann ihre künstlerische Ausbildung 1965–1967 mit einem Studium am Hochschulinstitut für Kunst- und Werkerziehung in Mainz bei Klaus Jürgen-Fischer. Von 1967 bis 1970 besuchte sie die Hochschule für bildende Künste Hamburg, wo zu ihren Lehrern Gotthard Graubner und Paul Wunderlich gehörten. Anschließend wurde ihr mit einem DAAD-Stipendium ein Jahr am Royal College of Art in London ermöglicht, wo sie bei den Lehrern Allan Jones, David Hockney und Peter Blake Unterricht nahm.

Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Almut Heises erste Arbeiten beschäftigen sich vor allem mit der präzisen Darstellung von typischen Interieurs der Fünfzigerjahre: von Cocktailsesseln bis hin zu Übergardinen, Topfpflanzen und Tapeten- und Teppichmustern. Ging es zunächst um eher unkritische Beschreibung des Wirtschaftswunders jener Zeit, flossen zunehmend Pop-Art-Elemente, Ironie und Sozialkritik in ihre Zeichnungen, Radierungen und Gemälde ein. 1978 wurde sie als Professorin an die Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg verpflichtet, Fachbereich Gestaltung.

Von 1974 an widmete sie sich vor allem der Darstellung von Menschen. Ihre Bilder möchte sie sie nur vordergründig als realistisch verstanden wissen. Bekannt wurde ein Doppelporträt des Hamburger Bürgermeisters Herbert Weichmann und seiner Ehefrau Elsbeth, das 1986 entstand und einen Ehrenplatz im Hamburger Rathaus erhielt.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kulturkreis Finkenwerder (Hrsg.): Almut Heise / Gemälde 1968–1999. Christians-Verlag, Hamburg 2000, ISBN 3-7672-1377-X.
  • Familie Kay Rump, Maike Bruhns: Der Neue Rump. 2. Auflage. Wachholtz-Verlag, Neumünster/ Hamburg 2013, ISBN 978-3-529-02792-5, S. 187.
  • Ursula Meyer-Rogge: Metamorphosen – Künstlerinnen in Hamburg mit Werken seit 1968. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2011, ISBN 978-3-86218-013-4.
  • Marie-Catherine Vogt: Die Wanderin über dem Nebelmeer, in: Almut Heise, Ausstellungskatalog Galerie Michael Haas, Berlin 2015, S. 3–4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gisela Schütte: Die geheimnisvollen Welten der Almut Heise. In: Die Welt. 8. August 2000. (online)
  • Almut Heise, Ausstellungskatalog Galerie Michael Haas, Berlin 2015. (online)