Alois Gölles

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Alois Gölles (* 29. März 1960 in Feldbach) ist ein österreichischer Destillateur und Essigerzeuger in Riegersburg/Steiermark.

Alois Gölles

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Erwerb von Kenntnissen in der Genussmittelerzeugung durch eine Ausbildung an der Höheren Bundeslehranstalt für Wein- und Obstbau in Klosterneuburg, begann Gölles im Jahr 1979 mit der Veredelung von Obst, vorwiegend aus den eigenen Gärten, zu Edelbrand und seit dem Jahr 1984 auch zu Essigen.

Innovationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den frühen 1980er Jahren beschäftigte Alois Gölles sich mit der Lagerung von Obstbränden in Eichenfässern. Entgegen den damaligen Gepflogenheiten begann er, den Apfel nicht nach Calvadosart aus dem Most, sondern aus der Fruchtmaische zu destillieren beziehungsweise die Zwetschge nicht nach Sliwowitzart, sondern nach einem eigenen Reifeverfahren auszubauen.

Im Jahr 1984 entwickelte er einen Balsamapfelessig-Apfelmost. Darüber hinaus wird in seinem Unternehmen Balsam-Weinessig aus Trockenbeerenauslese, Balsam-Birnenessig und Weißer Balsam-Essig hergestellt.

Im Jahr 2003 wurde erstmals ein Tomatenessig aus Fleischtomaten vergoren, der bei Gerichten wie Tomatensalat, Tomate mit Mozzarella und Basilikum oder Letschogemüse verwendet werden kann.

Steirischer Lucullus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der von Alois Gölles im Jahr 2001 gestiftete „Steirische Lucullus“ war Österreichs erster Kulinarikpreis und damals mit ATS 100.000 (danach € 7.500) der mit Abstand am höchsten dotierteste Preis.[1] Er wurde im Jahr 2006 letztmals vergeben.

Gläserne Fabrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1993 haben Kunden die Möglichkeit, die Herstellung zu beobachten. Im Jahr 2013 verzeichnete die Schnapsbrennerei rund 20.000 Besucher.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1986–2013: Auszeichnungen und Medaillen bei internationalen Prämierungen und Verkostungen
  • 2011: Schnapsbrenner des Jahres (Vinaria Magazin)[3]
  • 2012: Top of Styria in der Kategorie „Lebenswerk“; Wirtschaftskammer Steiermark[4]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alois Gölles: Das neue Essigbrevier – Ein Handbuch für mehr Genuss mit edelsaurer Würze. 2008, ISBN 978-3-200-01218-9
  • Alois Gölles: Edelbrände – Erzeugung, Beurteilung, Verkostung. 1998, ISBN 978-3-7020-0820-8
  • Alois Gölles, Karl Holzapfel, Valentin Latschen, Hans Reisetbauer: Quinta Essentia – Das Buch vom Edelbrand, 2010, ISBN 978-3-200-01565-4

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Lucullus 2006. Abgerufen am 12. August 2013 (PDF; 90 kB). Neues Land, August 2006
  2. Zu Gast bei den Schnapsbrennern Alois und Hertha Gölles. Archiviert vom Original am 21. Mai 2013; abgerufen am 12. August 2013. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.format.at Format, Jänner 2013
  3. Best of Schnaps 2011. (Nicht mehr online verfügbar.) Ehemals im Original; abgerufen am 12. August 2013.@1@2Vorlage:Toter Link/www.vinaria.at (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Vinaria, 2011
  4. Der Obst-Feinschmecker. Abgerufen am 12. August 2013. Kleine Zeitung, November 2012

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

www.goelles.at