Alte Liebe (Cuxhaven)

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Die „Alte Liebe“ in Cuxhaven
Die „Alte Liebe“ in Cuxhaven
Die „Alte Liebe“ von der Seeseite

Die Alte Liebe ist ein ehemaliger Anleger im Hafen von Cuxhaven, der heute als Aussichtsplattform dient. Sie befindet sich an der stromseitigen Begrenzung des Cuxhavener Hafens zum Fahrwasser der Unterelbe. Die Schiffe nach Neuwerk und Helgoland sowie zu den Seehundsbänken legen heute hafeneinwärts in der Nähe der Plattform ab.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Bauwerk wurde erstmals 1733 durch die Versenkung von drei ausgedienten Schiffen an dieser Stelle errichtet. Die Schiffe wurden mit Pfählen umgeben und die Zwischenräume mit Steinen und Buschwerk ausgefüllt. Ziel war es, den durch Sturmfluten beschädigten Hafen zu befestigen und die „Große Bake“ zu sichern, die damals die Hafeneinfahrt markierte.[2]

Später diente die „Alte Liebe“ als Schiffsanleger und wurde regelmäßig erneuert. 1982 wurde das Bauwerk in eine reine Aussichtsplattform umgewandelt, zugleich wurden die maroden Holzpfähle des Unterbaus durch eine Konstruktion aus Stahlbeton ersetzt.[3] Darüber befindet sich heute ein zweistöckiger Pfahlbau aus Holz, von dessen Galerie Besucher die Schifffahrt auf der Unterelbe beobachten können. Über eine Lautsprecheranlage werden die Besucher von April bis Oktober täglich zwischen 10 und 19 Uhr unter anderem über Größe und Herkunft der vorbeifahrenden Schiffe informiert. Seit 2011 ist der Schiffsansagedienst Cuxhaven e.V. für diese Ansagen verantwortlich.

In der Nähe der „Alten Liebe“ liegen der Windsemaphor Cuxhaven und der Hamburger Leuchtturm.

Namensherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name „Alte Liebe“ soll sich vom vordersten der drei versenkten Schiffe herleiten, das „Die Liebe“ hieß.[4] Einer anderen Überlieferung zufolge lautete der Name des Schiffes „Olivia“. Von der Bevölkerung wurde es jedoch nur „Oliv“ genannt, was phonetisch dem plattdeutschen Wort für „Alte Liebe“ entsprach.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alte Liebe ist auch der Name des Tochterbootes des Seenotrettungskreuzers Arwed Emminghaus und des Trauzimmers im Rathaus der Stadt Cuxhaven.

Blick über den Hafen von Cuxhaven fotografiert von der Alten Liebe

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Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Joachim Pattberg: Die Alte Liebe von Cuxhaven. Baukalender von 1725 bis 1988. Förderverein Cuxhaven e.V., Cuxhaven 1990, ISBN 3-920709-27-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Alte Liebe in Cuxhaven – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Nordseeheilbad Cuxhaven – Hafen & Schiffe – Alte Liebe, abgerufen am 25. Juli 2013
  2. Georg Hindrichson: Brockes und das Amt Ritzebüttel 1735–1741, Teil I. Cuxhaven 1897 (Reprint 1982), S. 2–3.
  3. Beitrag von Radio Bremen, abgerufen am 22. Juni 2017
  4. Georg Hindrichson: a. a. O., S. 3.

Koordinaten: 53° 52′ 22″ N, 8° 42′ 38″ O