Altissa

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Altissa
Rechtsform GmbH, Volkseigener Betrieb
Gründung 1904 (als Photographische Manufaktur Ingenieur Richard Knoll)
Auflösung 1959
Auflösungsgrund Eingliederung in den VEB Kamera- und Kinowerke Dresden
Sitz Dresden, Deutschland
Leitung
  • Richard Knoll
  • Emil Hofert (ab 1926)
  • Berthold Altmann
Mitarbeiterzahl
  • etwa 30 (1946)
  • 160 (1951)
  • etwa 300 (1953)
Branche Optikhersteller

Die Altix-Kamera, das bekannteste Produkt der Altissa-Werke, hier mit Trioplan-Objetiv

Altissa ist die Kurzfassung der Firma eines verschiedentlich umbenannten Unternehmens der Dresdner Kameraindustrie. Am bekanntesten ist Altissa als Produzent der Altix-Kameras.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Boxkamera von Altissa, 1951

Das Unternehmen wurde 1904 als „Photographische Manufaktur Ingenieur Richard Knoll“ in Dresden gegründet. Emil Hofert übernahm es 22 Jahre später und benannte es 1927 in „Fabrik photographischer Artikel Emil Hofert vorm. Richard Knoll“ um. Er begann mit dem Bau von Boxkameras, da die Dresdner Konkurrenz diesen Kameratyp nicht produzierte. Emil Hoferts Leitgedanke war es, dass Kunden mit wenig Geld eine einfache, aber präzise Kameratechnik erwerben können. In den folgenden drei Jahren hatte Hofert immer wieder Erfolg mit seinen Boxkameras und präsentierte diese regelmäßig auf den Leipziger Messen. 1931 kam es zu einer Umgründung in „Emil Hofert ‘Eho’ Kamera-Fabrik Emil Hofert GmbH“, die sich später „‘Eho’ Kamera-Fabrik Emil Hofert GmbH“ nannte. 1935 bot Emil Hofert die erste Stereo-Boxkamera an. Nach dem Tod von Emil Hofert übernahm sein Mitarbeiter Berthold Altmann das Unternehmen, dass dann als „‘Eho’ Kamera-Fabrik Emil Hofert GmbH Inhaber Berthold Altmann“ firmierte. Zu dieser Zeit hatte das Unternehmen 60 Mitarbeiter.

Erst 1941 kam das Unternehmen zu seinem heute noch bekannten Namen Altissa. Noch im Jahr zuvor entschied sich Berthold Altmann für den Namen „Amca-Camera-Werk Berthold Altmann“ (Amca = „Altmann-Cameras“). Von 1941 bis 1952 hieß das Unternehmen dann „Altissa-Camera-Werk Berthold Altmann“. Ab 1940 musste der Betrieb der Rüstungsindustrie zuliefern. Im Februar 1945 fiel das Werk den Bombenangriffen auf Dresden vollständig zum Opfer. 1946 erfolgte der gewerbliche Neuanfang mit etwa 30 Mitarbeitern in der Blasewitzer Straße 17. Dort wurden ab 1948 als „Aldo-Feingeräte GmbH“ Mikroskope und Kamera-Zubehör gefertigt. 1951 beschäftigte Altissa 160 Mitarbeiter.

Im Jahre 1952 wurde Altissa verstaatlicht. Berthold Altmann verließ die DDR in Richtung Bundesrepublik. Nach Umwandlung in einen Volkseigenen Betrieb hieß das Unternehmen „VEB OPTIK Altissa-Camera-Werk“. Das Unternehmen wurde der „Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) OPTIK“ in Jena unterstellt. Altissa wuchs weiter und beschäftigte 1953 ca. 300 Mitarbeiter. Nach weiteren Umorganisationen hieß Altissa dann „VEB Altissa-Camera-Werk“ und wurde 1959 in die „VEB Kamera- und Kinowerke Dresden“, d. h. in den späteren VEB Pentacon, eingegliedert. Während zunächst weiter in der Blasewitzer Straße produziert wurde, gingen Verwaltung und Konstruktionsabteilung unmittelbar im „VEB Kamera- und Kinowerke Dresden“ auf. Die Produktion unter dem Markennamen Altissa wurde bald eingestellt; die Restbestände verkauft.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Altissa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien