Altonaer Freiheit

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„Altona skal være dansk“ – Signum der Altonaer Freiheit

Die Altonaer Freiheit – weg von Hamburg! ist eine parteiferne Initiative, die sich zum Ziel gesetzt hat, Altona/Elbe wieder zu einer selbständigen Stadt zu machen, wie sie es bis 1938 gewesen ist. Sie plädiert für das Bremer Modell mit zwei kommunal selbstständigen Städten in einem Bundesland und hat sich diesbezüglich in die aktuelle Diskussion um die Hamburger Bezirksverwaltungsreform eingeschaltet. Als ersten Schritt verlangt sie die Rückführung der nach dem Zweiten Weltkrieg in das Hamburgische Staatsarchiv verbrachten Bestände des Altonaer Stadtarchivs; diese Forderung haben sich in einem einstimmigen Beschluss Mitte der 1990er Jahre sämtliche Bezirksversammlungsfraktionen zu eigen gemacht. Außerdem sollen Altonas Grenzen, insbesondere zu St. Pauli und dem Bezirk Eimsbüttel, wiederhergestellt werden.

Bekannt geworden ist die sezessionistische Organisation über Hamburgs Grenzen hinaus u.a. durch einen Appell an die dänische Königin Margrethe II. unter dem Motto „Altona muss zurück an Dänemark“ (Altona skal være dansk) sowie Aktionen wie das Angebot an den Fußballverband der Färöer-Inseln, eingedenk der gemeinsamen dänischen Geschichte seine EM-Qualifikations-Heimspiele in Altona (auf der Adolf-Jäger-Kampfbahn oder im Volksparkstadion) auszutragen (1990). Diese Einladung hatte das Bezirksamt dann offiziell übernommen. Zudem hat sie erreicht, dass Altonas Rathaus zu wichtigen Anlässen wieder die eigene neben der Hamburger Stadtfahne flaggt. 1996 verlieh die Bezirksversammlung der hier ansässigen Dänin Elisabeth Iversen und dem langjährigen Bezirksabgeordneten Bernhard Wierzbinski (CDU) für ihr Engagement im Rahmen der Altonaer Freiheit den Ehrenpreis Aktiv für Altona.

Sprecher der Organisation war bis 2012 über gut 25 Jahre der ehemalige Altonaer Bezirksabgeordnete und frühere Fraktionsvorsitzende von GAL und Regenbogen, Olaf Wuttke.[1]

In seinem Kriminalroman „Schneewittchens Sarg“ (2007) persifliert der Autor Robert Brack die Altonaer Freiheit unter der Bezeichnung Dänische Befreiungsfront.

Literatur (in Auswahl)[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. taz.de, 4. März 2008, und Hamburger Abendblatt, 27. Oktober 2012