Altpietistischer Gemeinschaftsverband

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Evangelischer Gemeinschaftsverband Württemberg e. V.
Logo Apis.svg
Rechtsform Eingetragener Verein
Gründung 1857
Sitz Stuttgart, Deutschland
Personen Steffen Kern (Vorsitzender), Günter Blatz (Gemeinschaftsinspektor)
Aktionsraum Baden-Württemberg
Schwerpunkt Aufbau lokaler christlicher Gemeinschaften, biblische Unterweisung, christliche Kinder-, Jugend-, Frauen-, Männer- und Seniorenarbeit
Angestellte über 50
Motto altpietistisch • persönlich • inspirierend
Website www.die-apis.de

Die Apis. Evangelischer Gemeinschaftsverband Württemberg e. V. mit Sitz in Stuttgart, ist ein freies Werk innerhalb der Evangelischen Landeskirche in Württemberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der als eingetragener Verein registrierte Gemeinschaftsverband ist selbständig organisiert und finanziert sich ausschließlich aus freiwilligen Beiträgen und Spenden. Er wurde am 19. März 1857[1] in Stuttgart gegründet, wo sich bis heute der Sitz des pietistischen und evangelikalen Verbands befindet.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In rund 500 Orten in Württemberg und im bayerischen Allgäu treffen sich wöchentlich etwa 10.000 Mitglieder der Gemeinschaften in Bibelstunden, Hauskreisen und bei Kinder- und Jugendangeboten. Anliegen der Apis ist es, den Glauben an Jesus Christus wachzuhalten und zu stärken. Etwa 60 hauptamtliche und weit mehr als 1000 ehrenamtliche Mitarbeiter sind für die Apis tätig.[2] Ein zentraler Ort der Apis ist das Christliche Gästezentrum Württemberg „Haus Schönblick“ in Schwäbisch Gmünd.

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt viele jährliche Veranstaltungen,[3] wie das Landesjugendtreffen (LaJu),[4] und die Hülbener Konferenzen. Die Kirchweihmontagskonferenzen folgen einer alten pietistischen Tradition des Hülbener Dorfschullehrers Jakob Friedrich Kullen (1758–1818), der zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach einer Alternative zu der damals zügellos gefeierten württembergischen Kirchweih (Kirmes) gesucht hat. Er begründete die Tradition, am Montag nach dem 3. Sonntag im Oktober die „gefährdete Jugend“ zum Hören auf Gottes Wort, zum Singen von Chorälen und zur Stärkung durch Kaffee und „Konferenzbrot“ einzuladen. Die Konferenz wurde 2015 erstmals von Pfarrer Ulrich Scheffbuch geleitet, der auch zur Familie Kullen gehört.[5]

Hoffnungsträger-Preis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband vergibt seit 2008[6] den mit 5.000 Euro dotierten Hoffnungsträger-Preis an Menschen, die sich in besonderer Weise „im Bewusstsein der Verantwortung vor Gott und den Menschen“ gesellschaftlich engagiert haben. Dem zuständigen Kuratorium gehören die Landessynodale Beate Keller, Hartmut Hühnerbein, Otto Schaude, Martin Scheuermann und Steffen Kern an.[7]

Leitung und Verwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Landesbrüderrat ist das Leitungsgremium des Altpietistischen Gemeinschaftsverbandes. Vorsitzender ist seit 1. November 2008 Pfarrer Steffen Kern als Nachfolger von Rektor a. D. Otto Schaude.

Die Vorsitzenden

  • 1857–1881: Pfr. Karl Friedrich Werner
  • 1881–1890: Pfr. Wilhelm Claus
  • 1897–1919: Oberlehrer Christian Dietrich
  • 1919–1920: Rektor Kern
  • 1920–1924: Inspektor Fritz Lutz
  • 1924–1958: Pfr. Wilhelm Horn
  • 1958–1962: Pfr. Fritz Rienecker
  • 1964–1973: Pfr. Immanuel Grötzinger
  • 1973–1991: Pfr. Walter Schaal
  • 1991–2008: Rektor Otto Schaude
  • seit 2008: Pfr. Steffen Kern

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Die Geschichte der Apis, die-apis.de, abgerufen am 29. Dezember 2013
  2. Die Apis stellen sich vor, die-apis.de, abgerufen am 29. Dezember 2013.
  3. Veranstaltungskalender der Apis, die-apis.de, abgerufen am 29. Dezember 2013.
  4. Jugendevent LaJu, api-jugend.de, abgerufen am 29. Dezember 2013.
  5. Knapp 700 Apis bei „Kirchweihmontagskonferenz“, idea.de, Meldung vom 21. Oktober 2015.
  6. Ex-Muslimin erhält Hoffnungsträger-Preis, epd.de, Meldung vom 27. Juni 2015.
  7. Hoffnungsträger-Preis, die-apis.de, abgerufen am 29. Juni 2015.

Koordinaten: 48° 46′ N, 9° 10′ O