Altstadt (Weißenburg)

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Das Alte Rathaus steht in der geografischen Mitte der Nördlichen Altstadt
Das Ellinger Tor aus dem 14. Jahrhundert ist das Wahrzeichen der Stadt und ist das einzig erhaltene Stadttor Weißenburgs
Die Stadtkirche St. Andreas bildet mit ihrem 65 Meter hohen Andreasturm das höchste Gebäude der Altstadt

Die Altstadt von Weißenburg ist der historische Stadtkern der ehemaligen Reichsstadt Weißenburg, einer Großen Kreisstadt im mittelfränkischen Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen. Der historische Stadtkern ist ein Bodendenkmal und steht unter Ensembleschutz. Die Altstadt entspricht der Fläche innerhalb der Stadtmauer und seines bis zu 30 Meter breiten Grabens, der zum Teil zugeschüttet oder noch mit Wasser gefüllt ist.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Altstadt hat die Form eines Quadrates mit abgerundeten Ecken. Mit einem Umfang von rund 2 Kilometer hat die Altstadt eine Fläche von 29 Hektar.[1] Die größte Nord-Süd-Ausdehnung zwischen dem Stadtzollhaus des Ellinger Tors im Norden und einem Wehrturm der Schießgrabenmauer aus dem 14. Jahrhundert im Süden beträgt 617 Meter. Die größte Ost-West-Ausdehnung zwischen einem Gasthaus aus dem Jahr 1815 (Nördliche Ringstraße 20)[2] im Osten und dem ehemaligen Kommandantenhaus der Wülzburg von 1866[3] im Westen beträgt rund 635 Meter.

Die Nördliche Altstadt, deckungsgleich mit der Altstadt vor der Stadterweiterung 1372, ist der dichter bebaute und älteste Teil der Altstadt. Deswegen befinden sich hier die fünf ältesten Bürgerhäuser Weißenburgs (Luitpoldstraße 16, Judengasse 14, Marktplatz 3, Rosenstraße 10 und Rosenstraße 18), die drei großen Plätze der Stadt, nämlich Am Hof, Luitpoldstraße und Marktplatz sowie die Stadtkirche St. Andreas und das Alte Rathaus.

Die Vorstadt, auch Südliche Altstadt, entstand durch die Stadterweiterung 1372 und ist dementsprechend jünger und nicht so dicht bebaut wie die Nördliche Altstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Um 500 entstanden drei Siedlungskerne der späteren Stadt[4] auf dem Gebiet der Nördlichen Altstadt. Im Jahre 1188 wurde Weißenburg erstmals als burgus bezeichnet. Die erste Stadtmauer stammt aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Einwohnerzahl Weißenburgs, das 1296 zur Reichsstadt ernannt wurde, stieg im 14. Jahrhundert rasant an, weswegen mit einem kaiserlichen Steuerprivileg eine Stadterweiterung nach Süden hin finanziert wurde. Dabei wurde so großzügig geplant, dass eine Besiedlung außerhalb der Stadtmauer erst im 19. Jahrhundert notwendig wurde. Zu dieser Zeit wurden wegen der Modernisierung der Stadt mehrere Gebäude abgerissen, zum Beispiel das Frauentor (1878), das Obertor (1874), der Schrecker-Turm (1824/1825) und ein Teil der Schanzmauer (1874). Der Abriss des Ellinger Tors und des Alten Rathauses konnten verhindert werden. Bei einem Bombenangriff auf Weißenburg während des Zweiten Weltkriegs am 23. Februar 1945 wurden 22 Menschen getötet, die Altstadt blieb aber weitestgehend verschont.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Stadtbild ist geprägt von spätmittelalterlichen Fachwerkhäusern, barocken Bürgerhäusern und gotischen Repräsentativbauten:

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gotthard Kießling: Stadt Weißenburg i. Bay. (= Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege [Hrsg.]: Denkmäler in Bayern. Band V.70/2). Karl M. Lipp Verlag, München 2001, ISBN 3-87490-582-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. eigene Messung beim BayernViewer
  2. Beschreibung auf BayernViewer-denkmal
  3. Beschreibung auf BayernViewer-denkmal
  4. Geschichte Weißenburgs

Koordinaten: 49° 1′ 51,1″ N, 10° 58′ 23,6″ O