anabin

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Die Datenbank anabin (Anerkennung und Bewertung ausländischer Bildungsnachweise) ist im Zusammenwirken des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB)[1] sowie dem Äquivalenzzentrum des österreichischen Bundesministeriums für Wissenschaft und Kultur und dem Äquivalenzzentrum des Wissenschaftsministeriums Luxemburgs entwickelt worden.

Die Daten macht das Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder – Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen – seit dem Jahr 2000 der Öffentlichkeit online zugänglich.

Die Datenbank dokumentiert die Bildungssysteme von etwa 180 Staaten und liefert Informationen zu Hochschuleinrichtungen, Abschlusstypen und Abschlüssen sowie ausführliche Hintergrundinformationen.

Inhaber einer im Ausland erworbenen Qualifikation können anhand der Datensätze eine erste Einschätzung der Wertigkeit ihrer Ausbildung im Hinblick auf das deutsche Bildungssystem gewinnen. Außerdem können sie die für das spezifische Anerkennungsziel (z. B. Berufsausübung oder Weiterbildung) zuständige Stelle in Deutschland ermitteln. Auch für Anerkennungsbehörden, Arbeitsvermittler und Arbeitgeber ist die Datenbank eine Informationsquelle.

Inhalt sind Angaben über ausländische Hochschulabschlüsse und akademische Grade, die Voraussetzungen für ihren Erwerb sowie Hinweise zu ihrer Einstufung im Verhältnis zu deutschen Hochschulabschlüssen und -graden.

Ziel ist es, die zuständigen Ministerien in den Ländern, die Hochschulen sowie andere für die Anerkennung ausländischer Hochschulabschlüsse zuständige Behörden über ausländische Hochschulsysteme und deren Abschlüsse zu informieren. Darüber hinaus soll auch die Öffentlichkeit durch eine auf wesentliche Informationen eingegrenzte Version der Datenbank über das Internet sowie mittels anderer Datenträger Zugang zur Datenbank erhalten.

Die Datenbank ist nur richtungsweisend und auch nicht vollständig. Die Ersteller weisen ausdrücklich darauf hin, dass für die Richtigkeit der Angaben keine Haftung übernommen wird. Darüber hinaus gibt es eine Behörden-Version von anabin, die zusätzlich spezielle Informationen zur Notenberechnung, zu Veränderungen und für die Feststellung der Hochschulzugangsberechtigung auch Zeugnismuster zur Verfügung stellt.

Die Datenbank findet auch Anwendung, um Personen mit ausländischen Hochschulabschlüssen im Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst einzugruppieren.[2] Auch bei der Beantragung der Blauen Karte wird sie konsultiert, um die Vergleichbarkeit von Hochschulabschlüssen zu prüfen.[3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ANABIN: Neue Datenbank der Kultusministerkonferenz über ausländische Bildungssysteme im Netz. Kultusministerkonferenz, 26. Februar 2002, abgerufen am 9. Dezember 2017.
  2. Klaus Hock: Die neue Entgeltordnung nach TVöD – inkl. Arbeitshilfen online: Die neuen Eingruppierungsregelungen korrekt umsetzen. Haufe Lexware, München 2017, ISBN 978-3-648-09590-4, hier S. 54 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 9. Dezember 2017]).
  3. Nicole Elert, Christopher T. Brooks: Expats in Germany – Inbound and Outbound: Questions frequently asked by foreigners. De Gruyter, Berlin 2017, ISBN 978-3-11-040383-1, hier S. 52 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche [abgerufen am 9. Dezember 2017]).