Andreas Rabl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Andreas Rabl (2015)

Andreas Rabl (* 24. Oktober 1972 in Wels) ist ein österreichischer Politiker der Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ). Er ist seit 2015 Bürgermeister der oberösterreichischen Stadt Wels.[1]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Rabl besuchte die Volksschule Puchberg und maturierte 1991 am Bundesgymnasium Wels. Er studierte von 1991 bis 1997 Rechtswissenschaften an der Universität Wien (Mag.iur.). Von 1996 bis 1997 praktizierte er als Assistent im Europäischen Parlament, danach war er Rechtspraktikant am Landesgericht Wels. 1998 absolvierte er den Präsenzdienst beim Österreichischen Bundesheer.

Seit 1998 ist Andreas Rabl auch als Rhetorik- und Kommunikationstrainer tätig. Von 1999 bis 2003 war er Rechtsanwaltsanwärter in einer Welser und Wiener Kanzlei. Danach arbeitete Rabl von 2003 bis 2015 als selbständiger Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Insolvenz- und Wirtschaftsrecht und 2003 promovierte er zum Dr. iur. Ebenfalls war er von 2004 bis 2015 als Fachhochschullektor für Bürgerliches Recht und Wirtschaftsrecht an der Fachhochschule in Wels tätig.

Seit 2001 ist er Mitglied des Gemeinderates der Stadt Wels. Von 2009 bis 2013 war er Stadtrat, von 2013 bis 2015 Vizebürgermeister. Seit dem 9. November 2015 ist er als Nachfolger von Peter Koits (SPÖ) Bürgermeister von Wels. Zuletzt wurde Rabl 2015 im zweiten Wahlgang mit 62,97 Prozent der gültigen Stimmen gewählt.[2]

Rabl ist der erste FPÖ-Bürgermeister einer oberösterreichischen Statutarstadt und der erste Welser Bürgermeister seit 1946, der nicht von der SPÖ gestellt wird.[3] Anfang 2016 erregte er österreichweit Aufsehen mit der Ankündigung, den städtischen Kindergärten einen Wertekodex zu verordnen. Diesem Kodex zufolge müsse jedes Kind je fünf deutschsprachige Lieder und Gedichte vortragen können.[4] Dieser Kodex wurde später jedoch entschärft.[5]

Im Juli 2018 sorgte eine von Rabl und seinem Parteikollegen Manfred Haimbuchner an den italienischen Politiker und Innenminister Matteo Salvini ausgesprochene Einladung, seinen Urlaub im oberösterreichischen Wels zu verbringen, für internationales Aufsehen. Zuvor war Salvini vom Inselrat von Mallorca aufgrund von ausländerfeindlich und menschenverachtend beurteilten Aussagen zur „unerwünschten Person“ erklärt worden.[6][7][8] Die Einladung Rabls und Haimbuchners wurde von lokalen Fraktionen der SPÖ, Grünen, Neos, ÖVP sowie Hoteliers kritisiert.[9][10] Salvini bedankte sich für die Einladung, machte jedoch lieber Urlaub an der Adria.[11]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andreas Rabl ist verheiratet und Vater zweier Kinder. Sein Großvater Max Rabl war ebenfalls Politiker.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stadtfinanzen: 8,3 Millionen Euro Überschuss, In: Oberösterreichische Nachrichten (OÖN), 8. März 2017, abgerufen 15. März 2017
  2. Ergebnisse der Bürgermeisterstichwahl in Wels und Wels-Land (Memento des Originals vom 15. März 2017 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.meinbezirk.at, In: Rundschau, 11. Oktober 2015, abgerufen 15. März 2017
  3. Die blaue Musterstadt, In: Die Zeit, 12. September 2016, abgerufen 15. März 2017
  4. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: FPÖ-Bürgermeister will Kindergärten Kulturgut verordnen. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 31. Juli 2017]).
  5. STANDARD Verlagsgesellschaft m.b.H.: Kindergartenkinder müssen doch keine deutschen Lieder lernen. In: derStandard.at. (derstandard.at [abgerufen am 31. Juli 2017]).
  6. https://kurier.at/politik/inland/fpoe-laedt-salvini-zu-urlaub-nach-wels-ein/400074923, Kurier, 29. Juli 2018
  7. https://www.handelsblatt.com/politik/international/italien-italiens-innenminister-erhaelt-urlaubseinladung-von-fpoe/22859232.html?ticket=ST-2869016-kLUg6Xg44TVThZtmDGf3-ap3, Handelsblatt, 29. Juli 2018
  8. http://www.ilgiornale.it/news/politica/lfpo-austriaco-invita-salvini-macch-maiorca-vieni-noi-1559527.html, Il Giornale, 29. Juli 2018
  9. https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Salvini-Einladung-inakzeptabel-und-beschaemend;art67,2965164, Oberösterreichische Nachrichten, 31. Juli 2018
  10. https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/Hoteliers-reagieren-sauer-Einladung-an-Salvini-werbetechnischer-Supergau;art67,2968090, Oberösterreichische Nachrichten, 2. August 2018
  11. Salvini urlaubt an der Adria: "Küsse nach Mallorca", diepresse.com, 30. Juli 2018
VorgängerAmtNachfolger
Peter KoitsBürgermeister von Wels
2015–
---