Andy Gibb

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Andy Gibb, 1981

Andy Gibb (* 5. März 1958 als Andrew Roy Gibb in Manchester, England; † 10. März 1988 in Oxford, England) war ein britisch-australischer Sänger.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andy Gibb wurde als Sohn von Hugh und Barbara Gibb geboren. Seine Mutter war Sängerin, während der Vater ein kleines Orchester leitete.[1] Seine älteren Brüder Barry, Robin und Maurice Gibb wurden als Bee Gees bekannt.

1979 hatte Andy Gibb einen Auftritt mit den Bee Gees (Spirits Having Flown Tour), jedoch war er selbst nie Mitglied der Gruppe. Stattdessen feierte er als Solosänger große Erfolge. Seinen ersten Nummer-eins-Hit in den USA hatte er 1977 mit dem von seinem Bruder Barry geschriebenen Titel I Just Want to Be Your Everything. Zwischen Mai 1977 und April 1978 schaffte er es mit insgesamt drei Liedern an die Spitze der US-Charts. Daneben war er 1978 als Gastsänger auf dem Album Thoroughfare Gap von Stephen Stills zu hören.

In den folgenden Jahren hatte er weitere musikalische Erfolge und kam mit seiner Beziehung zu der Schauspielerin Victoria Principal in die Medien. Mitte der 1980er Jahre trennten sich die beiden, und der mittlerweile drogenabhängige Gibb wurde in die Betty-Ford-Klinik eingeliefert.

Das Grab von Andy Gibb, Forest Lawn Memorial Park, Hollywood Hills, Los Angeles

Gibb schloss Anfang 1988 einen neuen Vertrag mit der Plattenfirma Island Records. Zu den schon geplanten Aufnahmen für seine neue Platte kam es jedoch nicht mehr, da er Anfang März 1988 ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wo er am 10. März 1988, fünf Tage nach seinem 30. Geburtstag, an den Folgen einer Myokarditis verstarb. Er wurde auf dem Forest Lawn Memorial Park in Hollywood beigesetzt.[2]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevor Gibb Australien verließ, hatte er seine Freundin Kim Reeder geheiratet. Als die gemeinsame Tochter, Peta Jaye, am 25. Januar 1978 geboren wurde, lebte Gibb bereits von seiner Ehefrau getrennt und ließ sich im Laufe des Jahres von ihr scheiden.[3][4] Gibb traf seine Tochter nur einmal, und zwar im Jahr 1981.[5] Seine Tochter Peta J. Reeder-Gibb züchtet Staffordshire Bull Terrier und ist eine anerkannte Jurorin bei Hundeschauen in New South Wales, Australien.[6]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7][8][9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT UK UK US US
1977 Flowing Rivers US19
Platin
Platin

(68 Wo.)US
aufgenommen in den Criteria Studios, Miami
Produzenten: Albhy Galuten, Karl Richardson
1978 Shadow Dancing UK15
Silber
Silber

(9 Wo.)UK
US7
Platin
Platin

(43 Wo.)US
aufgenommen in den Criteria Studios, Miami
Produzenten: A. Galuten, B. Gibb, K. Richardson
1980 After Dark US21
Gold
Gold

(15 Wo.)US
aufgenommen in den Criteria Studios, Miami
Produzenten: A. Galuten, B. Gibb, K. Richardson

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7][8][9]
(Jahr, Titel, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT UK UK US US
1981 Andy Gibb’s Greatest Hits US46
(18 Wo.)US
aufgenommen in den Criteria Studios und
den Middle Ear Studios, Miami

Weitere Kompilationen

  • 1983: All About Andy Gibb
  • 1991: Andy Gibb
  • 2001: The Best of Andy Gibb: 20th Century Masters – The Millennium Collection
  • 2013: Mythology: The 50th Anniversary Collection (Box mit 4 CDs, Disc 4: Andy)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1977: Shadow Dancing (Baile de la sombra)
  • 1979: (Our Love) Don’t Throw It All Away
  • 1980: No puedo evitarlo (mit Olivia Newton-John)

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Höchstplatzierung, Gesamtwochen, AuszeichnungChartplatzierungenChartplatzierungen[7][9]
(Jahr, Titel, Album, Plat­zie­rungen, Wo­chen, Aus­zeich­nungen, Anmer­kungen)
Anmerkungen
DE DE AT AT UK UK US US
1977 I Just Want to Be Your Everything
Flowing Rivers
UK26
(7 Wo.)UK
US1
Gold
Gold

(31 Wo.)US
Autoren: Andy Gibb, Barry Gibb
(Love Is) Thicker Than Water
Flowing Rivers
US1
Gold
Gold

(29 Wo.)US
Autoren: Andy Gibb, Barry Gibb
1978 Shadow Dancing
Shadow Dancing
DE44
(4 Wo.)DE
UK42
(6 Wo.)UK
US1
Platin
Platin

(25 Wo.)US
Autoren: Andy Gibb, Bee Gees
An Everlasting Love
Shadow Dancing
UK10
(10 Wo.)UK
US5
Gold
Gold

(16 Wo.)US
Autor: Barry Gibb
(Our Love) Don’t Throw It All Away
Shadow Dancing
UK32
(7 Wo.)UK
US9
(18 Wo.)US
Autoren: Barry Gibb, Blue Weaver
1980 Desire
After Dark
DE36
(9 Wo.)DE
US4
(15 Wo.)US
Autoren: Bee Gees
I Can’t Help It
After Dark
US12
(13 Wo.)US
mit Olivia Newton-John
Autor: Barry Gibb
Time Is Time
Andy Gibb’s Greatest Hits
DE44
(6 Wo.)DE
AT17
(4 Wo.)AT
US15
(17 Wo.)US
Autoren: Andy Gibb, Barry Gibb
1981 Me (Without You)
Andy Gibb’s Greatest Hits
US40
(8 Wo.)US
Autor: Andy Gibb
All I Have to Do Is Dream
All About Andy Gibb
US51
(8 Wo.)US

Weitere Singles

  • 1975: Words and Music
  • 1978: Why
  • 1979: Rest Your Love on Me (mit Olivia Newton-John)
  • 1982: Here Inside (mit Flower)
  • 1997: (Our Love) Don’t Throw It All Away (Live) (Bee Gees feat. Andy Gibb) (Promo)

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Ver­käu­fe Quel­len
Aus­zeich­nung­en für Mu­sik­ver­käu­fe
(Land/Region, Auszeichnungen, Verkäufe, Quellen)
Vereinigte Staaten (RIAA) Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S Gold record icon.svg 4× Gold4 Platinum record icon.svg 3× Platin3 7.500.000 riaa.com
Vereinigtes Königreich (BPI) Vereinigtes Königreich (BPI) Silver record icon.svg Silber1 0! G 0! P 60.000 bpi.co.uk
Insgesamt Silver record icon.svg Silber1 Gold record icon.svg 4× Gold4 Platinum record icon.svg 3× Platin3

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Stambler, Irwin: The Encyclopedia of Pop, Rock and Soul. 3. überarbeitete Auflage, St. Martin’s Press, New York City, 1989, S. 256–258, ISBN 0-312-02573-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Schwering, Stephan: Bee Gees. In: Pop-Archiv International 10/2001 vom 15. Oktober 2001, ergänzt um Nachrichten durch MA-Journal bis KW 20/2012 (abgerufen via Munzinger Online).
  2. knerger.de: Das Grab von Andy Gibb
  3. Archivlink (Memento vom 6. Januar 2009 im Internet Archive)
  4. www.thebiographychannel.co.uk Andy Gibb (Memento vom 15. Februar 2009 im Internet Archive)
  5. Biografie bei IMDb
  6. Judges Resume – Peta Reeder-Gibb
  7. a b c Chartquellen: Singles Alben US
  8. a b The Billboard Albums von Joel Whitburn, 6th Edition, Record Research 2006, ISBN 0-89820-166-7.
  9. a b c Gold-/Platin-Datenbanken: UK US