Anna-Nicole Heinrich

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Anna Nicole Heinrich, Präses der Synode der EKD
Anna-Nicole Heinrich (2021)

Anna-Nicole Heinrich (* 13. April 1996[1] in Schwandorf[2]) ist seit 2021 Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anna-Nicole Heinrich stammt aus einem nicht-christlichen Elternhaus. Ihre Eltern zogen nach der Wiedervereinigung vom thüringischen Saalfeld nach Nittenau im bayerischen Landkreis Schwandorf. Dort wuchs sie mit ihrer acht Jahre jüngeren Schwester auf, der Vater arbeitete als LKW-Fahrer. Getauft wurde sie als Schulkind gemeinsam mit ihrer Mutter.[3][4] Sie studierte von 2015 bis 2019 Philosophie an der Universität Regensburg. Nach dem Abschluss mit dem Bachelor setzte sie ihre Ausbildung mit einem Masterstudium Digital Humanities und Menschenbild und Werte fort. Von 2019 bis 2020 war sie Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Sozialethik, seit 2020 ist sie Wissenschaftliche Hilfskraft bei der Lehrstuhlinhaberin für Pastoraltheologie und Homiletik Ute Leimgruber, die auch stellvertretende Frauenbeauftragte der Universität Regensburg ist. In Regensburg lebt Anna-Nicole Heinrich mit ihrem Ehemann in einer Vierer-Wohngemeinschaft.[3]

Daneben ist sie seit 2017 Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland e. V. sowie deren stellvertretende Vorsitzende.[5] Heinrich ist eine der Initiatorinnen des bundesweiten kirchlichen Hackathons „#glaubengemeinsam“.[6] Seit 2020 ist sie Mitglied der Landessynode der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern.[7]

Präses der EKD-Synode[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 8. Mai 2021 wurde Heinrich mit 75 von 126 Stimmen zur Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland gewählt. Ebenfalls nominiert war die Präses des Kirchenkreises Marburg,[8] Nadine Bernshausen, auf die 39 Stimmen entfielen.[9] Heinrich trat damit die Nachfolge von Irmgard Schwaetzer an, die dieses Amt seit 2013 innehatte.[10] Mit einem Alter von 25 Jahren bei Amtsantritt ist sie die bislang jüngste Präses in der Geschichte der EKD-Synode.[11]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. EKD-Synode: Anna-Nicole Heinrich wird neue Vorsitzende. Abgerufen am 4. April 2022.
  2. Anna-Nicole Heinrich: „Bibel persönlich“: Den Vorschlaghammer weglegen. In: Bibelreport. 1/2021, 5. Februar 2021, abgerufen am 8. Mai 2021 (wiedergegeben auf die-bibel.de).
  3. a b Hans Böller: Regensburger Studentin wird Präses der evangelischen Kirche. In: nordbayern.de. 16. Mai 2021, abgerufen am 16. Mai 2021.
  4. Anna-Nicole Heinrich ist neue Vorsitzende der EKD-Synode. In: br.de. 8. Mai 2021, abgerufen am 8. Mai 2021.
  5. Anna-Nicole Heinrich. In: ekd.de. 8. Mai 2021, abgerufen am 8. Mai 2021.
  6. Rieke C. Harmsen: Anna-Nicole Heinrich: Hackathon für die digitale Kirche. In: sonntagsblatt.de. Abgerufen am 10. Mai 2021.
  7. Daniel Staffen-Quandt u. a.: Wahlergebnisse für die Landessynode Bayern: Das sind die neuen Synodalen. In: sonntagsblatt.de. 9. Dezember 2019, abgerufen am 8. Mai 2021.
  8. Kreissynode. In: Kirchenkreis Marburg. Abgerufen am 17. Mai 2021.
  9. Evangelische Kirche: 25-jährige Studentin ist neue Präses. In: stimme.de. 8. Mai 2021, abgerufen am 17. Mai 2021.
  10. Expertin für die Digitalisierung des kirchlichen Lebens. In: domradio.de. 8. Mai 2021, abgerufen am 8. Mai 2021.
  11. Brigitte Bitto: Anna-Nicole Heinrich im Interview über ihr Amt als EKD-Synodenpräses. In: Sonntagsblatt. 9. Mai 2021, abgerufen am 10. Mai 2021.