Anneliese von Ribbentrop

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Anneliese von Ribbentrop (* 12. Januar 1896 in Mainz; † 5. Oktober 1973 in Wuppertal) war eine deutsche Autorin und Witwe des Reichsaußenministers Joachim von Ribbentrop.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie war eine Tochter des Unternehmers Otto Henkell, Inhaber der Henkell & Co. Sektkellerei, und dessen Frau Katharina Michel und wuchs in Biebrich bei Wiesbaden auf. 1920 ehelichte sie Joachim Ribbentrop, ehemaliger Oberleutnant und Mitglied der Militärmission in Konstantinopel. Sie lebten in Berlin-Dahlem und hatten fünf gemeinsame Kinder. Am Ende des Krieges suchte sie kurzzeitig Zuflucht im Rheinland; 1945 wurde sie im Internierungslager Dachau inhaftiert.

Von Ribbentrop veröffentlichte unter anderem die Aufzeichnungen ihres 1946 als Kriegsverbrecher hingerichteten Mannes im von Helmut Sündermann geleiteten geschichtsrevisionistischen Druffel-Verlag in Leoni am Starnberger See.[1] Außerdem schrieb sie ein Buch über „die Ursachen des Zweiten Weltkriegs“.[2]

1973 erhielt sie auf dem Jahreskongress in Bad Godesberg der rechtsextremen Gesellschaft für freie Publizistik (GfP) die Ulrich-von-Hutten-Medaille.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • hrsg.: Zwischen London und Moskau. Erinnerungen und letzte Aufzeichnungen. Druffel, Leoni am Starnberger See 1953.
  • Verschwörung gegen den Frieden. Studien zur Vorgeschichte des Zweiten Weltkrieges. Druffel, Leoni am Starnberger See 1962.
  • Deutsch-englische Geheimverbindungen. Britische Dokumente der Jahre 1938 und 1939 im Lichte der Kriegsschuldfrage (= Veröffentlichungen des Institutes für Deutsche Nachkriegsgeschichte, Band 4). Verlag der Deutschen Hochschullehrer-Zeitung, Tübingen 1967.
  • Die Kriegsschuld des Widerstandes. Aus britischen Geheimdokumenten 1938/39 (= Deutsche Argumente, 2). 2. Auflage, Druffel, Leoni am Starnberger See 1975, ISBN 3-8061-0660-6.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anneliese von Ribbentrop im Munzinger-Archiv, abgerufen am Internationales Biographisches Archiv 52/1953 vom 14. Dezember 1953 (Artikelanfang frei abrufbar)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rippentrop-Memoiren. Erster am Galgen. In: Der Spiegel, 51/1953, S. 9–12 (PDF (Memento des Originals vom 4. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wissen.spiegel.de).
  2. Annelies von Ribbentrop. In: Der Spiegel, 11/1962, S. 89 (PDF (Memento des Originals vom 4. Januar 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/wissen.spiegel.de).