Antimon(V)-sulfid

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Wikipedia:Redaktion Chemie/ausgeblendete Strukturformel

Allgemeines
Name Antimon(V)-sulfid
Andere Namen
  • Goldschwefel
  • (Di)antimonpentasulfid
Summenformel Sb2S5
CAS-Nummer 1315-04-4
PubChem 11338637
Kurzbeschreibung

orange-gelbes geruchloses Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 403,82 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

4,12 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

75 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
02 – Leicht-/Hochentzündlich 07 – Achtung 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 228​‐​302​‐​332​‐​411
P: 210​‐​273 [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Antimon(V)-sulfid (auch Goldschwefel genannt) ist eine chemische Verbindung aus den Elementen Antimon und Schwefel. Es besitzt die Formel Sb2S5, die genaue Struktur ist jedoch nicht bekannt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antimonpentasulfid ist bereits seit dem 16. Jahrhundert bekannt.[3]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hergestellt wird Antimon(V)-sulfid in chemischen Fabriken durch Zersetzung von Natriumthioantimonat-Nonahydrat (Schlippe'sches Salz, 1821 von Karl von Schlippe entdeckt), einer Verbindung von Natriumsulfid mit Antimon(V)-sulfid (Na3SbS4 · 9 H2O), durch sehr verdünnte Schwefelsäure. Dabei fällt Antimon(V)-sulfid als orangeroter Niederschlag aus.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antimon(V)-sulfid ist ein feines, orangerotes, geruch- und geschmackloses Pulver. Es ist unlöslich in Wasser und Ethanol, löslich in Kalilauge und Ammoniumsulfidlösungen. In Salzsäure löst es sich unter Abscheidung von Schwefel und Entwicklung von Schwefelwasserstoff als Antimon(III)-chlorid. Bei Lichteinwirkung oder Erhitzen spaltet es sich in Antimon(III)-sulfid und Schwefel.[1]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der im Vergleich zum Antimon(III)-sulfid geringeren Toxizität wurde A. industriell z. T. als Ersatzstoff für diesen eingesetzt.[1] Antimonpentasulfid wurde früher zum Vulkanisieren von Kautschuk verwendet. Die derartig vulkanisierten Gummiwaren waren charakteristisch rot gefärbt. Heute wird es für Zündhölzer, Feuerwerksartikel und Pigmente eingesetzt.

Anwendung fand Antimon(V)-sulfid früher nur medizinisch bei katarrhalischen Leiden. Die Wirkung wurde jedoch auf die früher üblichen Verunreinigungen durch Arsenverbindungen zurückgeführt.

Sicherheitshinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antimon(V)-sulfid muss vor Licht und Luft geschützt aufbewahrt werden, da andernfalls eine Oxidation eintritt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h i Eintrag zu Antimon(V)-sulfid in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 14. Februar 2017 (JavaScript erforderlich).
  2. A. F. Holleman, E. Wiberg, N. Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie. 102. Auflage. de Gruyter, Berlin 2007, ISBN 978-3-11-017770-1, S. 849.
  3. Abhandlung über Goldschwefel