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Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Arbeitsgemeinschaft für mitteldeutsche Familienforschung e. V. (AMF) ist ein gemeinnütziger Verein zum Austausch von Erfahrungen bei der genealogischen Forschung in den Neuen Bundesländern und zur gemeinsamen Erarbeitung und Darstellung der dabei gewonnenen Ergebnisse. Er zählt etwa 650 Mitglieder. Vereinssitz ist Leipzig.

Hauptziel des 1962 gegründeten Vereins sind die Erforschung und Dokumentation von Familiengeschichten und Adelsgeschlechtern, die aus dem geschichtlich mitteldeutschen Raum stammen. Von den Vereinsmitgliedern wird dabei der gesamte frühere Obersächsische Kreis sowie die Ober- und Niederlausitz bearbeitet.
Dieses Gebiet wird heute in etwa von den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg mit Berlin, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Sachsen abgedeckt.
Um die Arbeit in diesem großen Forschungsgebiet erfolgreicher und durchschaubarer zu machen, haben sich in der AMF eine Reihe regionaler und themengebundener Arbeitskreise gebildet, beispielsweise für Anhalt, das Altenburger Land, das Eichsfeld, das Erzgebirge, den Harz und Saale-Orla.

Die seit 2022 jährlich erscheinende Zeitschrift für mitteldeutsche Familiengeschichte (ZMFG) bietet Beiträge zur Familienforschung, Gelegenheitsfunde und Schrifttumsmitteilungen.
Die unregelmäßig erscheinende AMF-Schriftenreihe bietet inzwischen in über 250 Heften unterschiedliche Themen an, von Vorträgen zu Jahrestagungen bis zu größeren Beiträgen über Forschungsergebnisse.
Die dem Verein verbundene Stiftung Stoye hat in über 87 Bänden vor allem genealogisch wertvolle Editionen von Bürger- und Häuserbüchern im Druck veröffentlicht.
In der Buchreihe Mitteldeutsche Ortsfamilienbücher sind ebenfalls über 115 Bände erschienen.
Die vereinseigenen Publikationen werden über einen eigenen Shop vertrieben. Der Erlös finanziert den Unterhalt des Archivs im Staatsarchiv Leipzig.

Das umfangreiche Archiv des Vereins ist im Staatsarchiv Leipzig als Depositum untergebracht und wird von der AMF verwaltet.
Inzwischen werden die Archivbestände fortlaufend digitalisiert. Die Digitalisate und Verzeichnungen stehen in einer Datenbank der freien Recherche zur Verfügung.