Are All Men Pedophiles?

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Film
Originaltitel Are All Men Pedophiles?
Produktionsland Niederlande
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2012
Länge 70 Minuten
Stab
Regie Jan-Willem Breure
Drehbuch Jan-Willem Breure
Produktion Jan-Willem Breure
Musik Jan-Willem Breure
Kamera Jan-Willem Breure
Schnitt Jan-Willem Breure
Besetzung
  • Dick Swaab
  • Corine de Ruiter
  • Marthijn Uittenbogaard
  • Henny Kreeft

Are All Men Pedophiles? (zu deutsch ‚Sind alle Männer pädophil?‘) ist ein preisgekrönter[1][2][3] Dokumentarfilm aus dem Jahr 2012 des niederländischen Filmemachers Jan-Willem Breure über Pädophilie. Der Film hatte seine Weltpremiere am 2. März 2012 beim Queens Weltfilmfestival in New York City[4] und wurde bei verschiedenen Filmfestivals gezeigt.[5][6]

Der Film mit dem Slogan „Eighteen Is Just A Number“ (‚Achtzehn ist nur eine Zahl‘) stellt die These auf, alle Männer seien hebephil, das heißt, dass Männer Teenager sexuell attraktiv fänden. Er argumentiert, dass die Gesellschaft zwischen hebephiler Neigung und der realen pädo-sexuellen Attraktion zu Kindern unter 13 Jahren unterscheiden müsse.[6] Aufgezeigt werden dabei die Konsequenzen der Generalisierung von „Pädophilie“, die dazu geführt habe, dass in der Gesetzgebung alle Männer als potenzielle Pädophile betrachten würden. Fluglinien hätten verhindert, dass Männer neben Kindern sitzen, Buchhändler hätten Männer aus der Kinderabteilung verbannt und Kinderbetreuungen hätten Vätern den Zutritt zu den Einrichtungen verboten.[7][8][9]

Der Dokumentarfilm stellt Pädophilie aus einer kulturellen und professionellen Perspektive mit Hilfe von verschiedenen Experten, Neurowissenschaftlern, Psychologen, Sexologen und Modelscouts dar.[10]

Abgesehen von den Zuschüssen der Koninklijke Academie van Beeldende Kunsten wurde der Film privat finanziert, zum größten Teil von Breure selbst.[6]

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde kontrovers aufgenommen und diskutiert.

Im Fokus steht das Paradox einer allgegenwärtigen Sexualisierung von Teenagern in der westlichen Medien- und Popkultur, bei gleichzeitigem Straftatbestand des Geschlechtsverkehrs mit Minderjährigen.[11]

Als Beispiel dieses Phänomens wird die Lolita-Subkultur genannt. Dies führte zu Protesten in einschlägigen Blogs dieser Fan-Gemeinde, die angab, der Film habe ihrer Szene-Kultur massiven Schaden zugefügt. Sie sehen die Infantilisierung und das Styling von erwachsenen Frauen wie Kinder allein als Mode und als Ausdruck von Selbststilisierung ohne jeden Bezug zu sexuellen Vorlieben oder Bedürfnissen.[6]

Die Behauptungen[6], das Model des Filmposters habe nicht gewusst, dass ihr Foto als Werbung für einen Film über Pädophilie verwendet werde, sondern gedacht, das Foto werde im Zusammenhang mit Werbung für japanische Mode verwendet, wies Breure zurück. Er gab an, das 14-jährige Mädchen habe den Titel des Films gesehen und ihr Einverständnis auf der Rückseite der Fotografie gegeben.[6]

Rezensionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filmemacher Breure wurde dafür kritisiert, keine politische Agenda zu haben. Die Internetseite BuzzFeed, die Werbe-Phänomene online verfolgt, gab an, dass weder der Film noch der Regisseur dazu Stellung nehmen wollten, ob die Schutzalter-Begrenzungen der westlichen Länder geändert werden sollten.[6] Im feministischen Blog Jezebel wird kommentiert: „He just thinks that teenage girls are hot, and he doesn’t want you to think that’s gross, okay?“ (‚Er denkt einfach, dass weibliche Teenager heiß sind und möchte nicht, dass Sie denken, das sei abartig, okay?‘)[6][10]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b (Memento des Originals vom 14. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nvvs.info
  2. (Memento des Originals vom 15. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.nieuwsbank.nl
  3. http://www.villamedia.nl/nieuws/bericht/vvvs-mediaprijs-voor-breure/88295/
  4. Jason Pafundi: Festival Presents Films From Around The World. In: Queens Tribune. 1. Mai 2012, archiviert vom Original am 1. Juli 2012; abgerufen am 1. Juli 2012.
  5. http://www.transatlantyk.org/en/program/events/special-screening-are-all-men-pedophiles (Memento des Originals vom 17. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.transatlantyk.org
  6. a b c d e f g h North, Anna: Pedophilia Documentarian: "Eighteen Is Just A Number". In: BuzzFeed. Archiviert vom Original am 1. Juli 2012; abgerufen am 1. Juli 2012.
  7. Archivierte Kopie (Memento des Originals vom 3. Januar 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.theatlanticwire.com
  8. http://www.azcentral.com/arizonarepublic/local/articles/2012/05/31/20120531scottsdale-barnes-noble-sex-bias.html?nclick_check=1
  9. http://www.dailymail.co.uk/news/article-2185041/Fathers-banned-play-centres-women-decree.html
  10. a b Katie J. M. Baker: Documentarian Tries but Does Not Quite Succeed at Justifying Pedophilia. In: Jezebel. 11. Mai 2012, archiviert vom Original am 3. Juli 2012; abgerufen am 3. Juli 2012.
  11. Are All Men Pedophiles (2012) Controversial Documentary Film on Pedophilia from Cultural and Professional Perspective. In: Washington Bangla Radio on Internet. 2. Januar 2012, archiviert vom Original am 1. Juli 2012; abgerufen am 1. Juli 2012.