Arend Vollers

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Karl Wilhelm Arend Vollers (* 8. Mai 1931 in Bremen) ist ein Bremer Teehändler und gilt als einer der erfahrensten Teekenner in Deutschland.[1] Vollers lebt in Syke. Vollers leitete über 50 Jahre die Geschäfte des Bremer Teehandelshauses Paul Schrader & Co.

Am 24. April 1961 starb der Gesellschafter der Firma Theodor Tiemann, der bis zu seinem Tod die Expansion des Unternehmens vorangetrieben und es auf eine wirtschaftlich feste Basis gestellt hatte. Im Januar 1962 trat Karl Wilhelm Arend Vollers seine Nachfolge an. Er wurde schon damals in der Bremer Gesellschaft und auch unter Teekennern als der deutsche Tee-Papst bezeichnet. Vollers führte eine zunächst 16-seitige Broschüre ein, die später als der erste Katalog des Unternehmens bezeichnet wurde. Ab 1982 bot das Unternehmen unter Arendt zunehmend auch Schmuck, Möbel und Bücher an. Im Gegensatz zu Universalversendern wie Quelle, Otto und neckermann.de stand allerdings immer Tee als Produktgruppe im Vordergrund. Auf Vollers Initiative fanden sich seither in den Katalogen neben den Produkten auch kulturelle Informationen rund um die Ursprungsländer der Teesorten sowie Gebrauchsanweisungen zur Teezubereitung. 2005 trat der heutige Geschäftsführer Michael Rolf die Nachfolge von Arend Vollers an.

Vollers trinkt nach eigenen Angaben 10–12 Tassen Tee am Tag und erklärt in der Öffentlichkeit häufig z. B. die Feinheiten eines Darjeeling-Tees.

Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch zahlreiche Reisen in die Produktionsländer des Tees in China und Indien entwickelte sich Arend Vollers zu einem Kenner der Länder Südostasiens. Er veröffentlichte mehrere Bücher über Tee und die Länder seiner Produktion. Mehr als 20 Jahre lang war er Vorsitzender des Freundeskreises des Überseemuseums Bremen, einem ehemaligen Kolonialmuseum. Vollers ist Vorsitzender des Ostasiatischen Vereins Bremen.

Zudem engagierte er sich in der Bremer Arbeitsgemeinschaft für Überseeforschung und Entwicklung (Borda). Er war dort stellvertretender Vorsitzender. „Borda“ ist unter anderem in Südostasien und China in der technischen Entwicklungszusammenarbeit aktiv und hilft dort bei Infrastrukturprojekten und beim Aufbau umweltschonender Wasserversorgung.[2]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Indonesien. Reise in die Teegebiete auf Java und Sumatra. Paul Schrader & Co., Bremen 1987.
  • mit Hans G. Adrian und Rolf L. Temming: Das Teebuch. Geschichte und Geschichten. Anbau, Herstellung und Rezepte. VMA, 1990.
  • Die Kunst, Tee richtig zu genießen. Geschichte, Kultur, Herstellung, Sorten. 2002.

Einzelnachweise und Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sebastian Vesper: Generationswechsel@1@2Vorlage:Toter Link/www.prplus.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiven Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. . In: PR Report, September 2005, aufgerufen am 14. Juli 2012,(PDF). „... der deutsche Tee-Papst“.
  2. Thomas Kuzaj: „Tee-Papst“ feiert 75. Geburtstag. nwzonline vom 8. Mai 2006, aufgerufen am 14. Juli 2012. (HTML)