Arme Schulschwestern von Unserer Lieben Frau

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Arme Schulschwestern von Unserer Lieben Frau (lat.: Congregatio Pauperum Sororum Scholasticarum Dominae Nostrae, Ordenskürzel: SSND, School Sisters of Notre Dame) ist eine Kongregation von Schulschwestern in der römisch-katholischen Kirche. Sie ist auch unter der Bezeichnung „Gerhardinger-Schwestern“ bekannt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Regensburg waren erst die vom seligen Alix Le Clerc und dem hl. Pierre Fourier 1597 gegründete „Congrégation Notre Dame – Chorfrauen des hl. Augustinus“ tätig. Sie unterhielten bei Regensburg eine Klosterschule. Mit der Schließung der Klosterschule begann eine kritische Schulsituation, infolgedessen wurden Karolina Gerhardinger und zwei weitere Frauen zu Lehrerinnen ausgebildet. Der damalige Dompfarrer und spätere Bischof von Regensburg Georg Michael Wittmann war der Initiator und Mentor der Karolina Gerhardinger. Er übertrug ihr das Lehreramt an der Mädchenschule von Stadtamhof, die nun als Pfarrschule weitergeführt wurde. Nach dem plötzlichen Tod Bischofs Wittmann sah sich Karolina Gerhardinger verpflichtet, das begonnene Werk fortzusetzen. 1833 begann sie, ihr Leben nach den Regeln der „Chorfrauen de Notre Dame“ zu gestalten und gründete die Kongregation der Schulschwestern. Obgleich ihre Wurzeln weit in die Vergangenheit zurückreichen, betrachtet die Kongregation den 24. Oktober 1833 als den Tag ihrer Entstehung. Im Jahr 1865 erhielten sie die Approbation der Konstitution der „Armen Schulschwestern von Unserer Lieben Frau“ durch Papst Pius IX. Mit Maria Theresia von Jesu (Ordensname von Karolina Gerhardinger) begann eine Blütezeit für die Kongregation, sie verbreitete sich über 11 Länder in Europa und Amerika. Nach dem Tod der Gründerin gab es mehr als 2500 Schulschwestern, die in Volksschulen, Waisenhäusern, Tagesheimstätten und Kindergärten tätig waren.

Organisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schwestern sind unter anderem seit 1833 als Lehrerinnen und Erzieherinnen in Neunburg vorm Wald, seit 1839 in München-Au und seit 1843 im Münchner Angerkloster tätig. Etwa 35 Niederlassungen gehören zur Bayerischen Provinz, wie auch die in Berlin, Rumänien, Westfalen und Schweden bestehenden Filialgemeinschaften. Im Hauptgebiet Europa befinden sich noch weitere Provinzen mit Österreich-Italien, Slowenien, Ungarn, Polen, Tschechoslowakei.

Weltweit sind zirka 3600 Schwestern im Bereich der Erziehung und Bildung tätig. Das Generalatshaus befindet sich seit 1957 in Rom.

Ordensleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schulschwestern verstehen sich als geistliches Erbe des hl. Augustinus. Dieser augustinische Geist gab auch den Ordensregeln seine Grundzüge. Sie legen das Gelübde der Armut, der Ehelosigkeit und des Gehorsams ab.

Gebäudeartikel in Wikipedia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: School Sisters of Notre Dame – Quellen und Volltexte (englisch)