Arnimplatz

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Arnimplatz
Coat of arms of Berlin.svg
Platz in Berlin
Arnimplatz
Blick auf einen Teil des Platzes
Basisdaten
Ort Berlin
Ortsteil Prenzlauer Berg
Angelegt 1905/1906
Neugestaltet 1950er Jahre
Einmündende Straßen Paul-Robeson-Straße [frühere Stolpische Straße] (Norden), Seelower Straße (Osten), Schivelbeiner Straße (Süden), Schönfließer Straße (Westen)
Bauwerke Springbrunnen, Umspannstation (westlich)
Nutzung
Nutzergruppen Fußgänger, Radfahrer
Platzgestaltung Hermann Mächtig
Technische Daten
Platzfläche 22.800 m²

Der Arnimplatz ist ein fast quadratischer Stadtplatz mit Parkanlage im Berliner Bezirk Pankow, Ortsteil Berlin-Prenzlauer Berg. Er wurde 1903 nach Achim von Arnim benannt und ist ein Berliner Gartendenkmal.

Lage und Erschließung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Arnimplatz als Region 11 innerhalb des Ortsteils Prenzlauer Berg

Der Platz entstand gleichzeitig mit der Bebauung des Wohngebiets, die überwiegend im Gründerzeitstil errichtet wurde und ist durch eine Blockrandbebauung gekennzeichnet. Er wird von Süden durch die Hauptverkehrsachse der Schivelbeiner Straße erschlossen, die zum parallelen Straßenzug der Berliner Ringbahn gehört. Zwischen Schönhauser Allee und Driesener, am südlichen Platzrand entlang, gab es anfangs eine Straßenbahnlinie zur Erschließung. Seine zentrale Lage führte dazu, dass er als Namensgeber für den Planungsraum 26 - Arnimplatz in der Bezirksregion XI – Prenzlauer Berg – Nordwest gewählt wurde.

Planungsraum Arnimplatz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Planungsraum – auch Sozialraum/Kiez Arnimplatz bzw. Nordisches Viertel – wird im Westen und Süden durch die Gleisanlagen der S-Bahn Berlin Berlin begrenzt. Im Norden bildet die frühere Berliner Stadtgrenze, seit 1920 die Grenze zum Ortsteil Berlin-Pankow den Abschluss, wobei der Verlauf der Bornholmer Straße eine Unterbrechung darstellt. Im Osten bildet die Schönhauser Allee als Teilstück der Bundesstraße 96a die Grenze.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemäß den Richtlinien für die Wohnbebauung in Berlin, die der Polizeipräsident Ende des 19. Jahrhunderts erlassen hatte, war wegen der Brand- und Sicherheitsschutzbestimmungen eine Fläche freizuhalten. Auf dem Bebauungsplan trug er nur den Namen einer angrenzenden Planstraße (Straße H/1, Abt. XI). Bereits am 15. September 1903 erhielt der Platz seinen Namen nach Achim von Arnim, dessen Familie in Berlin wohnte. Auf Beschluss der Berliner Stadtverordnetenversammlung wurden diese einfachen Freiflächen durch namhafte Gartengestalter unter Verwendung von Büschen, Blumen und Bäumen sowie durch Einbindung von Denkmälern bzw. Springbrunnen zu Schmuckplätzen umgestaltet. Für die hier dargestellte Freifläche mit den Seitenlängen von rund 152 Meter ×  150 Meter lieferte Hermann Mächtig Pläne, die bis 1907 realisiert wurden.[1]

Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zentrales Element auf dem Platz ist das Denkmal für Achim von Arnim mit seiner Frau Bettina von Arnim des Künstlers Michael Klein.

Baudenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mietshäuser in der Schivelbeiner Straße Nr. 23, 42–47 (1903–1905) sowie Schönfließer Straße Nr. 5, 6 und 7
  • Transformatorenstation (Netzstation) am westlichen Rand des Platzes[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • G. Funeck, W. Schönholz, F. Steinwasser: Park- und Grünanlagen in Berlin, Berlin-Information 1987, ISBN 3-7442-0028-0.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Arnimplatz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Arnimplatz, Stadtplatz, 1905–1907 von Hermann Mächtig
  2. Arnimplatz, Netzstation, 1926/1927 von Hans Heinrich Müller

Koordinaten: 52° 33′ 6,3″ N, 13° 24′ 34″ O